Dienstag, September 30, 2008
Finanzkrise - Berliner Immobilienpreise im Sturzflug
Entgegen anderslautender Einschätzungen und Meinungen scheint sich die weltweite Finanzkrise nun doch auch auf den deutschen Immobilienmarkt auszuwirken: Experten rechnen zum Beispiel in Berlin mit einem Wertverfall von bis zu 50 Prozent.
Noch vor Kurzem wurde berichtet, dass Ballungszentren wie Berlin sich auch in Zukunft durch eine hohe Nachfrage nach Immobilien - und damit steigende Preise - auszeichnen würden. Jetzt melden Experten und Zeitungen, dass die Preis für Wohnimmobilien schon seit einigen Monaten sinken - der Wertverlust soll schon jetzt 30 bis 50 Prozent betragen. Grund hierfür sind Investoren, die ihre Immobilien über die gerade verschwindenen Investmentbanken finanziert haben. Alleine Lehmann Brothers soll eine Milliarde Euro in Berlin als Immobilien-Kredite rausgegeben haben. Auch Goldman Sachs und Morgan Stanley sollen mit Milliarden-Engagements in Berlin vertreten sein.
Darüberhinaus sollen alle Projekte betroffen sein, die mit amerikanischem Kapital finanziert werden. Davon gibt es einige, denn zu Boomzeiten sind Aufkäufer per Hubschrauber über die Stadt geflogen und haben alles gekauft, was zu kaufen waren. Je mehr, desto besser. Geld war kein Problem, da man sich billige Kredite in USA besorgen konnte. Doch leider ist diese Spekulationsblase hierzulande genauso geplatzt, wie die Spekulation mit verbrieften Schrott-Krediten in USA.
Besonders stark betroffen sind Immobilien im Südwesten Berlins. Eigentumswohnungen in Grunewald und im Westend, die es vor einiger Zeit nur für 2100 Euro pro Quadratmeter gegeben hätte, sind jetzt für einen Quadratmeterpreis von 1400 Euro zu haben. Das sind wirklich gute Zeiten für alle, die jetzt eine Immobilie kaufen wollen. Nicht davon betroffen zu sein, scheinen die Mode-Wohn-Bezirke Mitte und Prenzlauer Berg.
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Thorsten on 09/30 at 09:23 AM
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Onlinevergleiche immer beliebter/Kosten für Sachversicherungen halbieren
Der Vergleich der Konditionen verschiedener Versicherer im Internet auf einschlägigen Portalen erfreut sich unter deutschen Verbrauchern einer wachsenden Beliebtheit und wird mehr und mehr zum Standard bei der Suche nach günstigem Versicherungsschutz. Der (meist sehr geringe) Aufwand lohnt sich: Insbesondere die Kosten für Sachversicherungen lassen sich oft halbieren, wenn ein günstiger Anbieter gefunden wird.
Grund für die gestiegene Affinität zum Onlinevergleich ist insbesondere der Wunsch nach geringeren Beiträgen, der der schleppenden Einkommensentwicklung in den zurückliegenden Jahren Rechnung trägt. Hausrat, Haftpflicht und Co sind dabei insbesondere bei Direktversicherungen, die kein kostenintensives Filialnetz unterhalten und die auf diesem Wege realisierten Einsparungen an ihre Kunden in Gestalt niedriger Prämien weitergeben, günstig zu bekommen. Wer gleich alle seine Sachversicherungen zu einer Assekuranz überträgt, kann sich darüber hinaus sogar über zusätzliche Rabatte freuen.
Die Ergebnisse eines Onlinevergleichs sollten allerdings nicht vorbehaltlos als Entscheidungsgrundlage für den Abschluss einer Police dienen. Nicht alle Versicherungen nutzen das Internet als Vertriebskanal und ermöglichen damit auch keinem Portalbetreiber, an Empfehlungen Geld zu verdienen. Wer sich ausschließlich auf die Internetrecherche verlässt, läuft somit Gefahr, günstige Offerten zu verpassen.
Unabhängig vom Vertriebsweg lässt sich bei Sachversicherungen allerdings immer ein signifikanter Teil der fälligen Prämien umgehen, indem die Beiträge vorab für einen längeren Zeitraum, bspw. für fünf Jahre, gezahlt werden. Die Assekuranzen gewähren dann meist großzügige Rabatte, mit denen sie die gesunkenen Kosten für Verwaltung und das eliminierte Zahlungsausfallrisiko an ihre Kunden weitergeben. Im Zweifelsfall kann sich auch Feilschen lohnen – mancher Berater ist unter Umständen bereit, Teile seiner Abschlussprovision an den Kunden weiterzugeben.
Hecken: Versicherungsbeitrag unter 15,8 Prozent
Der Präsident des Bundesversicherungsamtes, Josef Hecken, rechnet nicht damit, dass der Beitragssatz der gesetzlichen Krankenversicherung im kommenden Jahr auf mehr als 15,8 Prozent des Bruttoeinkommens steigt. Das BVA verwaltet ab dem nächsten Jahr auch den neuen Gesundheitsfonds und tritt in den kommenden Tagen mit einem Schätzkreis zusammen, der die ab dem Jahr 2009 zu erhebenden Beiträge der Versicherten ermitteln soll. Die Einführung des Gesundheitsfonds stößt bei Experten und Versicherten geleichermaßen auf Kritik, da die Assekuranzen deutliche Beitragserhöhungen in Aussicht stellten.
Der voraussichtliche Beitragssatz wird sich im nächsten Jahr zwischen 15,5 und 15,8 Prozent bewegen, so dass ein Versicherter, der ein Gehalt in Höhe der Beitragsbemessungsgrenze oder darüber bezieht, rund 280 Euro monatlich (Arbeitnehmeranteil) für den Versicherungsschutz ausgeben muss. Darüber hinaus müssen von Mitgliedern der gesetzlichen Krankenversicherungen über die Prämien hinausgehende Belastungen in Kauf genommen werden: Die viel diskutierte Praxisgebühr und Zuzahlungen zu ärztlich verordneten Arzneien rufen seit geraumer Zeit Unmut unter den Versicherten hervor.
Je teurer der gesetzliche Versicherungsschutz wird, desto attraktiver wird das nächste Substitut: Die private Krankenversicherung, die allen Arbeitnehmern offen steht, die ein Einkommen oberhalb der Grenze zur Versicherungspflicht beziehen, lockt immer mehr Versicherte zum Wechsel. Die möglichen Einsparungen sind dabei ebenso maßgeblich wie der großzügigere Leistungskatalog der PKV. Ein 30jähriger Angestellter ohne medizinische Vorgeschichte kann sich für rund 125 Euro im Monat versichern (Arbeitnehmeranteil) und die Vorzüge des privaten Versicherungsschutzes genießen.
Inwieweit der Beitragsanstieg der gesetzlichen Kassen zu einem stärkeren Interesse nach PKV-Verträgen führt, ist noch offen. Nicht wenige erwarten aber zum Jahreswechsel stärkere Aktivität.
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Gerald on 09/30 at 08:20 AM
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KfW: Günstige Zinsen in allen Programmen
Die bundeseigene Kreditanstalt für Wiederaufbau schreibt in diesen Tagen wenig rühmliche Schlagzeilen: „Deutschlands dümmste Bank“ titelte das bedeutendste deutsche Boulevardblatt und bezog sich damit auf eine Überweisung der Förderbank an das insolvente amerikanische Investmenthaus Lehman Brothers – rund 500 Millionen Euro sind durch den Lapsus für den Steuerzahler nun verloren.
Die Vorgänge bei der KfW - so unprofessionell sie auch anmuten mögen – sollten angehende Eigenheimbesitzer nicht davon abhalten, ihre eigenen vier Wände mithilfe der Staatsbank zu finanzieren. Das Kreditinstitut bietet in verschiedenen Programmen günstige Darlehen an, die Bauherren und Käufern gleichermaßen deutliche Vorteile verschaffen können. Besonders häufig wird das Wohneigentumsprogramm der KfW genutzt. Dieses bietet Darlehen, mit denen bis zu dreißig Prozent der Investitionskosten finanziert werden können (maximal allerdings 100.000 Euro).
Das besondere an dem Kredit: Die KfW ermöglicht ohne Zinsaufschlag eine nachrangige Eintragung ins Grundbuch – und verleiht dem Engagement aus Sicht anderer an der Finanzierung beteiligter Banken den Status von Eigenkapital, so dass auf Zinsaufschläge verzichtet werden kann, wenn nur zehn Prozent Eigenkapital vom Bauherren selbst aufgebracht werden. Die Konditionen sind dabei außerordentlich günstig: Effektivzinssätze von rund 5,4 Prozent halten die Belastung der Teilnehmer am Wohneigentumsprogramm in einem überschaubaren Rahmen.
Ausgereicht werden Darlehen der KfW über Vertriebspartner, zu denen insbesondere Sparkassen und Genossenschaftsbanken zählen. Über die Anlaufstellen erfolgen auch die Beantragung sowie die Einreichung der erforderlichen Unterlagen. Die Kredite der Förderbank können über einen Zeitraum von bis zu 35 Jahren zurückgeführt werden und maximal fünf tilgungsfreie Anlaufjahre beinhalten.
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Stefan on 09/30 at 08:17 AM
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Erstklassige Ferienimmobilien trotzen der aktuellen Preisentwicklung
Neben den USA existieren noch zahlreiche weitere Länder, in denen die Immobilienpreise innerhalb der vergangenen Monate stark gefallen sind – unter anderem auch in Europa. Insbesondere Großbritannien, Irland und Spanien haben die Finanzkrise zu spüren bekommen: In etlichen Regionen sind die Immobilienpreise um gut 25 Prozent zurückgegangen.
Es ist erst einige Wochen her, als hier im Blog über die derzeitigen Chancen für Käufer von Ferienimmobilien berichtet wurde. Wer zum Beispiel schon immer von einer Ferienimmobilie in den USA geträumt hat, dem bietet sich derzeit die Gelegenheit, günstig zuschlagen zu können und die Immobilie wesentlich günstiger zu erwerben, als es beispielsweise noch von eineinhalb Jahren möglich gewesen wäre. Ebenso verhält es sich auch in Spanien, einem Markt, der insbesondere für deutsche Käufer von Ferienimmobilien sehr attraktiv ist – denn kein anderes Land zieht die deutschen Urlauber so sehr an, wie das sonnige Spanien.
Wie das Finanzmagazin „Capital“ berichtet, ist das Geschäft mit den Ferienimmobilien jedoch nicht bei weitem so stark unter Druck geraten, wie bisher angenommen wurde. Eine eigens durchgeführte Studie ergab, dass die Preise für bestimmte Ferienimmobilien innerhalb der vergangenen Jahre gestiegen sind – auch seit dem Eintritt der Hypothekenkrise. Hierbei handelt es sich in erster Linie um Ferienimmobilien der gehobenen Klasse. Sowohl in Spanien wie auch in anderen Ländern haben sich in ausgewählten Regionen äußerst starke Immobilienmärkte entwickelt, die der aktuellen Preisentwicklung trotzen können.
Dies gilt übrigens auch für einige Regionen Deutschlands. Wer zum Beispiel vor einigen Jahren eine Ferienimmobilie auf Sylt erworben hat, dürfte sich über einen deutlichen Wertzuwachs freuen. Ebenso verhält es sich auch in einigen Ländern auf dem Balkan bzw. in Nähe des Mittelmeers: An der Küste Kroatiens legen die Immobilienpreise jährlich im zweistelligen Prozentbereich zu.
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Jochen on 09/30 at 05:26 AM
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Finanzkrise
Wie sicher sind Versicherungen?
Einfluss auch auf Lebensversicherer - Erträge sinken - Pleiten sind unwahrscheinlich.
Wer immer sich dazu zählt oder dazu gezählt wird: die Finanzwelt steht Kopf. Amerikanische Banken gelten als ruiniert, ein Versicherungsriese muss staatlich therapiert werden, die Notenbanken bieten dem Geldmarkt günstige Milliarden an, um das Finanzsystem zu stabilisieren. Deutsche Bürger wurden kurz mal nervös, sorgen sie sich doch auch um ihre Altersvorsorge. Doch wie sicher sind unsere Lebensversicherungen, Riester- und Betriebsrenten?
Deutsche Versicherer haben über ihre Kunden Geld im Wert von rund 700 Milliarden gesammelt, die von der Branche weltweit und möglichst mit Rendite investiert wurden.
In der Mehrzahl der Fälle Geldanlagen, für die strenge Vorschriften gelten, weshalb die hohen Summen meist in sicheren Anlagen wie festverzinslichen Wertpapieren und Pfandbriefen stecken.
Dagegen dürfen nur maximal 35 Prozent der Anlagesumme in Risikokapital investiert werden - also beispielsweise in Aktien, Unternehmensbeteiligungen oder Hedgefonds.
Dass nun auch umstrittenen Schrott-Hypotheken gekauft wurden, ist wahrscheinlich, wenn auch nur wenige. Denn zum erlaubten Risikokapital gehören auch Wertpapiere, die mit Kreditforderungen bpw. als Hypotheken unterlegt sind.
Deshalb haben also auch deutsche Versicherer solche Subprime-Titel in ihren Portfolios, allerdings nur zu einem sehr geringen Teil.
Und deshalb gibt auch die staatliche Aufsicht, die BaFin, Entwarnung. Von ihr wurden die Wirkungen der Subprime-Krise und der Ruin der Investmentbank Lehman Brothers auf die deutschen Versicherer untersucht.
Fazit: Nach den bisherigen Erkenntnissen der BaFin sind die Wirkungen auf die deutschen Versicherer begrenzt.
Ob es trotz allem Einfluss des Börsengeschehens auf die Lebensversicherung gibt, hängt vom weiteren verlauf des DAX ab.
Sind doch die Börsen-Kurse der Aktien-Bestände bei den Versicherungsgesellschaften zunächst gefallen. Da aber die Aktienquote in der Branche nur noch bei rund zehn Prozent liegt und damit halb so hoch wie beim Börsencrash 2002 ist ein Crash wie 2002 bei der Mannheimer Versicherung auszuschließen.
Geschätzt wird trotz allem, dass die Branche wegen der Finanzkrise maximal 400 Millionen Euro abschreiben muss.
Gemessen an Kapitalanlagen von über 120 Milliarden Euro ist das jedoch deutlich weniger als ein Prozent.
Wenn die Finanzkrise allerdings auch die Rendite der Anleihen schmälert, trifft dies insgesamt härter als Abschreibungen auf Subprime-Titel oder sinkende Börsenkurse.
Wer sich also in sichere, fest verzinsliche Anlagen flüchtet, der verursacht, das die Kurse der Wertpapiere steigen; der Preis für die Papiere steigt; die Verzinsung nimmt ab, die Renditen sinken.
Das hat schließlich Folgen für die Überschussbeteiligung der Versicherungskunden.
Entschieden wird bei den Versicherern aber traditionell erst am Jahresende, was die Gesellschaften ihren Kunden für das kommende Jahr gutschreiben werden. Bei düsteren Prognosen müssen die Versicherten für die Zukunft mit sinkenden Erträgen rechnen.
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wob. on 09/30 at 04:30 AM
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