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Sonntag, September 21, 2008

PKV: Freiwillige Altersrückstellung ungünstig

Mitglieder der privaten Krankenversicherung erfreuen sich in den meisten Fällen eines deutlich günstigeren Preis-Leistungsverhältnisses als es das gesetzliche Pendant zu bieten in der Lage ist. Nicht nur der Leistungskatalog der privaten Assekuranzen fällt deutlich großzügiger aus als der der GKV. Auch die Kosten sind oftmals deutlich geringer: Wer gut verdient (wie die meisten PKV-Mitglieder) kann oft mehrere hundert Euro im Monat sparen. Der Grund für die günstigen Konditionen ist die Vorgehensweise der Versicherer bei der Bemessung der zu entrichtenden Prämien: Anstatt die Beiträge linear in Abhängigkeit des Einkommens zu erheben, wie es die gesetzliche Krankenversicherung tut, bemisst die PKV die Prämien nach personenbezogenen Merkmalen wie Alter, Geschlecht und medizinischer Vorgeschichte. Diese Beitragsgestaltung kann sich mit steigendem Lebensalter allerdings auch als Kostenfalle erweisen: Mit der Anzahl der absolvierten Lebensjahre steigt auch der Prämiensatz in der Regel deutlich an. Um sozial unerwünschte Verwerfungen zu vermeiden, hat der Gesetzgeber verfügt, dass zehn Prozent der PKV-Beiträge in eine Kapitalrücklage einfließen müssen, aus der später der Beitragsanstieg abgemildert werden soll.

Die Rückstellung reicht in keinem Fall aus, um den Anstieg der Kosten zu vermeiden. Versicherer bieten deshalb an, freiwillig größere Beträge in die Kapitalrücklage einzuzahlen, um so zusätzliche Sicherheit zu gewinnen. Experten raten von den Überzahlungen allerdings dringend ab. Zum einen bestehen auch nach den Änderungen im Zuge der Gesundheitsreform erhebliche Schwierigkeiten für Versicherte, die zu einem anderen Anbieter wechseln möchten: Die Rückstellung gehen unter Umständen in voller Höhe verloren. Zum anderen ist die rechnerische Rendite der Anlagen sehr gering und übersteigt kaum den Garantiezins. Besser geeignet ist nach Angaben von Finanzberatern das Ansparen auf einem flexiblen Tagesgeldkonto. Mit den Guthaben können dann im gehobenen Lebensalter die Beitragsanstiege gedämpft werden.

Posted by Stefan on 09/21 at 08:49 AM
Krankenversicherung • Kommentar(e): (0) • Trackbacks (0) • Permalink

Versicherungsvergleich: Nicht nur auf die Kosten achten

Jeder Mensch sieht sich in seinem Leben bestimmten Risiken ausgesetzt, die es durch den Abschluss geeigneter Versicherungen zu begrenzen gilt. Das Spektrum der notwendigen Policen reicht dabei von Vorsorgeprodukten, die im Falle dauerhafter Arbeitsunfähigkeit durch Unfall oder Krankheit die Deckung des Lebensunterhalts gewährleisten, bis hin zu reinen Risikoversicherungen wie Hausrat oder Haftpflicht. Um die Kosten des Versicherungsschutzes so gering wie möglich zu halten, bedienen sich viele Verbraucher einschlägiger Vergleichsportale im Internet, bei denen sich schnell und kostenlos ein Überblick über die Konditionen zahlreicher Assekuranzen gewinnen lässt. Experten raten in diesem Zusammenhang dazu, sich bei der Recherche nach einem geeigneten Tarif nicht ausschließlich an der Versicherungsprämie zu orientieren, sondern vielmehr das gesamte Preis-Leistungsverhältnis der Entscheidung zugrunde zu legen.

Viele Policen sind optisch günstig und locken mit niedrigen Beiträgen. Ein Blick ins Kleingedruckte aber offenbart nicht selten signifikante Mängel: Haftpflichtpolicen beispielsweise sind mit einer viel zu niedrigen Deckungssumme ausgestattet, Unfallversicherungen gewähren keine lebenslange Unfallrente und die Beiträge zur privaten Krankenversicherung müssen um erhebliche Eigenleistungen ergänzt werden. Die augenscheinlich günstigen Produkte entpuppen sich so im schlimmsten Fall als wahre Kostenfalle.

Wer einen optimal zu den eigenen Bedürfnissen passenden Versicherungsschutz erwerben möchte und dabei so wenig Prämien wie möglich entrichten will, kommt um einen Blick ins Kleingedruckte der Versicherungsbedingungen nicht herum. Deckungssummen, Selbstbehalte und Abrechnungsmodi sollten bei einem Versicherungsvergleich ebenso berücksichtigt werden wie die Qualität der vom Anbieter bereitgestellten Kundenbetreuung: Diese sollte an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr zur Entgegennahme von Schadensmeldungen erreichbar sein und auch sonst bei allen Schwierigkeiten zur Seite stehen.

Posted by Gerald on 09/21 at 08:48 AM
VersicherungenBerufsunfähigkeitHaftpflichtHausratversicherung • Kommentar(e): (0) • Trackbacks (0) • Permalink

Immobilienmarkt: Gespaltenes Bild

Der Immobilienmarkt in der Bundesrepublik gibt nach Einschätzung von Experten noch immer ein gespaltenes Bild ab, wird aber von der internationalen Finanz- und Immobilienkrise nur in geringem Umfang beeinflusst. Nach wie vor sind zwei Gefälle-Tendenzen zu erkennen: Immobilien sind hierzulande im Norden billiger als im Süden und im Westen teurer als im Osten. Die süddeutschen Metropolen Stuttgart, München und Frankfurt am Main nehmen bei den Preisen dabei Spitzenplätze ein. Wer in der bayrischen Landeshauptstadt ein Einfamilienhaus erwerben möchte, muss mit einem Investitionsvolumen in Höhe von rund 750.000 Euro rechnen – in Dresden kosten die eigenen vier Wände dabei mit durchschnittlich 220.000 Euro nicht einmal ein Drittel.

Die Finanzkrise und der Zusammenbruch einiger europäischer Immobilienmärkte, insbesondere in Großbritannien, Spanien und Irland, haben nach Ansicht fast aller Experten kaum Einfluss auf die hiesige Preisentwicklung. Die Preisrückgänge in den Nachbarstaaten sind als Folge einer Spekulationsblase zu verstehen, die in der BRD nicht stattgefunden hat. Die deutsche Immobilienfinanzierung mit dem auf mehreren Säulen basierenden System aus Banken, Bausparkassen und öffentlichen Zuschüssen und Darlehensprogrammen gilt im internationalen Vergleich dabei als solide. Auch sind so genannte Vollfinanzierungen, bei denen Käufer ohne Eigenmittel eine Immobilie erwerben, hierzulande selten. Vollfinanzierungen gelten als eine der Ursachen für Blasenentwicklung an den Immobilienmärkten.

Das Neubaugeschäft dürfte in den nächsten Jahren eine positive Entwicklung erfahren, da mit der jüngste verabschiedeten Eigenheimrente ein neues Instrument zur Immobilienfinanzierung zur Verfügung steht, das Zinsniveau niedrig bleiben sollte und das Bedürfnis nach Immobilieneigentum angesichts der Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten zunehmen dürfte.

Posted by Stefan on 09/21 at 08:46 AM
Haus & Bau • Kommentar(e): (0) • Trackbacks (0) • Permalink
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