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Dienstag, September 23, 2008

Dread Disease: Die Alternative zur BU

Der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung, die dem Versicherungsnehmer dann eine Rente zahlt, wenn dieser aufgrund einer Erkrankung nicht mehr erwerbstätig sein bzw. seinen angestammten Beruf ausüben kann, gilt unter Fachleuten als dringende Notwendigkeit und wird allen Bürgern nahegelegt. Änderungen durch den Gesetzgeber haben den Besitz einer solchen Vorsorgepolice in der Tat notwendig gemacht: Wer heute berufsunfähig wird, sieht sich mit der Erwerbsminderungsrente einer außerordentlich knappen Versorgung ausgesetzt.

So wichtig BU-Policen für einen ausreichenden Vorsorgeschutz sind, so sehr beunruhigt es, dass viele Bürger nicht in den Genuss der Versicherungen kommen, weil sie aufgrund einer mehr oder minder einschlägigen medizinischen Vorgeschichte von den Assekuranzen als zu hohes Kostenrisiko eingestuft und die Anträge deshalb abgelehnt werden. Um nicht vollkommen ohne Schutz dazustehen, können Betroffene eine Dread-Disease-Versicherung abschließen. Diese zahlt bei Diagnose bestimmter, in der Regel schwerer Krankheiten eine festgelegte Summe.

Im Versicherungsschutz enthalten sind grundsätzlich alle Krankheiten, die zwischen Versicherung und Kunde vereinbart werden. Krebs, HIV und andere gravierende Erkrankungen können so je nach Bedarf abgesichert werden. Die Kosten der Policen sind abhängig vom Alter und dem Gesundheitszustand des Versicherten sowie dem Leistungsumfang. Wird letzterer sehr breit ausgelegt, stellt eine Dread-Disease-Police eine der BU nahestehende Lösung dar.

Geeignet ist der Versicherungsschutz für alle, die aufgrund der persönlichen medizinischen Vorgeschichte nicht in den Genuss einer herkömmlichen Berufsunfähigkeitsversicherung kommen können, auf die Absicherung gegen schwere Krankheiten aber keinesfalls verzichten möchten. Insbesondere, wenn durch das Einkommen des Versicherten auch andere Personen versorgt werden müssen, bietet sich der Abschluss an.

Posted by Stefan on 09/23 at 09:12 AM
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KKH und BKK Allianz vor Fusion

Die Kaufmännische Krankenkasse und die Betriebskasse des Münchner Versicherungskonzerns Allianz stehen offenbar unmittelbar vor einem Zusammenschluss, wie aus Meldungen der Unternehmen hervorgeht. Die neue Krankenkasse soll den Angaben zufolge KKH I Allianz heißen und dem intensivierten Wettbewerb zwischen den gesetzlichen Kassen Rechnung tragen. Mitglieder sollen in den Genuss eines umfassenden Leistungsangebotes und guten Services kommen.

Zentraler Bestandteil der neuen Partnerschaft ist die Kooperation mit der Allianz Private Krankenversicherung AG. Versicherte sollen in Zukunft Zugang zu günstigen und leistungsstarken Zusatzversicherungen bekommen und so den Basisschutz für alle Versicherten erweitern können. Zusatzversicherungen liegen nach Angaben des Bundesverbands deutscher Privatversicherungen im Trend: Aktuell werden in Deutschland rund 20 Millionen solcher Policen unterhalten, die das Leistungsspektrum der gesetzlichen Krankenversicherung um Bestandteile erweitern, die ansonsten nur Mitgliedern der privaten Assekuranzen zur Verfügung stehen.

Die angestrebte Fusion soll die Position des neuen Unternehmens im Markt stärken und dabei Vorteile für Versicherte generieren. Die gesetzlichen Versicherer sehen sich aufgrund verschiedener Änderungen im Zuge der Gesundheitsreform einem stärkeren Wettbewerbsdruck ausgesetzt und versuchen seit geraumer Zeit, sich neu zu positionieren.

Die Auswirkungen des zum kommenden Jahreswechsel kommenden Gesundheitsfonds wird die KKH I Allianz allerdings nicht verhindern können: Die Branche geht davon aus, dass zum 01.01.09 die durchschnittlichen Beitragssätze auf 15,5 Prozent des Bruttoeinkommens angehoben werden. Grund ist eine vom Gesetzgeber auferlegte neue Lastenverteilung im Gesundheitssystem, das nach Einschätzung von Fachleuten für die Kostensteigerung verantwortlich ist. Eine neuerliche Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze ist dagegen derzeit ganz offensichtlich kein Thema.

Posted by Gerald on 09/23 at 09:11 AM
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Flache Zinskurve: Vollfinanzierung lohnenswert?

Die Situation am Kapitalmarkt ist derzeit von einer sehr flachen Zinsstruktur geprägt: Langfristige Darlehen sind nur unwesentlich teurer als solche mit einer kurzen Laufzeit. Das immer noch günstige Zinsniveau lockt deshalb viele Bauherren und Eigentümer zu langfristigen Zinsbindungen. Oft wird übersehen, dass die Situation am Darlehensmarkt auch für Vollfinanzierungen günstig ist: Die Darlehen sind aufgrund des entfallenden Eigenkapitalanteils beim Erwerb einer Immobilie oft mit sehr langen Laufzeiten verbunden, da der Großteil des Kapitaldienstes in den ersten Jahren nach der Auszahlung auf die Zinslasten entfällt und Tilgung nur in einem sehr geringfügigen Rahmen stattfindet.

Durch die nur sehr geringen Aufschläge für längere Engagements werden Vollfinanzierungen wieder interessant: Der Weg in die eigenen vier Wände ausschließlich über Kredite ist dabei in Deutschland zwar nur wenig verbreitet und darüber hinaus umstritten, kann sich aber nach Einschätzung von Finanzberatern durchaus lohnen. Insbesondere wer in Regionen der Republik ein Objekt zu erwerben gedenkt, die von steigenden Preise gekennzeichnet sind - hier sind insbesondere die Metropolen in Süddeutschland betroffen -kann von einem zügigen Erwerb profitieren. Vollfinanzierungen ermöglichen darüber hinaus, das gegenwärtige Zinsniveau zu sichern, ohne die Gebühren für Forward-Darlehen tragen zu müssen.

Vollfinanzierungen sind in Deutschland noch immer möglich, auch wenn zu Beginn des Jahres einige Anbieter aufgrund der US-amerikanischen Finanz- und Hypothekenkrise ihre Offerten vom Markt genommen haben. Sofern die Bonität des Darlehensnehmers gut und das Einkommen ausreichend hoch und sicherer Art ist, sind Banken allerdings durchaus bereit, 100 Prozent der Investitionskosten und dazu auch die Erwerbsnebenkosten und sogar Teile der Inneneinrichtung zu finanzieren.

Posted by Stefan on 09/23 at 09:10 AM
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Walter Riester möchte sein Rentenmodell auch für Selbständige öffnen

Die Riester-Rente gilt als das Erfolgsmodell der privaten Altersvorsorge. Über zehn Millionen Menschen haben sich bereits für einen entsprechenden Vertrag entschieden. Kurzum: Riestern ist in und wird von Verbraucherschützern für alle Arbeitnehmer als wichtige Säule der Vorsorge empfohlen. Meldungen, wie erst jetzt über zu teure Policen, bringen das positive Bild jedoch immer wieder ins Wanken. Die Tageszeitung „Welt“ sprach mit Walter Riester, dem Erfinder der gleichnamigen Rente, über das Produkt an sich, Verbesserungsmöglichkeiten und die Kritik, die an den Assekuranzen geübt wird, weil sie die Hände etwas zu weit aufhalten.

Daran, dass zu hohe Abschluss- und Verwaltungskosten verlangt werden, könne der Staat nichts ändern. Es bestehe auch kein Handlungsbedarf, zumal die gesetzlichen Regelungen für genug Transparenz und Verbraucherschutz sorgten, betonte Walter Riester. Aber er ärgert sich, „weil diese Meldungen die Menschen verunsichern“. Gut sei, dass die Provisionen seit Juli ausgewiesen werden müssten und seitens der Verbraucherschützer aufgezeigt werde, welche Produkte letztlich günstig seien. Ganz ohne Kosten werde kein Unternehmen arbeiten können, schließlich müsse geworben und der Kunde informiert werden.

Als „Kernkonstruktionsfehler“ seines Modells bezeichnet Walter Riester, dass Selbständige und Freiberufler komplett ausgeschlossen würden. Sie seien im Gegensatz zu Beamten und allen, die in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, nicht förderberechtigt. Mit der staatlichen Förderung des Wohneigentums über die Riester-Rente könnte sich diese Regel als verfassungsrechtlich bedenklich herausstellen. Die Rürup-Rente sei kein Ersatz, weil sie sich wesentlich unflexibler als die Riester-Produkte präsentiere. Bei der Basisrente sei beispielsweise nicht vorgesehen, sich 30 Prozent des Kapitals zu Rentenbeginn auszahlen lassen zu können. Ansonsten zeigt sich Walter Riester mit dem, was an Möglichkeiten geboten wird, durchaus zufrieden: „Es gibt kein Land auf der Welt, in dem Altersvorsorge ähnlich gefördert wird wie in Deutschland.“

Posted by Andre on 09/23 at 03:47 AM
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Wohn-Riester: Die ersten Finanzprodukte sollen noch in diesem Jahr kommen

Über kein anderes Thema wird in der Immobilien- und Bankenbranche schon so lange diskutiert, wie über den Wohn-Riester. Eigentlich hätte das staatliche Förderkonzept schon wesentlich früher verabschiedet werden sollen – allerdings herrschte in der Politik große Uneinigkeit über die Details des Förderkonzepts, so dass dieses erst verspätet verabschiedet werden konnte.

Ob die privaten Haushalte jedoch tatsächlich von der Förderung profitieren können, bleibt vorerst abzuwarten. Die frühere Form der Eigenheimförderung gestaltete sich wesentlich einfacher, weil Immobilienkäufer und Bauherren einen direkten finanziellen Zuschuss, die so genannte Eigenheimzulage beantragen konnten. Beim Wohn-Riester ist das anders: Hier muss erst einmal „geriestert“ werden, was im Endeffekt nichts anderes bedeutet, als finanzielle Rücklagen für das Leben nach dem Eintritt in den Ruhestand zu bilden.

Der Wohn-Riester sieht vor, dass die gebildeten Rücklagen zwischenzeitig entnommen werden dürfen, um diese beim Eigenheimerwerb einzusetzen. So soll es beispielsweise möglich sein, die gesparten Rücklagen direkt als Eigenkapital einzusetzen oder als Unterstützung bei der monatlichen Tilgung. Allerdings ist anzumerken, dass auf diese Weise erst dann verfahren werden kann, wenn mindestens 10.000 Euro an Rücklagen gebildet wurden.

Mittlerweile arbeiten Finanzdienstleister wie Banken, Bausparkassen und Versicherungsgesellschaften daran, ihre Produktpaletten um entsprechende Wohn-Riester Produkte zu ergänzen. Experten gehen davon aus, dass die ersten Produkte ab dem 1. November auf den Markt kommen werden – zuvor müssen sie noch von der Bafin zertifiziert werden.

Experten weisen bereits jetzt darauf hin, dass die privaten Verbraucher vorsichtig sein und genau überprüfen sollen, welches Wohn-Riester Produkt von ihnen abgeschlossen wird. Denn gerade hierbei handelt es sich um äußerst komplexe Finanzlösungen, die nicht immer leicht zu verstehen sind. Aus diesem Grund wird es enorm wichtig sein, sich von erfahrenen Finanzexperten beraten zu lassen und soweit es möglich ist, mehrere Angebote von verschiedenen Unternehmen einzuholen.

Posted by Jochen on 09/23 at 03:36 AM
Immobilien • Kommentar(e): (0) • Trackbacks (0) • Permalink

Die Gewinner der Bankenkrise

Die Bankenkrise kostet nicht nur Arbeitsplätze, sondern auch Milliarden von Euros und Dollar. Aber das Geld hat sich nicht in Luft aufgelöst, sondern ist nur in andere Taschen gewandert. Gewinner der Bankenkrise sind also Hausbesitzer, Banker, die die Kredite zu Paketen geschnürt und verkauft haben, Hedge-Fonds, Hauskäufer und Bauarbeiter.

Hier geht es jetzt mal nicht um die Bankenpleiten und Bankjobverluste: Es geht um derzeit 512 Milliarden Dollar, die die Banken durch die aktuelle Bankenkrise verloren haben sollen. Wobei das Ende der Fahnenstange wahrscheinlich noch lange nicht erreicht ist, wie es die aktuellen Entwicklungen an der Börse vermuten lassen. Aber wie gesagt: Es gibt auch Gewinner. Zum Beispiel sind da diejenigen Hedge-Fonds-Manger, die auf das Platzen der Immobilienkredit-Blase gesetzt haben, indem sie Wertpapiere gekauft haben, die dann hohe Gewinne bringen, wenn die Hypotheken-Kredite nicht zurückgezahlt werden können. Als dieser Fall eintrat, mussten zusätzlichen Milliarden an die Besitzer dieser speziellen Wertpapiere gezahlt werden.

Aber auch die ursprünglichen Hausbesitzer sind die Gewinner. Denn sie konnten ihre gebrauchten Immobilien loswerden - und das angesichts steigender Preise auch immer teurer. Die Hauskäufer nutzten die Sicherheit des Hauses, um ihre Konsumausgaben zu finanzieren. Ihr Geld floss also in die Taschen von Fernsehhersteller, Autoverkäufer und Computerproduzenten. Das hörte natürlich schlagartig auf, als die Hauskäufer ihre Kredite nicht mehr bedienen konnten. Auch in Zukunft kann man profitieren, z.B. durch gesunkene Hauspreise. Wer jetzt Geld hat und ein Haus kaufen oder bauen (Bauarbeiter) möchte, der kommt günstiger dabei weg, als vor der Krise.

Posted by Thorsten on 09/23 at 03:25 AM
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Der deutsche Bankkunde zieht Konsequenzen

Das Dilemma um die deutschen Banken ist nichts Neues. Die Folgen der amerikanischen Finanzkrise machen ihre Situation lediglich öffentlicher: alle Banker – von der Vorstandsetage bis zum Angestellten am Schalter – brauchen mehr Fingerspitzengefühl, Geduld und bessere Nerven.

Schon in den letzten Jahren war der Bestandskunde überwiegend unzufrieden mit Beratung und Kundendienst seines Kreditinstituts. Untersuchungen, die hierzu bereits vor dem Zusammenbruch der Finanzmärkte von Stefan Schön, einem Bankexperten der Steria Mummert Consulting, erhoben wurden, sprechen eine klare Sprache: die Bereitschaft der Kunden, auch kurzfristig zu einem anderen Institut zu wechseln, liegt bei 60 Prozent. Sicherlich nehmen diese Zahlen noch zu angesichts der weltweiten Erschütterungen in der Finanzbranche. Denn nun beäugt der Bankkunde wohl noch kritischer das Tun und Lassen seiner Bank, und Vertrauen als Grundlage aller Geldgeschäfte steht auf dem Prüfstand.

Aktuelle Fakten beweisen, wie wenig sich der Kunde heute noch als König fühlt. Das Münster Research Institute stellt gemeinsam mit der Zeppelin Universität Friedrichshafen in ihrem „MRI Vertrauensbarometer Deutschland“ fest, dass 70 Prozent der Befragten den Banken und Anlageinstituten jetzt nur noch sehr wenig Vertrauen entgegenbringen. Ausserdem haben 63 Prozent aller Bankkunden den Eindruck, den Angestellten fehle die nötige Fachkunde, um sie gut zu beraten. Das klingt ebenso erschreckend wie das Ergebnis, dass viele nicht von der Ehrlichkeit der Banker überzeugt sind. Dabei bilden gegenseitiges Vertrauen, Offenheit und Ehrlichkeit doch das unerlässliche Fundament jeglicher Geldgeschäfte.

Mehr denn je braucht deshalb heute die Finanzbranche wirksame und rasch einsetzbare Mittel, um den Vertrauensverlust einzudämmen. Ob ihr das mit sogenannten „Frühwarnsystemen“ gelingt, die abwanderungsbereite Kunden rechtzeitig erkennen, bleibt jedoch fraglich. Immerhin legt der Bürger sein Maßband nicht nur an die breite Palette vielversprechender Finanzprodukte, sondern um die Taille des gesamten deutschen Banksystems. Ohne mehr Transparenz im Bankbereich und harte Überzeugungsarbeit bleibt König Kunde weiterhin ein Wanderer in der Finanzwelt.

Posted by Paul on 09/23 at 03:13 AM
Finanzen • Kommentar(e): (0) • Trackbacks (0) • Permalink
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