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Freitag, September 19, 2008
Virus-Mail: Haftpflicht zahlt
Gute Nachrichten für PC-Nutzer: Wer versehentlich eine E-Mail versendet, die mit einem Virus infiziert ist und Schäden auf dem Rechner des Empfängers verursacht, kann sich nach Angaben des Bundes der Versicherten (BdV) des Schutzes durch seine Haftpflichtversicherung sicher sein. Die Policen treten für die durch den Virus angerichteten Schäden immer dann ein, wenn sich auf dem Rechner des Absenders ein aktuelles Anti-Viren Programm befindet und die Mail unwissentlich, d.h. ohne Kenntnis von dem Virus, versandt wurde. Die meisten Assekuranzen treten allerdings nur für Schäden ein, die innerhalb Europas entstehen.
Im schlimmsten Fall kann durch den versehentlichen Versand einer infizierten Mail ein beträchtlicher Schaden entstehen: Neuinstallationen, Datenverluste und Produktionsausfälle können, wenn die Mail den geschäftlichen Verkehr erreicht, auch Schäden in siebenstelliger Höhe anrichten. Das Beispiel verdeutlich die dringende Notwendigkeit einer privaten Haftpflichtversicherung: Der Verzicht auf den Versicherungsschutz kann im schlimmsten Falle dazu führen, dass für Schäden, die aufgrund der eigenen Unachtsamkeit entstanden sind, ein Leben lang gezahlt werden muss.
Experten empfehlen, bei dem Abschluss einer Police auf eine ausreichend hohe Deckungssumme zu achten und hier keinesfalls zu sparen: Die Schäden bei Verkehrsunfällen können, wenn ein Beteiligter durch den Vorfall zum Invaliden wird, weit in den siebenstelligen Bereich hineinragen und sollten dementsprechend versichert sein.
Teuer sind Haftpflichtversicherungen indes nicht: Wer einen günstigen Anbieter wählt und vorab einen Vergleich der Konditionen verschiedener Assekuranzen durchführt (im Internet ist dies auf zahlreichen einschlägigen Seiten binnen kurzer Zeit kostenlos möglich) kann schon für wenige Euro im Monat in den Genuss eines ausreichenden Versicherungsschutzes kommen.
Posted by Stefan on 09/19 at 08:57 AM
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Hausverkauf: Tipps vom Makler
Gründe, eine Immobilie zu verkaufen, gibt es viele: Der Wechsel des Arbeitsplatzes, eine veränderte Lebenssituation oder schlicht eine Erbschaft können dazu führen, dass ein Objekt auf dem Markt untergebracht werden muss. Beim Eigentümerwechsel werden allerdings nicht selten Fehler gemacht, die Käufer wie Verkäufer gleichermaßen viel Geld, Zeit und Nerven kosten können. Der Immobilienspezialist Planet Home in München gibt Eigentümern und Interessenten Tipps, wie sich eine Transaktion reibungslos über die Bühne bringen lässt.
Die Experten raten dazu, im Hinblick auf den Kaufpreis schnell eine zumindest annähernde Einigung bzw. vergleichbare Vorstellungen beider Parteien herzustellen. Eine zu große Diskrepanz führt nicht selten zu einem Scheitern des Vorhabens. Ebenso eindeutig sollte der Zustand der zum Verkauf stehenden Immobilie erfasst werden. Notwendige Sanierungsarbeiten, die vor der Übereignung vom Verkäufer durchzuführen sind, sollten schriftlich festgehalten werden. Für Käufer ist es darüber hinaus ratsam, sich vom Besitzer zusichern zu lassen, dass keine versteckten Mängel bekannt sind. Auf diese Weise kann verhindert werden, dass nach dem Kauf unerwartete Kosten zu tragen sind und langwierige gerichtliche Auseinandersetzungen drohen.
Planet Home empfiehlt, sich bei der Veräußerung eines Hauses stets der Dienste eines erfahrenen Maklers zu bedienen. Dieser kann zum einen zwischen den beiden involvierten Parteien vermitteln und zum anderen einen Interessensausgleich herstellen. Auch kann ein Makler aufgrund seiner Erfahrung die notwendigen Schritte einer Transaktion einleiten und so den Prozess deutlich beschleunigen. Die Kosten für den Makler sind in der Regel vom Käufer zu tragen, so dass Eigentümer ohne Verlust dessen Dienste in Anspruch nehmen können.
Posted by Stefan on 09/19 at 08:56 AM
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Kapitallebensversicherungen sicher?
Die Finanzkrise schockt Märkte und Bürger mit immer neuen Höhepunkten: Dem spektakulären Zusammenbruch des traditionsreichen Investmenthauses Lehman Brothers folgte ein monströser Kredit der amerikanischen Notenbank an den einst größten Versicherer der Welt, AIG, und die britische Großbank HBOS wurde zu einem Spottpreise vom Konkurrenten Loyds TSB übernommen. In Zeiten, in denen nichts mehr so ist wie es einmal war stellen einige Fachleute auch die Sicherheit klassischer, deutscher Kapitallebensversicherungen in Frage.
Versicherungen investieren die Mittel der Anleger außerordentlich konservativ und bedienen sich dazu größtenteils Wertpapieren bester Bonität aus dem verzinslichen Bereich. Genau dies aber könnte sich angesichts des kollabierenden Finanzsystems als Fehler erweisen: Bis vor einem Jahr wurden viele der Wertpapiere, die heute im wesentlichen aus Papier und nicht aus Werten bestehen, von den Rating-Agenturen als sicher eingestuft und erfüllten so die Anforderungen für defensive Portfoliozusammensetzungen. Im schlimmsten denkbaren Fall könnten also auch die Guthaben einer Lebensversicherung in Gefahr geraten, wenn die Assekuranz verstärkt verbriefte Hypothekenforderungen aus den USA gekauft hat.
Grund zur Panik besteht indes nicht: Aller Voraussicht nach haben deutsche Lebensversicherer nicht in großem Stil die betroffenen Anleihen erworben, so dass Verluste, wenn sie denn überhaupt entstehen, durch die Erträge anderer Anlagen wie denen von Bundeswertpapieren und anderen sicheren Anleihen aufgefangen werden können. Policen, die auf einem Investmentfonds beruhen, sind ohnehin sicher bzw. lediglich mit den üblichen Risiken des Aktienmarktes verbunden.
Welche Auswirkungen die Finanzkrise noch haben wird, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht mit absoluter Sicherheit vorhersagen. Anleger werden aus den Ereignissen jedoch ihre Konsequenzen ziehen und in Zukunft bei der Geldanlage genauer hinschauen.
Posted by Gerald on 09/19 at 08:56 AM
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Altersvorsorge: Was rentiert sich?
Wenn zwei sich streiten – oder unterschiedlicher Meinung sind, um es netter zu formulieren –, freut sich normalerweise der Dritte. Bei der privaten Altersvorsorge verunsichert ein solcher Streit die Verbraucher mehr, als dass er nützt. Der Bund der Versicherten (BdV) und die Verbraucherschützer auf der einen und der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) auf der anderen Seite haben vollkommen andere Präferenzen, wenn es darum geht, für das Alter vorzusorgen. Zu teuer oder doch renditestark, nur für Ausdauernde oder für jeden geeignet… Hilfreich ist es nicht, wenn jeder nur einzelne Punkte aufgreift, die gerade ins Konzept passen, statt alle Vor- und Nachteile der Policen und Verträge zu nennen. Denn es ist so schon schwer genug, überhaupt den Überblick zu behalten, welche Optionen zur Altersvorsorge in Frage kommen.
80 Millionen Kapital- und Rentenversicherungen sind nach Angaben des GDV derzeit im Umlauf. Im Sinne der Verbraucherschützer ist das nicht. Sie plädieren wie der Bund der Versicherten dafür, Risikoschutz und Altersvorsorge strikt zu trennen. Eine Kapitalversicherung biete aufgrund der hohen Abschlusskosten nur geringe Renditen und sei zu unflexibel. Entsprechende Verträge zu kündigen oder beitragsfrei zu stellen, lautet daher ihr Tipp. Das Kapital sei besser in anderen Produkten angelegt, wie beispielsweise der vom Staat geförderten Riester-Rente oder Investmentfonds.
Dennoch setzen viele auf die Lebensversicherung, darunter auch zunehmend junge Sparer. Erst, wenn der Vertrag gekündigt werde, merke man, dass viel Geld umsonst investiert wurde, sagt der BdV. Von 60.000 Euro, die eingezahlt wurden, blieben teilweise nur 20.000 Euro über. Im Schnitt liege der Verlust bei 3.400 Euro. Vorzeitig beendet würden 75 Prozent aller Verträge, die über 30 Jahre laufen.
Dem setzt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft die Sicherheit einer Lebensversicherung entgegen. Fonds böten diese Sicherheit nicht, zudem würde meist nur eine bestimmte Zeitspanne vereinbart, innerhalb der eine Rente gezahlt werde. „Nur eine lebenslange Rentenleistung ist echte Altersvorsorge: Die Lebenserwartung der Menschen steigt - aber niemand weiß genau, wie lange er lebt und Geld für die regelmäßigen Ausgaben braucht“, betont der GDV. Viele schätzten ihre Lebenserwartung viel zu pessimistisch ein. Zudem dürften die Kosten bei Fonds nicht unterschätzt werden. Umschichtungen seien teuer und wenn der Markt sich ungünstig entwickle, sinke der Gewinn. Bei Lebensversicherungen sei die mittlere Rendite oft höher als bei Fonds und würden die Kosten auf einen Schlag am Anfang abgezogen.
Was nun besser ist, Fonds oder eine Renten- und Kapitalversicherung, das wird pauschal niemand beantworten können. Vor allem aber kann niemand in die Zukunft blicken, wie sich die einzelnen Produkte entwickeln. Eine ausführliche Beratung anhand der Ist-Situation und den eigenen Zielen und Vorgaben – eher risikobereit oder sicherheitsorientiert – ist der beste Weg, eine Entscheidung zu treffen.
Posted by Andre on 09/19 at 04:34 AM
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Bankenkrise - Wir alle werden die Zeche zahlen
Gestern hat die staatseigene Förderbank KfW 300 Millionen Euro aus unser aller Steuergeldern an die insolvente US-Investmentbank Lehman Brothers überwiesen. Geld, dass wir wahrscheinlich nie oder nur zum Teil wiedersehen werden. Und das, obwohl die Pleite dieser großen Bank bereits bekannt war. Außerdem wurde bekannt, dass die deutsche Filiale von Lehman Brothers 11 Milliarden Euro abschreiben muss, die aus dem Einlagesicherungsfonds bezahlt werden müssen. Nur zwei Beispiele dafür, dass es letztlich doch wieder der Steuerzahler sein wird, der die Zeche für irrsinniges Spekulantentum bezahlen muss.
In den letzten Monaten wurde immer wieder behauptet, dass Deutschland kaum von den Folgen der US-Bankenkrise betroffen sein wird. Und das Geld des einzelnen Bankkunden wäre ja sowieso absolut sicher, weil es in Deutschland ja den sogenannten Einlagesicherungsfonds der deutschen Banken gibt, aus dem mögliche Probleme ja auf jeden Fall bezahlt werden könnten. Nachdem ich persönlich mich schon eine Weile gefragt habe, was eigentlich mit dem Einlagesicherungsfond passieren würde, wenn wir hier eine Krise ähnlicher Größenordnung wie in USA mit mehreren Hundert Milliarden Verlusten bekommen würden - oder warum gerade jetzt zwei Megafusionen auf dem deutschen Bankmarkt stattgefunden haben, haben wir alle heute eine Erklärung bekommen.
Im Berliner Tagesspiegel ist beispielsweise zu lesen, dass der Einlagensicherungsfond gerade mal vier bis neun Milliarden Euro enthält. Ein Wert, der geschätzt werden muss, weil die Banken das anscheinend geheim halten. Aber trotzdem von uns verlangen, dass wir uns damit sicher fühlen. Da jetzt schon klar ist, dass die Ausfälle der deutschen Filiale von Lehmann Brothers 11 Milliarden Euro betragen werden, dürfte damit auch klar sein, dass der Einlagensicherungsfonds damit mehr als leer ist. Schon die Pleite einer Bank reicht also aus, um dieses Sicherungsinstrument außer Kraft zu setzen. Da der Einlagesicherungsfonds aber weiterhin die Einlagen der deutschen Anleger schützen soll, müssen die Banken nachschießen. Ob sie - oder ihre teuer bezahlten Chefs - dies wohl aus ihrer eigenen Tasche zahlen werden? Wohl kaum.
Posted by Thorsten on 09/19 at 03:32 AM
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