Donnerstag, August 28, 2008
Ein besonderes Wert-Papier: Kündigung nur mit Versicherungsschein möglich
Vergessen schützt vor Strafe nicht! - Hat sich ein Ehepaar auseinander gelebt und geht künftig getrennte Wege, ist es sinnvoll, sich auch auf den bisherigen Versicherungsschutz zu besinnen. Noch besser, bei Streit in der Ehe ist auf die Originale der Versicherungspolicen zu achten, bevor ein Partner die Versicherung kündigt und sich den Rückkaufswert aufs eigene Konto buchen lässt.
Die Bedeutung, die der Besitz des Versicherungsscheins hat, erkannte ein Ehemann erst, nachdem die Ehefrau ohne sein Wissen seine Lebensversicherung bei der Versicherungsgesellschaft gekündigt hatte. Die Ehefrau hatte dazu beim Versicherer das Original des Versicherungsscheins vorgelegt, worauf wenig später der Rückkaufswert an die Ehefrau ausgezahlt wurde. Das Oberlandesgericht Bremen hat nun die Klage des Ehemanns gegen die Versicherungsgesellschaft abgelehnt (Aktenzeichen: 3 U 45/07). Begründung: Es ist für den Versicherungsnehmer wichtig, die Allgemeinen Versicherungsbedingungen zu lesen, weil darin erkennbar wird, dass die Gesellschaft allein den Inhaber (Besitzer) des Versicherungsscheins als verfügungs- und insbesondere empfangsberechtigt ansehen kann.
Wegen dieser Klausel galt die Ehefrau als berechtigt, mit dem Original des Versicherungsscheins auch die Lebensversicherung zu kündigen und den Rückkaufswert zu kassieren. Wegen seines anteiligen Anspruchs muss sich der Ehemann nun an seine Ehefrau halten. Bei solche Klauseln im Vertrag einer LV sollte man die Original-Police so aufbewahren, dass nicht unberechtigt damit umgegangen werden kann. Vor allem auch dann nicht, wenn die Beziehung kriselt oder eine Scheidung nicht auszuschließen ist.
Posted by
wob. on 08/28 at 05:17 PM
Recht & Ordnung •
Versicherungen •
Kommentar(e): (1) •
Trackbacks (0) •
Permalink
Gratis bleibt gratis! Gratis = kostenfrei = “umme” *)
Nur gewerblich entstehen betriebliche ‘Kosten’ - Achtung: Internet-Fallen
Wer als unbedarfter Internet-User für ein im Netz entdecktes Gratis-Angebot plötzlich zahlen soll, muss sich nicht um seine finanzielle Pflicht sorgen. Doch unseriöse Anbieter stellen Tag für Tag solche Forderungen auf und berufen sich auf Hinweise, die irgendwo auf ihrer Website versteckt waren oder immer noch sind. Forderungen dieser Art sind in den meisten Fällen unberechtigt, so die “eCommerce-Verbindungsstelle” der Organisation “Euro-Info-Verbraucher”. Nach Information der Organisation haben bereits zwei Gerichte geurteilt, dass ein versteckter Preishinweis nicht in jedem Fall wirksam sei. Im Merkblatt von Euro-Info-Verbraucher ist vieles zu Online-Abo-Fallen zu entnehmen. Zu finden ist es unter www.ecom-stelle.de unter der Überschrift “Vorsicht Falle!”.
*) “Umme” gilt als süddeutsche Form für umsonst, und das ist nun wieder gratis.
Posted by
wob. on 08/28 at 05:13 PM
Internet •
Recht & Ordnung •
Kommentar(e): (0) •
Trackbacks (0) •
Permalink
Die Vorteile der privaten Krankenversicherung
Beim Stichwort PKV tauchen im Internet immer wieder Seiten auf, die sich mit den Vorzügen der privaten Krankenversicherung beschäftigen, Vorteile gegenüber der GKV anpreisen und mit einem Versicherungsvergleich auch sofort zum Wechsel animieren.
Vor einer übereilten Entscheidung empfiehlt sich aber ein kurzer Blick hinter die Kulissen, um zu entscheiden, ob die Versprechen der privaten Krankenversicherung auch wirklich gehalten werden. Schließlich ist es zwar gerade für Selbstständige und Freiberufler relativ einfach, in die PKV zu wechseln. Der Schritt zurück in die gesetzlichen Krankenkassen fällt dagegen umso schwerer.
Eines der vielen Pro-Argumente betrifft die Betreuung im Ein- oder Zwei-Bett-Zimmer und eine Behandlung durch leitendes Klinikpersonal. Eine solche Leistung lässt sich zwar grundsätzlich in die private Krankenversicherung aufnehmen, wird aber mit entsprechenden Beiträgen bezahlt. Darum empfiehlt sich gerade für Einsteiger, denen ein niedriger Beitrag besonders am Herzen liegt, auf diese gehobene Leistung zu verzichten. Eine große Zahl der neuen Kliniken geht von sich aus den Weg zu kleineren Patientenzimmern.
Die besonderen Stärken der PKV liegen dagegen auf anderen Gebieten, etwa dem Zahnersatz. Hier erhalten Patienten wesentlich höhere Zuschüsse von ihrer Versicherungsgesellschaft, als dies für Mitglieder der GKV üblich ist. 75% oder 80% sind in diesem Zusammenhang keine Seltenheit.
Daneben spielen private Versicherungen ihre Stärken auch im Ausland aus: Die Versicherten können sich auf einen Schutz im Urlaub oder während einer Geschäftsreise verlassen, von dem in der GKV nur geträumt werden darf.
Weiterhin sind in der PKV Zuzahlungen für Medikamente oder eine Praxisgebühr unbekannt, Patienten erhalten den vollen Preis für Heilmittel ersetzt. Wo sich eine private Krankenversicherung noch überall lohnt, hängt stark von den individuellen Gegebenheiten ab, auf jeden Fall bietet sie in der Regel bessere Leistungen als die GKV.
Posted by
Stefan on 08/28 at 12:03 PM
Krankenversicherung •
Kommentar(e): (0) •
Trackbacks (0) •
Permalink
Die Existenzgründung richtig versichern
Jedes Jahr beweisen tausende Bundesbürger ihren Mut zum Risiko und wagen den Schritt in die Selbstständigkeit. Dass damit nicht nur sonnige Tage, sondern auch schwere Zeiten verbunden sind, ist in der Regel kein Geheimnis. Was dagegen für jeden Existenzgründer im ersten Moment als unlösbare Aufgabe erscheint, ist die Auswahl der passenden Versicherungen. Anders als Angestellte oder Arbeitnehmer muss jeder Selbstständige und Freiberufler für die persönliche Absicherung selbst sorgen und darf dabei auch die gewerbliche Sicherheit nicht vergessen.
Aus diesem Grund sollte im Zusammenhang mit Versicherungen immer zwischen den privaten und geschäftlichen Policen unterschieden werden. Zu den Erstgenannten zählt unter anderem die Kranken-, Unfall- und Berufsunfähigkeitsversicherung. Im Rahmen der PKV wird zudem eine Pflegeversicherung abgeschlossen, neben der auch das Krankentagegeld nicht vernachlässigt werden darf. Darüber hinaus sollten Existenzgründer bereits an ihre Zukunft denken und sich auch um eine private Rentenversicherung bemühen.
Die Bandbreite der gewerblichen Versicherungen richtet sich vor allem nach den ausgeführten Tätigkeiten. Baubetriebe können auf eine betriebliche Haftpflichtversicherung auf keinen Fall verzichten. Programmierern und Designern dürften Vermögensschäden an Dritten dagegen eher schwer fallen. Lagern in den Betriebsräumen hochwertige Waren und Einrichtungen, empfiehlt sich ebenfalls der Abschluss einer Inhaltsversicherung, welche in ihren Leistungen einer privaten Hausratversicherung ähnelt.
Eine weitere Versicherung, die in jedem Fall die Aufmerksamkeit eines Unternehmens genießen sollte, ist eine Firmenrechtsschutz-Versicherung. Hiermit lassen sich die Kosten eines eventuellen Rechtsstreits im Rahmen halten bzw. Ärger abwehren. Einige Anbieter führen inzwischen Produkte, mit denen sich eine private und gewerbliche Rechtsschutzversicherung problemlos kombinieren lässt. Um mit einer Existenzgründung langfristig Erfolg zu haben, reicht also nicht nur die passende Geschäftsidee aus, es sollte auch eine gute Versicherung im Hintergrund den Schutzengel spielen.
Variable Darlehen: Zinssätze höher als bei Darlehen mit Zinsbindung
Variable Darlehen haben durchaus eine Daseinsberechtigung. Zwar kann längst nicht jedem Bauherren oder Immobilienkäufer dazu geraten werden, bei der Finanzierung seines Vorhabens auf ein Darlehen mit variablem Zinssatz zu setzen, aber dennoch gibt es einige Situationen, in denen dies sehr vorteilhaft sein kann, wie zum Beispiel bei kurzfristigen Grundstücksfinanzierungen oder Zwischenfinanzierungen.
Allerdings sind variabel verzinste Darlehen bereits seit einigen Monaten nicht mehr so gefragt. Dies liegt schlichtweg daran, dass sich vor etwa zwei Jahren die Zinsmärkte gedreht haben. Üblicherweise verhält es sich so, dass variabel verzinste Darlehen zu den mit Abstand günstigsten Darlehen zählen. Allerdings herrscht an den Zinsmärkten eine Besonderheit vor: Die langfristigen Zinsen sind günstiger als die kurzfristigen Zinsen. Normalerweise können variable Darlehen sowie Darlehen mit kurzer Zinsbindung sehr günstig abgeschlossen werden. Vereinbart man hingegen Darlehen mit längeren Zinsbindungen, so wird es immer teurer bzw. müssen Zinsaufschläge in Kauf genommen werden.
Derzeit verhält es sich jedoch genau umgekehrt: Darlehensnehmer, die ein Darlehen mit hoher Zinssicherheit wünschen und sich deshalb für eine langfristige Zinsbindung entscheiden, kommen äußerst günstig zum Zug. Variabel verzinste Darlehen sowie Darlehen mit kurzer Zinsbindung sind vergleichsweise teuer. Finanzierungsexperten sprechen in solch einer Situation auch von einer inversen Zinsstrukturkurve.
Für all diejenigen, die sich auf der Suche nach einer günstigen Zwischenfinanzierung befinden, sind dies keine besonders guten Nachrichten. Ihnen kann nur dazu geraten werden, sich auf dem Markt genau umzusehen und Finanzierungsangebote miteinander zu vergleichen. Ansonsten ließe sich ein Zinsvorteil nur dadurch erzielen, indem man eine kurze Zinsbindung vereinbart.
Posted by
Gerald on 08/28 at 12:01 PM
Kredite •
Kommentar(e): (0) •
Trackbacks (0) •
Permalink
Au Pair Versicherungen - Teil 3
Die Hanse Merkur Reiseversicherung AG hat speziell für Au Pair mehrere Tarife im Angebot. Um den Überblick zu erleichtern, stellen wir die einzelnen Varianten vor, hier die Care Au-Pair M:
Für die Tarifvariante Care Au-Pair M muss eine monatliche Prämie von 35 Euro entrichtet werden. Bei dieser Variante wird Versicherungsschutz zu einem ausgezeichneten Preis-Leistungsverhältnis geboten. Der Tarif Care Au- Pair M basiert auf dem Tarif Care Au-Pair S und offeriert verbesserte Leistungen ohne die Zuzahlung in Form einer Selbstbeteiligung in der Krankenversicherung. Die folgenden Mehrleistungen sind im Tarif erhältlich:
- Erstattung der entstandenen Kosten bei einer medizinisch erforderlichen Heilbehandlung bis zum Höchstsatz der GOÄ
- keine Selbstbeteiligung für alle tariflichen Leistungen
- Schmerzlindernde Zahnbehandlung inklusive Zahnfüllungen in einfacher Ausfertigung zur Beseitigung akuter Schmerzen zu 100 Prozent. Ab einer Höhe von 500 Euro ist ein Heil- und Kostenplan vorzulegen. Wird ab einem voraussichtlichen Rechnungsbetrag von 500 Euro vor der Behandlung kein Heil- und Kostenplan des Zahnarztes vorgelegt, erstattet das Versicherungsunternehmen die entstandenen Kosten zu 50 Prozent.
- unfallbedingte Zahnersatzkosten bis zu 1.000 Euro pro Versicherungsjahr
- Ausfallgeld bei einer stationären Krankenhausbehandlung ab dem sechsten Tag von 10 Euro pro Tag, längstens für 90 Tage pro Versicherungsjahr, allerdings gilt das nur für Verträge mit mindestens einjähriger Versicherungsdauer
Die weiteren Au Pair Tarife der Hanse-Merkur:
Care Au-Pair SI
Care Au-Pair S
Care Au-Pair XL
Posted by
Saskia on 08/28 at 11:40 AM
Versicherungen •
Kommentar(e): (0) •
Trackbacks (0) •
Permalink
Schmerzmittel nur noch auf Rezept?
Paracetamol werden nicht nur gute Wirkungen zugeschrieben. Auch die Nebenwirkungen sind nicht gerade ohne, vor allem dann nicht, wenn man große Mengen des Wirkstoffs der Schmerztabletten zu sich nimmt. So kann eine Überdosis Paracetamol dazu führen, dass es zu einem kompletten Ausfall der Leber kommt. Nun reagiert auch das Bundesgesundheitsministerium entsprechend und hat eine neue Verordnung auf den Weg gebracht. Wenn nicht noch jemand dieser Verordnung Steine in den Weg legt, werden Apotheker zum 1. April des nächsten Jahres neue Wege gehen müssen. Ab diesem Stichtag werden große Packungen des Schmerzmittels wohl nur noch auf Rezept an Kunden ausgegeben werden.
Ein Entwurf für die neue Verordnung sieht vor, dass nur noch Packungen mit maximal 20 Tabletten und einer Wirkstoffmenge von maximal 500 mg frei erhältlich sein dürfen. Die 500 mg entsprechen der Standard-Dosis für Erwachsene. Warum endlich eine neue Verordnung kommen soll, ist einfach zu sagen: Es gibt neue Erkenntnisse, die Bände sprechen über die Nebenwirkungen bei einer Überdosierung von Paracetamol. Was längst vermutet wurde, ist nun also auch zu Papier gebracht. So sagt zum Beispiel der Essener Arzt Ali Canbay: “Die Fälle von akutem Leberversagen, verursacht durch Medikamente, nehmen im Klinikalltag zu. Besonders häufig ist das gängige Medikament Paracetamol der Auslöser, Tendenz steigend”. In 80 Prozent der Fälle endet der Krankheitsverlauf, der äußerst schwer ist, mit dem Tod. Dies kann nur durch die Einpflanzung eines Spenderorgans vermieden werden.
Canbay ist Leiter einer Arbeitsgruppe, die sich mit dem Thema Leberversagen beschäftigt, mit den Ursachen und dem Aufkommen. Leider gibt es nicht sehr viele Daten dazu in unserem Land. Canbay sagt zu seiner Intention: “Wir wollen nicht ängstigen, sondern sensibilisieren. Paracetamol ist ein gutes Medikament. Es sollte jedoch nicht über längere Zeit in höheren Dosen eingenommen werden”. Paracetamol scheint Hepatitis als Ursache für das Leberversagen zu folgen. Damit es zu keiner „Wachablösung“ kommt, wird es ab nächstem Jahr hoffentlich zu der Neuverordnung des Bundesgesundheitsministeriums kommen. Der Empfehlung von Ärzten nach sollte Paracetamol nicht länger als drei Tage am Stück eingenommen werden, und es sollte die Höchstdosis von maximal 1,5 Gramm Paracetamol (drei Tabletten zu je 500 mg) bei Spannungskopfschmerzen eingehalten werden.
Bevor man aufgrund von Kopfschmerzen immer wieder zu Paracetamol greift, sollte man lieber zu seinem Hausarzt gehen und mit ihm über die Schmerz-Thematik sprechen. Leider haben Schmerzmittel die Folgewirkung, dass sie mit der Zeit auch abhängig machen können. Wenn das Schmerzmittel dann abgesetzt wird, kommt es aufgrund des Entzugs zu Kopfschmerzen, woraufhin der unwissende Patient dann wieder Schmerztabletten gegen diese Kopfschmerzen einsetzt. Das ist eine Spirale, aus der man kaum wieder entkommen kann, wenn man sie sich nicht bewusst macht. Wer häufig unter Kopf- und Nackenschmerzen leidet, sollte sich andere Möglichkeiten und Wege der Schmerzbekämpfung und / oder Schmerzreduzierung suchen. Je nach Ursache kann das Gymnastik sein oder verschiedene Entspannungsmethoden. Nicht jeder Schmerz sollte gleich mit einer Schmerztablette bekämpft werden. Mancher Kopfschmerz vergeht von selbst.
Bei Migräne hingegen sieht es anders aus. Hier sollte möglichst früh zu einem Schmerzmittel gegriffen werden, damit der Schmerz sich nicht ausbilden kann und noch schlimmer wird. Wegen eines geeigneten Medikamentes sollte aber lieber mit dem Hausarzt gesprochen werden, statt eine Eigendosierung mit Paracetamol vorzunehmen. Man muss sich bewusst machen, dass Medikamente keine Süßigkeiten sind, die keine Nebenwirkungen haben. Ganz im Gegenteil: Die Nebenwirkungen sollten beachtet und die Dosierungsanleitung unbedingt eingehalten werden. Deshalb heißt es in dem Entwurf zur neuen Verordnung auch: “Eine Begrenzung der Packungsinhalte von oral anzuwendenden, verschreibungsfrei erhältlichen paracetamolhaltigen Arzneimitteln ist somit angezeigt“.
Wenn der Entwurf am 13. Juni im Bundestag sein Ja bekommen hat, tritt die Verordnung am 1. April 2009 in Kraft. Dies ist notwendig, um den Pharmaherstellern wie auch den Apothekern eine Übergangsfrist zu gewähren. Momentan befinden sich Präparate mit Paracetamol im Gesamtwert von 25 Millionen Euro im Umlauf. Dies zeigt, wie groß der Markt und wie groß der Bedarf an Schmerzmitteln ist. Die gängigste Packungsgröße ist dabei die mit 15 Gramm, die 30 Tabletten in der Dosis zu ja 500 mg enthält.
Wie Ali Canbay sagte, ist es wichtig, die an Schmerzen leidenden Menschen in unserem Lande zu sensibilisieren. Nicht immer löst eine Schmerztablette oder gleich mehrere an einem Tag ein Schmerzproblem. Gerade wenn die Ursachen psychosomatischer Natur sind, also die Seele den Körper krank macht, sollten andere Wege beschritten werden.
Posted by
Christel on 08/28 at 10:50 AM
Gesundheit •
Kommentar(e): (0) •
Trackbacks (0) •
Permalink
„Bildzeitung“ gibt Tipps zur Immobilienfinanzierung
Es ist heutzutage etwas völlig normales, wenn man in Printmedien auf Verbrauchertipps stößt. So findet man zum Beispiel in etlichen Zeitungen ab und an auch Tipps zum Thema Baufinanzierung. Darin werden potentiellen Immobilienkäufern und Bauherren zumindest grobe Ratschläge erteilt, die beim Bau oder bei der Finanzierung des Objekts zu beachten sind. Je nach Quelle der Information können diese Tipps zum Teil sogar richtig wertvoll sein. Auf der anderen Seite kann es aber auch vorkommen, dass man lediglich mit Allgemeinwissen überschüttet wird, welches einen nicht wirklich weiterbringt.
Das hat nun auch die „Bildzeitung“ getan. Vorgestern war in der „Bild“ ein Artikel zum Thema Baufinanzierung, in dem angeblich äußerst wichtige Tipps vorzufinden sind. Die Überschrift des Artikels lautete „Immobilien Finanzierung? Das müssen Sie wissen.“ Im Grunde genommen hatte der Artikel allerdings keinerlei Aussagekraft. So kam unter anderem ein Verbraucherschützer zu Wort, der mit dem Tipp aufwartete, die Finanzierung bei einer regionalen Bank abzuschließen, weil man dort über einen persönlichen Ansprechpartner verfügt, den man jederzeit aufsuchen kann. Auf die Tatsache, dass die Berater der Direktbanken oftmals wesentlich besser zu erreichen sind, wurde hingegen nicht hingewiesen.
Im nächsten Satz folgt der Hinweis, dass sich die Hypothekenzinsen derzeit im Durchschnitt auf 5,00 Prozent belaufen, man aber bei Abschluss über das Internet bzw. bei einer Direktbank in den Genuss besserer Konditionen gelangen kann – hier soll sich der Zinsvorteil auf bis zu 0,2 Prozent belaufen. Bei solch einem Tipp stellt sich nun die Frage wie, man verfahren soll – ist es besser, vor Ort zu finanzieren, oder doch lieber im Internet, wo die Konditionen günstiger sind?
Folglich kann allen Interessenten nur dazu geraten werden, Tipps dieser Art nicht ganz so ernst zu nehmen, sondern sich lieber auf die Suche nach einem unabhängigen Finanzierungsberater zu begeben, der ihnen dabei hilft, eine günstige Finanzierung zu finden, die auf exakt ihre persönlichen Bedürfnisse zugeschnitten ist.
Posted by
Jochen on 08/28 at 06:44 AM
Immobilien •
Kommentar(e): (0) •
Trackbacks (0) •
Permalink
ASSDEX bleibt bei 50 Zählern – Absatzpotenzial liegt bei 4,9 Millionen Neuverträgen
Der von der psychonomics AG erstellte „Assekuranz Absatzpotenzial-Index“, kurz ASSDEX, für das dritte Quartal 2008 liegt vor. Sonderlich erfreut dürfte die Versicherungswirtschaft über das Ergebnis nicht sein. Die Deutschen sind nach wie vor eher versicherungsmüde und haben kein sonderlich großes Interesse daran, neue Policen abzuschließen oder bestehende Verträge zu ändern. Mit nur 50 Indexpunkten hat sich im Vergleich zum vorherigen Quartal zwar nichts verändert. Dafür ist die Tendenz mit Blick auf das Ergebnis aus dem Vorjahr (52) und das vierte Quartal 2007 (56) leicht rückläufig.
Lediglich 37 Prozent der Kunden spielen mit dem Gedanken ihren Versicherungsschutz auszuweiten oder den Anbieter zu wechseln. Das sind fünf Prozent weniger als noch vor einem Jahr. Hoffnung machen die Versicherungsnehmer, die in der Studie als grundsätzlich abschlussbereit gelistet werden. Ihr Anteil stieg von 22 auf 24 Prozent. Aus diesen beiden Werten errechnet die psychonomics AG ein mögliches Absatzvolumen für das laufende Quartal von rund 4,9 Millionen Neuverträgen. Damit wird die Prognose für das Vorjahr nur leicht unterschritten. Sie lag bei 5,0 Millionen Verträgen. Christoph Müller, zuständig für die Studie, kennt die Gründe: „Vielen Kunden fehlen derzeit die Impulse und konkreten Anreize für einen Versicherungsabschluss. Auch die Abgeltungsteuer ist hier bisher eher wirkungslos geblieben.“
Die Detailergebnisse des ASSDEX weisen den Bereich Schaden-Unfall-Haftpflicht als derzeit besonders schwach aus. Das Abschlusspotenzial wird mit 1,4 Millionen beziffert und hat deutlich nachgelassen. Im vorigen Quartal wies die Studie noch einen Wert von 1,8 Millionen aus. Auch bei der Altersvorsorge müssen die Unternehmen Abstriche in Kauf nehmen. Statt 0,5 Millionen im zweiten, sind es nur noch 0,3 Millionen Neuverträge, von denen aktuell ausgegangen wird. Die Abschlussbereitschaft ist vor allem bei der Riester-Rente deutlich zurückgegangen. Positiv entwickelte sich die Kfz-Sparte. Hier liegt die potenzielle Nachfrage bei rund 1,5 Millionen neuen Policen, wobei sich vor allem die bis 30jährigen als durchaus abschlussfreudig zeigen. Als Partner in allen Versicherungsfragen liegen dabei die Allianz, die Debeka und die HUK-Coburg auf den ersten drei Plätzen der Umfrage.
Posted by
Andre on 08/28 at 05:26 AM
Versicherungen •
Wirtschaft •
Kommentar(e): (0) •
Trackbacks (0) •
Permalink
Page 1 of 1 pages
Next entry: Risiken der Kombination von Annuitätendarlehen und Bauspardarlehen
Previous entry: Styropor Häuser erobern den deutschen Immobilienmarkt