Mittwoch, September 24, 2008
Immobilie geerbt: Makler hilfreich
Das vererbte Immobilienvermögen in der Bundesrepublik nimmt stetig an Volumen zu: Die Nachkriegsgeneration kommt in die Jahre und hinterlässt gewaltige Bestände. Wer eine Immobilie erbt und diese nicht weiterführen möchte, verkauft sie in der Regel. Dabei werden nach Einschätzung von Maklerverbänden oft viele Fehler begangen: Die emotionale Verbundenheit zu einem Objekt führt nicht selten zu unrealistischen Preisvorstellungen. Darüber hinaus sind viele Verkäufer nicht bereit, Geld für den Vertrieb des Objektes zu investieren und beschränken ihre Bemühungen auf wenige kleine Anzeigen in regionalen Zeitungen.
Makler warnen: Ein stiefmütterlich angepriesenes Objekt wird oft erst nach einen längeren Zeitraum veräußert. Die finanziellen Folgen für den Besitzer sind dabei gravierend und übersteigen die einer größer angelegte Bewerbung deutlich: Allein die Opportunitätskosten, die sich als die Zinsen verstehen, die auf einem Sparkonto zu erzielen sind, wenn das Objekt veräußert und der Kaufpreis erhalten wird, können sehr schnell in den fünfstelligen Euro-Bereich hineinlaufen. Die Betriebskosten des brachliegenden Hauses müssen während der Verkaufsphase zusätzlich getragen werden.
Experten empfehlen, sich bei der Unterbringung einer geerbten Immobilie im Markt der Dienste eines Maklers zu bedienen. Dieser verfügt über Sachkenntnis und Markterfahrung, er kann die beste Vertriebslösung zuverlässig ermitteln und eine große Anzahl von Interessenten finden. Je größer die Zahl der potenziellen Käufer ist, desto größer ist auch die Chance auf einen attraktiven Erlös. Die Kosten für den Makler zahlt in der Regel der Käufer, so dass sich für Eigentümer kein Grund ergibt, auf die Dienste eines Profis zu verzichten.
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Stefan on 09/24 at 12:08 PM
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Rufe nach Riester-Rente für Selbständige werden lauter
Gesetzliche Rente und private Altersvorsorge – die Themen sind vor allem durch Zahlen geprägt. Zahlen, die schwer verdaubar sind, unter dem Strich aber ganz klar belegen: Ohne eigenes Engagement bleibt im Alter nur Schmalhansküche. Da sich viele davon unbeeindruckt zeigen und damit rechnen, eine ausreichend hohe Rente zu erhalten, schwebt schon seit einiger Zeit der Gedanke im Raum, zur stärkeren privaten Vorsorge zu verpflichten. Man sollte meinen, die Finanzbranche würde jubeln. Doch sie setzt eher auf die freiwillige Basis und betont, dass es keine Alternative zur eigenen Altersvorsorge gebe, ob nun über eine Riester-Rente oder andere Produkte.
Denn das Rentensystem, wie es heute besteht, sieht dramatischen Änderungen entgegen. Professor Herwig Birg, der sich an der Universität Bielefeld mit der Analyse der Bevölkerungsentwicklung befasst, nennt die Gründe: Von jetzt 82 Millionen wird die Zahl der Bundesbürger bis Mitte des 21. Jahrhundert auf rund 68 Millionen sinken. Bei den 20- bis 60-jährigen geht man von einem Rückgang um 16 Millionen aus, während der Anteil der über 60-jährigen um zehn Millionen steigt. Statt sich diesem Problem zu stellen, machten viele lieber die Augen zu, weiß Herwig Birg. Verfahren werde nach dem Motto, was ich nicht sehe, bedarf keiner Lösung.
Diese Daten zeigen lediglich eine Tendenz, die jeder für sich selbst bewerten muss. Anders die Ergebnisse der Allianz-Volkswirte. Sie haben Berechnungen für zwölf Rentnertypen angestellt. Üblich war seitens der Deutschen Rentenversicherung bisher, sich auf einen Musterrentner zu beschränken. Da heute aber kaum jemand mehr 45 Jahre lang den durchschnittlichen Rentenversicherungsbeitrag einzahlt, sind diese Werte beinahe schon belanglos. Laut Allianz bleiben Facharbeitern, die 45 Jahren lang in die Rentenkasse zahlen, nur 43 Prozent des letzten Bruttoeinkommens. Bei Akademikern, die im Schnitt auf 35 Beitragsjahre kommen, sind es nur 35 Prozent. Wer längere Zeit arbeitslos ist, muss mit 40 Prozent rechnen. 70 Prozent sind nötig, um den Lebensstandard halten zu können.
Dazu muss mehr als 20 Jahre mit einen Riester-Vertrag gespart werden. Rentennahen Jahrgängen bis 1950 bleibt daher eine kleine Lücke. Als Lösung wird seitens einiger Politiker propagiert, auch Selbständige zur Zahlung in die Rentenkasse zu verpflichten. Dass sich spätestens, wenn die Rente gezahlt werden muss, Probleme ergeben, wird dabei übersehen. Die 2003 gegründete Initiative Finanzstandort Deutschland (IFD), der neben den Versicherungen und Banken auch die Deutsche Börse, das Bundesfinanzministerium sowie die Bundesbank angehören, hat einen ganz anderen Vorschlag: „Zu unserer Kernforderung gehört, dass in die Riesterförderung vor allem auch Selbstständige mit einbezogen werden.“ Damit stoßen sie ins gleiche Horn wie Walter Riester.
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Andre on 09/24 at 03:56 AM
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Immobilienpreise in Deutschland
Die globale Finanzkrise nahm vor mehr als einem Jahr ihren Lauf, als sich zunehmend mehr amerikanische Hausbesitzer aufgrund des anhaltenden Zinsanstiegs nicht mehr in der Lage befanden, die Raten ihrer Immobiliendarlehen aufzubringen. Kurz darauf haben die amerikanischen Immobilien sehr stark an Wert verloren, wodurch plötzlich auch viele Banken und Versicherer von der Krise betroffen waren. Diese erreichte in der vergangenen Woche ihren Höhepunkt, als in den USA mehrere Investmentbanken in große finanzielle Schwierigkeiten geraten sind.
Seither sind auch etliche Immobilieneigentümer in Deutschland verunsichert und möchten wissen, wie es um den Wert ihrer Immobilien steht – immerhin ist es längst nicht nur in den USA, sondern auch in Europa zu starken Preisrückgängen auf den Immobilienmärkten gekommen. Besonders schlimm betroffen sind Großbritannien und Spanien: In beiden Ländern sind die Preise seit der globalen Finanzkrise spürbar eingebrochen und haben rund 25 Prozent an Wert verloren.
Für den deutschen Immobilienmarkt kann jedoch Entwarnung gegeben werden: Die Experten sind sich ziemlich sicher, dass kein starker Preisrutsch eintreten wird. Diese Einschätzungen sind unter anderem darauf zurückzuführen, dass Immobilien in Deutschland ganz anders finanziert werden: Sowohl Darlehensnehmer wie auch Darlehensgeber schließen Verträge, die wesentlich mehr Kalkulationssicherheit bieten.
Allerdings könnten die Preise deutscher Immobilien in Zukunft dennoch unter Druck geraten. Wie die „Welt online“ schreibt, ist davon auszugehen, dass der Konjunkturrückgang dazu führt, dass sich noch weniger Menschen für einen Immobilienerwerb entscheiden und somit die Nachfrage noch weiter zurückgeht. Insbesondere in Regionen mit angespannter wirtschaftlicher Lage, lastet bereits jetzt ein hoher Druck auf den Immobilienpreisen.
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Jochen on 09/24 at 03:07 AM
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Dienstag, September 23, 2008
Dread Disease: Die Alternative zur BU
Der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung, die dem Versicherungsnehmer dann eine Rente zahlt, wenn dieser aufgrund einer Erkrankung nicht mehr erwerbstätig sein bzw. seinen angestammten Beruf ausüben kann, gilt unter Fachleuten als dringende Notwendigkeit und wird allen Bürgern nahegelegt. Änderungen durch den Gesetzgeber haben den Besitz einer solchen Vorsorgepolice in der Tat notwendig gemacht: Wer heute berufsunfähig wird, sieht sich mit der Erwerbsminderungsrente einer außerordentlich knappen Versorgung ausgesetzt.
So wichtig BU-Policen für einen ausreichenden Vorsorgeschutz sind, so sehr beunruhigt es, dass viele Bürger nicht in den Genuss der Versicherungen kommen, weil sie aufgrund einer mehr oder minder einschlägigen medizinischen Vorgeschichte von den Assekuranzen als zu hohes Kostenrisiko eingestuft und die Anträge deshalb abgelehnt werden. Um nicht vollkommen ohne Schutz dazustehen, können Betroffene eine Dread-Disease-Versicherung abschließen. Diese zahlt bei Diagnose bestimmter, in der Regel schwerer Krankheiten eine festgelegte Summe.
Im Versicherungsschutz enthalten sind grundsätzlich alle Krankheiten, die zwischen Versicherung und Kunde vereinbart werden. Krebs, HIV und andere gravierende Erkrankungen können so je nach Bedarf abgesichert werden. Die Kosten der Policen sind abhängig vom Alter und dem Gesundheitszustand des Versicherten sowie dem Leistungsumfang. Wird letzterer sehr breit ausgelegt, stellt eine Dread-Disease-Police eine der BU nahestehende Lösung dar.
Geeignet ist der Versicherungsschutz für alle, die aufgrund der persönlichen medizinischen Vorgeschichte nicht in den Genuss einer herkömmlichen Berufsunfähigkeitsversicherung kommen können, auf die Absicherung gegen schwere Krankheiten aber keinesfalls verzichten möchten. Insbesondere, wenn durch das Einkommen des Versicherten auch andere Personen versorgt werden müssen, bietet sich der Abschluss an.
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Stefan on 09/23 at 09:12 AM
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KKH und BKK Allianz vor Fusion
Die Kaufmännische Krankenkasse und die Betriebskasse des Münchner Versicherungskonzerns Allianz stehen offenbar unmittelbar vor einem Zusammenschluss, wie aus Meldungen der Unternehmen hervorgeht. Die neue Krankenkasse soll den Angaben zufolge KKH I Allianz heißen und dem intensivierten Wettbewerb zwischen den gesetzlichen Kassen Rechnung tragen. Mitglieder sollen in den Genuss eines umfassenden Leistungsangebotes und guten Services kommen.
Zentraler Bestandteil der neuen Partnerschaft ist die Kooperation mit der Allianz Private Krankenversicherung AG. Versicherte sollen in Zukunft Zugang zu günstigen und leistungsstarken Zusatzversicherungen bekommen und so den Basisschutz für alle Versicherten erweitern können. Zusatzversicherungen liegen nach Angaben des Bundesverbands deutscher Privatversicherungen im Trend: Aktuell werden in Deutschland rund 20 Millionen solcher Policen unterhalten, die das Leistungsspektrum der gesetzlichen Krankenversicherung um Bestandteile erweitern, die ansonsten nur Mitgliedern der privaten Assekuranzen zur Verfügung stehen.
Die angestrebte Fusion soll die Position des neuen Unternehmens im Markt stärken und dabei Vorteile für Versicherte generieren. Die gesetzlichen Versicherer sehen sich aufgrund verschiedener Änderungen im Zuge der Gesundheitsreform einem stärkeren Wettbewerbsdruck ausgesetzt und versuchen seit geraumer Zeit, sich neu zu positionieren.
Die Auswirkungen des zum kommenden Jahreswechsel kommenden Gesundheitsfonds wird die KKH I Allianz allerdings nicht verhindern können: Die Branche geht davon aus, dass zum 01.01.09 die durchschnittlichen Beitragssätze auf 15,5 Prozent des Bruttoeinkommens angehoben werden. Grund ist eine vom Gesetzgeber auferlegte neue Lastenverteilung im Gesundheitssystem, das nach Einschätzung von Fachleuten für die Kostensteigerung verantwortlich ist. Eine neuerliche Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze ist dagegen derzeit ganz offensichtlich kein Thema.
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Gerald on 09/23 at 09:11 AM
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Flache Zinskurve: Vollfinanzierung lohnenswert?
Die Situation am Kapitalmarkt ist derzeit von einer sehr flachen Zinsstruktur geprägt: Langfristige Darlehen sind nur unwesentlich teurer als solche mit einer kurzen Laufzeit. Das immer noch günstige Zinsniveau lockt deshalb viele Bauherren und Eigentümer zu langfristigen Zinsbindungen. Oft wird übersehen, dass die Situation am Darlehensmarkt auch für Vollfinanzierungen günstig ist: Die Darlehen sind aufgrund des entfallenden Eigenkapitalanteils beim Erwerb einer Immobilie oft mit sehr langen Laufzeiten verbunden, da der Großteil des Kapitaldienstes in den ersten Jahren nach der Auszahlung auf die Zinslasten entfällt und Tilgung nur in einem sehr geringfügigen Rahmen stattfindet.
Durch die nur sehr geringen Aufschläge für längere Engagements werden Vollfinanzierungen wieder interessant: Der Weg in die eigenen vier Wände ausschließlich über Kredite ist dabei in Deutschland zwar nur wenig verbreitet und darüber hinaus umstritten, kann sich aber nach Einschätzung von Finanzberatern durchaus lohnen. Insbesondere wer in Regionen der Republik ein Objekt zu erwerben gedenkt, die von steigenden Preise gekennzeichnet sind - hier sind insbesondere die Metropolen in Süddeutschland betroffen -kann von einem zügigen Erwerb profitieren. Vollfinanzierungen ermöglichen darüber hinaus, das gegenwärtige Zinsniveau zu sichern, ohne die Gebühren für Forward-Darlehen tragen zu müssen.
Vollfinanzierungen sind in Deutschland noch immer möglich, auch wenn zu Beginn des Jahres einige Anbieter aufgrund der US-amerikanischen Finanz- und Hypothekenkrise ihre Offerten vom Markt genommen haben. Sofern die Bonität des Darlehensnehmers gut und das Einkommen ausreichend hoch und sicherer Art ist, sind Banken allerdings durchaus bereit, 100 Prozent der Investitionskosten und dazu auch die Erwerbsnebenkosten und sogar Teile der Inneneinrichtung zu finanzieren.
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Stefan on 09/23 at 09:10 AM
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Walter Riester möchte sein Rentenmodell auch für Selbständige öffnen
Die Riester-Rente gilt als das Erfolgsmodell der privaten Altersvorsorge. Über zehn Millionen Menschen haben sich bereits für einen entsprechenden Vertrag entschieden. Kurzum: Riestern ist in und wird von Verbraucherschützern für alle Arbeitnehmer als wichtige Säule der Vorsorge empfohlen. Meldungen, wie erst jetzt über zu teure Policen, bringen das positive Bild jedoch immer wieder ins Wanken. Die Tageszeitung „Welt“ sprach mit Walter Riester, dem Erfinder der gleichnamigen Rente, über das Produkt an sich, Verbesserungsmöglichkeiten und die Kritik, die an den Assekuranzen geübt wird, weil sie die Hände etwas zu weit aufhalten.
Daran, dass zu hohe Abschluss- und Verwaltungskosten verlangt werden, könne der Staat nichts ändern. Es bestehe auch kein Handlungsbedarf, zumal die gesetzlichen Regelungen für genug Transparenz und Verbraucherschutz sorgten, betonte Walter Riester. Aber er ärgert sich, „weil diese Meldungen die Menschen verunsichern“. Gut sei, dass die Provisionen seit Juli ausgewiesen werden müssten und seitens der Verbraucherschützer aufgezeigt werde, welche Produkte letztlich günstig seien. Ganz ohne Kosten werde kein Unternehmen arbeiten können, schließlich müsse geworben und der Kunde informiert werden.
Als „Kernkonstruktionsfehler“ seines Modells bezeichnet Walter Riester, dass Selbständige und Freiberufler komplett ausgeschlossen würden. Sie seien im Gegensatz zu Beamten und allen, die in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, nicht förderberechtigt. Mit der staatlichen Förderung des Wohneigentums über die Riester-Rente könnte sich diese Regel als verfassungsrechtlich bedenklich herausstellen. Die Rürup-Rente sei kein Ersatz, weil sie sich wesentlich unflexibler als die Riester-Produkte präsentiere. Bei der Basisrente sei beispielsweise nicht vorgesehen, sich 30 Prozent des Kapitals zu Rentenbeginn auszahlen lassen zu können. Ansonsten zeigt sich Walter Riester mit dem, was an Möglichkeiten geboten wird, durchaus zufrieden: „Es gibt kein Land auf der Welt, in dem Altersvorsorge ähnlich gefördert wird wie in Deutschland.“
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Andre on 09/23 at 03:47 AM
Altersvorsorge •
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Wohn-Riester: Die ersten Finanzprodukte sollen noch in diesem Jahr kommen
Über kein anderes Thema wird in der Immobilien- und Bankenbranche schon so lange diskutiert, wie über den Wohn-Riester. Eigentlich hätte das staatliche Förderkonzept schon wesentlich früher verabschiedet werden sollen – allerdings herrschte in der Politik große Uneinigkeit über die Details des Förderkonzepts, so dass dieses erst verspätet verabschiedet werden konnte.
Ob die privaten Haushalte jedoch tatsächlich von der Förderung profitieren können, bleibt vorerst abzuwarten. Die frühere Form der Eigenheimförderung gestaltete sich wesentlich einfacher, weil Immobilienkäufer und Bauherren einen direkten finanziellen Zuschuss, die so genannte Eigenheimzulage beantragen konnten. Beim Wohn-Riester ist das anders: Hier muss erst einmal „geriestert“ werden, was im Endeffekt nichts anderes bedeutet, als finanzielle Rücklagen für das Leben nach dem Eintritt in den Ruhestand zu bilden.
Der Wohn-Riester sieht vor, dass die gebildeten Rücklagen zwischenzeitig entnommen werden dürfen, um diese beim Eigenheimerwerb einzusetzen. So soll es beispielsweise möglich sein, die gesparten Rücklagen direkt als Eigenkapital einzusetzen oder als Unterstützung bei der monatlichen Tilgung. Allerdings ist anzumerken, dass auf diese Weise erst dann verfahren werden kann, wenn mindestens 10.000 Euro an Rücklagen gebildet wurden.
Mittlerweile arbeiten Finanzdienstleister wie Banken, Bausparkassen und Versicherungsgesellschaften daran, ihre Produktpaletten um entsprechende Wohn-Riester Produkte zu ergänzen. Experten gehen davon aus, dass die ersten Produkte ab dem 1. November auf den Markt kommen werden – zuvor müssen sie noch von der Bafin zertifiziert werden.
Experten weisen bereits jetzt darauf hin, dass die privaten Verbraucher vorsichtig sein und genau überprüfen sollen, welches Wohn-Riester Produkt von ihnen abgeschlossen wird. Denn gerade hierbei handelt es sich um äußerst komplexe Finanzlösungen, die nicht immer leicht zu verstehen sind. Aus diesem Grund wird es enorm wichtig sein, sich von erfahrenen Finanzexperten beraten zu lassen und soweit es möglich ist, mehrere Angebote von verschiedenen Unternehmen einzuholen.
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Jochen on 09/23 at 03:36 AM
Immobilien •
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Die Gewinner der Bankenkrise
Die Bankenkrise kostet nicht nur Arbeitsplätze, sondern auch Milliarden von Euros und Dollar. Aber das Geld hat sich nicht in Luft aufgelöst, sondern ist nur in andere Taschen gewandert. Gewinner der Bankenkrise sind also Hausbesitzer, Banker, die die Kredite zu Paketen geschnürt und verkauft haben, Hedge-Fonds, Hauskäufer und Bauarbeiter.
Hier geht es jetzt mal nicht um die Bankenpleiten und Bankjobverluste: Es geht um derzeit 512 Milliarden Dollar, die die Banken durch die aktuelle Bankenkrise verloren haben sollen. Wobei das Ende der Fahnenstange wahrscheinlich noch lange nicht erreicht ist, wie es die aktuellen Entwicklungen an der Börse vermuten lassen. Aber wie gesagt: Es gibt auch Gewinner. Zum Beispiel sind da diejenigen Hedge-Fonds-Manger, die auf das Platzen der Immobilienkredit-Blase gesetzt haben, indem sie Wertpapiere gekauft haben, die dann hohe Gewinne bringen, wenn die Hypotheken-Kredite nicht zurückgezahlt werden können. Als dieser Fall eintrat, mussten zusätzlichen Milliarden an die Besitzer dieser speziellen Wertpapiere gezahlt werden.
Aber auch die ursprünglichen Hausbesitzer sind die Gewinner. Denn sie konnten ihre gebrauchten Immobilien loswerden - und das angesichts steigender Preise auch immer teurer. Die Hauskäufer nutzten die Sicherheit des Hauses, um ihre Konsumausgaben zu finanzieren. Ihr Geld floss also in die Taschen von Fernsehhersteller, Autoverkäufer und Computerproduzenten. Das hörte natürlich schlagartig auf, als die Hauskäufer ihre Kredite nicht mehr bedienen konnten. Auch in Zukunft kann man profitieren, z.B. durch gesunkene Hauspreise. Wer jetzt Geld hat und ein Haus kaufen oder bauen (Bauarbeiter) möchte, der kommt günstiger dabei weg, als vor der Krise.
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Thorsten on 09/23 at 03:25 AM
Kredite •
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Der deutsche Bankkunde zieht Konsequenzen
Das Dilemma um die deutschen Banken ist nichts Neues. Die Folgen der amerikanischen Finanzkrise machen ihre Situation lediglich öffentlicher: alle Banker – von der Vorstandsetage bis zum Angestellten am Schalter – brauchen mehr Fingerspitzengefühl, Geduld und bessere Nerven.
Schon in den letzten Jahren war der Bestandskunde überwiegend unzufrieden mit Beratung und Kundendienst seines Kreditinstituts. Untersuchungen, die hierzu bereits vor dem Zusammenbruch der Finanzmärkte von Stefan Schön, einem Bankexperten der Steria Mummert Consulting, erhoben wurden, sprechen eine klare Sprache: die Bereitschaft der Kunden, auch kurzfristig zu einem anderen Institut zu wechseln, liegt bei 60 Prozent. Sicherlich nehmen diese Zahlen noch zu angesichts der weltweiten Erschütterungen in der Finanzbranche. Denn nun beäugt der Bankkunde wohl noch kritischer das Tun und Lassen seiner Bank, und Vertrauen als Grundlage aller Geldgeschäfte steht auf dem Prüfstand.
Aktuelle Fakten beweisen, wie wenig sich der Kunde heute noch als König fühlt. Das Münster Research Institute stellt gemeinsam mit der Zeppelin Universität Friedrichshafen in ihrem „MRI Vertrauensbarometer Deutschland“ fest, dass 70 Prozent der Befragten den Banken und Anlageinstituten jetzt nur noch sehr wenig Vertrauen entgegenbringen. Ausserdem haben 63 Prozent aller Bankkunden den Eindruck, den Angestellten fehle die nötige Fachkunde, um sie gut zu beraten. Das klingt ebenso erschreckend wie das Ergebnis, dass viele nicht von der Ehrlichkeit der Banker überzeugt sind. Dabei bilden gegenseitiges Vertrauen, Offenheit und Ehrlichkeit doch das unerlässliche Fundament jeglicher Geldgeschäfte.
Mehr denn je braucht deshalb heute die Finanzbranche wirksame und rasch einsetzbare Mittel, um den Vertrauensverlust einzudämmen. Ob ihr das mit sogenannten „Frühwarnsystemen“ gelingt, die abwanderungsbereite Kunden rechtzeitig erkennen, bleibt jedoch fraglich. Immerhin legt der Bürger sein Maßband nicht nur an die breite Palette vielversprechender Finanzprodukte, sondern um die Taille des gesamten deutschen Banksystems. Ohne mehr Transparenz im Bankbereich und harte Überzeugungsarbeit bleibt König Kunde weiterhin ein Wanderer in der Finanzwelt.
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Paul on 09/23 at 03:13 AM
Finanzen •
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Montag, September 22, 2008
Immer mehr Zusatzversicherungen
Private Krankenzusatzversicherungen erfreuen sich wachsender Beliebtheit unter den Bundesbürgern. Der Bundesverband der privaten Krankenversicherer meldet, dass die Zahl der in der BRD insgesamt unterhaltenen Policen, die keine Vollversicherungen sind, die Marke von 20 Millionen Verträgen überschritten hat. Grund für das gewachsene Interesse ist nach Einschätzung von Brancheninsidern das gestiegene Bedürfnis vieler gesetzlich Versicherter nach einem umfangreicheren Schutz, der in der GKV aufgrund der Einschnitte, die der Gesetzgeber in den zurückliegenden Jahren vorgenommen hat, zumindest subjektiv nicht mehr gewährleistet ist.
In der Tat musste die gesetzliche Krankenversicherung in den vergangenen Jahren schmerzliche Einschnitte am Leistungskatalog an ihre Mitglieder weitergeben. Nicht nur Praxisgebühr und Arzneizuzahlungen schlagen den Versicherten dabei aufs Gemüt: Insbesondere der Wegfall vieler zahnmedizinischer Leistungen (Stichwort: Zahnersatz) zieht den Unmut der Bürger auf sich. So verwundert es nicht, dass der Bereich der Zahnzusatzversicherungen derjenige mit der größten Prosperität im Segment der Versicherungsadditive ist.
Weiterhin sind Brillenversicherungen, Sterbegeldversicherungen und Policen zur Übernahme der Kosten alternativer Therapieverfahren gefragt. Auch Krankenhaustagegeldversicherungen, mit deren Leistungen Patienten bei einem stationären Aufenthalt ein breiteres und komfortableres Leistungsspektrum in Anspruch nehmen können, werden häufig abgeschlossen. Versicherungsnehmer müssen die Prämien für den erweiterten Versicherungsschutz aus eigener Tasche bezahlen - eine paritätische Aufteilung der Kosten zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber ist nicht vorgesehen.
Mittlerweile existieren auch Policen am Markt, die den gesetzlichen Versicherungsschutz vollumfänglich ergänzen und so eine Art „Upgrade“ zur PKV darstellen. Experten bezweifeln allerdings, dass Versicherte von den Produkten in großem Umfang profitieren können, da sie meist mit erheblichen Kosten verbunden sind.
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Stefan on 09/22 at 08:50 AM
Krankenversicherung •
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PKV: Pro und Contra Selbstbehalt
Mitglieder der privaten Krankenversicherung erfreuen sich zahlreicher Gestaltungsmöglichkeiten ihres Versicherungsschutzes, die es im gesetzlichen Pendant nicht gibt: Die Erstattung bestimmter Therapieverfahren kann ebenso mit der Assekuranz vereinbart werden wie ein bestimmter Selbstbehalt. Gerade letztere Variante erfreut sich wachsender Popularität unter deutschen Versicherten: Wer sich bereiterklärt, Arztrechnungen und Medikamente bis zu einem bestimmten jährlichen Betrag aus eigener Tasche zu bezahlen und nicht an die Versicherung zur Übernahme weiterzuleiten, kann erhebliche Beitragsreduktionen erzielen und so die laufenden Kosten senken.
Experten aber warnen vor einer zu kritischen Haltung gegenüber dem Selbstbehalt und geben zu bedenken, dass Versicherte, die regelmäßig medizinische Leistungen in Anspruch nehmen, die Eigenbeteiligung zu den Versicherungsprämien hinzuaddieren müssen. In den meisten Fällen beläuft sich der Selbstbehalt auf Summen zwischen 500 und 1500 Euro im Jahr. Schon Behandlungen geringen Ausmaßes können Kosten in derlei Höhe verursachen, so dass zu den reduzierten Beiträgen mit einer hohen Wahrscheinlichkeit signifikante zusätzliche Belastungen hinzukommen.
Befürworter der Tarifvariante argumentieren hingegen, dass Versicherte, die nur selten ärztliche Leistungen in Anspruch nehmen, von der Beitragsreduktion deutlich profitieren. Die Krankenversicherung erhält durch den Selbstbehalt einen stärker auf die Absicherung von existenziellen Risiken ausgerichteten Charakter und versteht sich weniger als Rundum-Versorgung. Fachleute führen darüber hinaus an, dass der Großteil der Privatversicherten über ein ausreichendes Einkommen verfügt, das die Zahlung auch unerwarteter Rechnungen erlaubt.
Aus Sicht der Anbieter lohnen Tarife mit Selbstbehalt in jedem Fall: Die Gesamtkosten eines Tarifs sinken meist deutlich, wenn die Versicherten einen größeren Anteil der von ihnen in Anspruch genommenen Leistungen aus eigener Tasche bezahlen müssen. Die Kostenreduktion übersteigt dabei regelmäßig den Beitragsnachlass. Dieser Umstand ist für Versicherte vorteilhaft: Sinkende Kosten der Assekuranz gewährleisten Beitragsstabilität.
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Gerald on 09/22 at 08:49 AM
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Staatliche Zulagen: Mehr Flop als Top
Der Weg in die eigenen vier Wände führt in der Regel über großen Finanzierungsaufwand, der nicht selten die größte wirtschaftliche Herausforderung angehender Eigenheimbesitzer im gesamten Erwerbsleben darstellt. Um die Lasten des Lebenswerkes so gering wie möglich zu halten, sind Bauherren bzw. Käufer stets versucht, alle zur Verfügung stehenden Möglichkeiten zur Reduzierung der Gesamtkosten in Anspruch zu nehmen. Staatliche Zulagen sind da sehr willkommen und werden dementsprechend häufig in den Medien thematisiert. Auf den ersten Blick scheint sich der Staat großzügig zu geben: Mit Wohnungsbauprämie, Arbeitnehmersparzulage und der neuen Eigenheimrente stehen gleich drei Werkzeuge zur Verfügung.
Bei genauerem Hinsehen entpuppen sich die Subventionen rational betrachtet eher als misslungener Werbegag bzw. unnötiges Wahlkampfgeschenk denn als tatsächliche Entlastung auf dem Weg in die eigenen vier Wände. Die Wohnungsbauprämie beispielsweise beläuft sich für ledige Sparer auf maximal 45 Euro im Jahr. Ein Ehepaar kann insgesamt rund 700 Euro Prämie bekommen – einmal im Leben. Angesichts eines durchschnittlichen Preises für Eigentumswohnung von rund 120.000 Euro erscheint die Zuwendung mehr als Steuerverschwendung denn als Subvention.
Der „Wohn-Riester“ bietet nicht viel mehr: Zwar können die gesamten Zulagen für den Erwerb selbstgenutzten Immobilieneigentums genutzt werden. Die Zuschüsse aber verstehen sich als wesentlicher Bestandteil der persönlichen Altersvorsorge – werden sie zur Baufinanzierung entnommen, müssen andere Sparformen unterhalten werden, um die drohende Versorgungslücke zu schließen.
Wirksam erscheinen lediglich Darlehen aus den Programmen der bundeseigenen Kreditanstalt für Wiederaufbau, die den Erwerb einer Immobilie durch günstige Zinsen und nachrangige Eintragung im Grundbuch breiten Teilen der Bevölkerung zugänglich machen.
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Stefan on 09/22 at 08:47 AM
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Starterhypothek: Baufinanzierung für die Generation U35
Das Interesse am Besitz einer eigenen Immobilie ist in Deutschland nach wie vor sehr groß. Allerdings ist bereits seit einigen Jahren festzustellen, dass sich immer mehr potentielle Käufer und Bauherren beim Immobilienerwerb zurückhalten und erst einmal abwarten möchten. Diese Entwicklung ist unter anderem auf die Berufswelt zurückzuführen, die sich in den vergangenen Jahren stark verändert hat.
Hatte man früher einen Job, so hatte man im Prinzip ausgesorgt: Man war bei einem Arbeitgeber beschäftigt, bei dem man bis zum Eintritt in den Ruhestand geblieben ist – somit hatte man sich bereits auf einen Wohnort festgelegt und man verfügte über ein nachhaltiges Einkommen, mit welchem man auch eine Immobilienfinanzierung stemmen konnte. In der heutigen Zeit sieht es hingegen so aus, dass Berufstätige sehr viel Flexibilität, unter anderem auch eine große Umzugsbereitschaft mitbringen müssen.
Weil die meisten Baufinanzierungen vergleichsweise starr und unflexibel sind, entscheiden sich zunehmend mehr Menschen gegen den Erwerb einer Immobilie. Dieser Entwicklung möchte die „Hannoversche Leben“ mit einer neuen Form von Immobiliendarlehen entgegenwirken. Ab dem 29. September wird der Versicherer die so genannte „Starterhypothek“ anbieten, eine Darlehensform, die sich speziell an Käufer und Bauherren unter 35 richtet und sich durch ein hohes Maß an Flexibilität auszeichnet.
Die Starterhypothek zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass ein so genannter Objektwechsel möglich ist: Sollte ein beruflich bedingter Umzug erforderlich sein, darf der Darlehensnehmer seine Immobilie verkaufen und sein Darlehen auf eine neue Immobilie übertragen, ohne dass dadurch zusätzliche Gebühren entstehen. Des Weiteren ist es auf Wunsch möglich, die Finanzierungsbelastung in den ersten Jahren zu verringern. Das Darlehen kann direkt über die Hannoversche Leben sowie über namhafte Baugeldvermittler abgeschlossen werden.
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Jochen on 09/22 at 05:28 AM
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Das Steuersparmodell Versicherungsmantel hat bald ausgedient
Es war schon immer so: Hält der Fiskus die Hand auf, ist selbst der reichste Mann plötzlich ganz arm und kann nur wenige Cent berappen – Schlupflöchern im Steuerrecht sei Dank. Eines dieser Löcher könnte sich für viele „Steuersparer“ jetzt als Bumerang erweisen. Sie hatten sich auf Konstrukte aus Luxemburg, der Schweiz und Lichtenstein verlassen, bei denen das Geld im augenscheinlich abgeltungssteuersicheren Mantel einer Assekuranz geparkt wird. Das Bundesfinanzministerium schiebt diesen Modellen jetzt einen Riegel vor, zumindest lässt sich mit ihnen die Abgeltungssteuer nicht länger umgehen. Wer sich schon für ein Depot im Versicherungsmantel entschieden hat, bei dem heißt es vermutlich: „Außer Spesen nichts gewesen.“
„Finger weg“ lautet der Rat von Experten wie Arno Gottschalk von der Verbraucherzentrale Bremen. Denn Steuern lassen sich damit nach einem internen Papier des Bundesfinanzministeriums nicht mehr sparen. Eine genaue Regelung wurde noch nicht getroffen. Es ist aber durchaus denkbar, dass sie auch rückwirkend gilt. Die Policen stammen aus dem benachbarten Ausland und werden intensiv von Vermögensberatern beworben, die ihre Kunden vor dem Schreckgespenst Abgeltungssteuer bewahren wollen. Dazu wird das Geld in eine Renten- oder Lebensversicherung gehüllt und besteht nach wie vor die Möglichkeit, das Kapital jederzeit steuerfrei umzuschichten. Quellensteuer und Mitteilungen an das Finanzamt entfallen aufgrund des Mantel-Modells. Offiziell handelt es schließlich um eine Versicherung, die mindestens zwölf Jahre läuft und erst ab dem 60. Lebensjahr ausgezahlt wird.
Wenig erfreut darüber zeigte man sich bei den Finanzbehörden und will künftig nur noch „echte“ Lebens- und Rentenversicherungen steuerlich besser stellen. Bietet das Konzept keinen richtigen Versicherungsschutz, soll die Abgabe in Höhe von 25 Prozent fällig werden. „Endlich hat das Finanzministerium einmal erklärt, wir lassen uns nicht auf der Nase herumtanzen“, freut sich Arno Gottschalk über die Entscheidung. Ärgerlich ist sie für alle, die schon unterschrieben haben. Sie bleiben voraussichtlich auf den Kosten für Verwaltung und Provision sitzen. Zudem müssen sie mit Nachzahlungen rechnen, falls die Vorgabe rückwirkend in Kraft tritt.
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Andre on 09/22 at 03:57 AM
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