Zusatzversicherungen: Pakete oft ungünstig
Der Bedarf an privaten Krankenzusatzversicherungen wächst. Nach Angaben des Bundesverbandes deutscher Privatversicherer werden in der BRD gegenwärtig rund 20 Millionen Policen unterhalten. Zusatzversicherungen ergänzen das Leistungsangebot der gesetzlichen Krankenversicherung um bestimmte Bereiche, müssen allerdings vom Versicherungsnehmer allein getragen werden - eine Beteiligung des Arbeitgebers ist in der Regel nicht vorgesehen, auch wenn einige größere Unternehmen ihren Angestellten bei der Bewältigung der Prämien Unterstützung gewähren.
Grund für das trotz der Kostenbelastung enorm gestiegene Interesse sind die in den zurückliegenden Jahren erfolgten Einschränkungen des Leistungskatalogs sowie die deutlichen Beitragserhöhungen, die zu einem außerordentlich ungünstigen Preis-Leistungsverhältnis in der GKV geführt haben. Im nächsten Jahr werden die Beitragssätze im gesetzlichen Versicherungsschutz aller Voraussicht nach auf durchschnittlich 15,8 Prozent ansteigen – der neue Gesundheitsfonds wird eingeführt und treibt nach Einschätzung der Kassen die Kosten in die Höhe.
Zusatzversicherungen werden von den Assekuranzen in verschiedenstem Umfang angeboten: Von Produkten, mit denen sich ganz spezielle Segmente der Gesundheitsversorgung abdecken lassen, beispielsweise Leistungen des zahnmedizinischen Bereichs oder reine Brillenversicherungen, bis hin zu Policen, die den Versicherungsschutz der gesetzlichen Krankenversicherung auf das Leistungsspektrum der PKV erweitern, ist nahezu jede Lösung erhältlich.
Experten raten bei der Wahl einer Zusatzversicherung dazu, nur die wirklich notwendigen Bereiche zu versichern und keinesfalls Pakete zu kaufen, die viele Bestandteile enthalten, deren Besitz dem Inhaber keinen tatsächlichen Nutzen bringt – ein Student beispielsweise braucht in der Regel keine Sterbegeldversicherung. Unnötige Policen verursachen Kosten und belasten den Versicherungsnehmer damit zusätzlich.
Wer sich nicht sicher ist, welches Produkt die optimale Lösung darstellt, kann durch die Konsultation eines erfahrenen Maklers oder eine Recherche im Internet einen Überblick über die am Markt erhältlichen Konditionen der Anbieter in Erfahrung bringen.
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Gerald on 10/01 at 03:15 PM
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Richtig versichert ins Studium
Der Beginn des Semesters und für viele angehende Studenten auch ein neuer Lebensabschnitt steht bevor. Damit die Bemühungen um den akademischen Abschluss von Erfolg gekrönt sind, bedarf es einer gründlichen Vorbereitung nicht nur auf Prüfungen. Angehende Studenten sollten auch die Rahmenbedingungen auf ihre neue Situation zuschneiden.
Ein ausreichender und - angesichts des knappen studentischen Budgets – günstiger Versicherungsschutz steht dabei an oberster Stelle. Während die Krankenversicherung in der Regel auf die eine oder andere Art und Weise bereits existiert, besteht vor allem im Bereich der Sach- und Risikoversicherungen oft großer Handlungsbedarf. Wer das elterliche Heim verlässt und in eine eigene Wohnung zieht, sollte undbedingt eine Hausratversicherung abschließen. Diese zahlt, wenn die zur Wohnung gehörenden Gegenstände (z.B. Möbel, elektronische Geräte, Kleidung) durch Brand, Einbruch o.ä. zu Schaden kommen. Tritt ein solcher Fall ein, erweist sich der Verzicht auf eine Hausratversicherung als teurer Fehler: Die Neuanschaffung der abhanden gekommenen bzw. zerstörten Gegenstände kann aus den oft nur geringen Rücklagen häufig nicht finanziert werden.
Eine private Unfallversicherung gehört ebenfalls zu den bereits während des Studiums unverzichtbaren Policen. Sie zahlt, wenn der Versicherte durch einen Unfall invalide wird. Eine einmalige Kapitalleistung sowie eine monatliche Unfallrente gelten dabei unter Experten als die beste Lösung für Studenten.
Die private Haftpflichtversicherung ist für jeden Bürger unabhängig von dessen Status absolut unverzichtbar. Die Police tritt dann ein, wenn der Versicherungsnehmer Dritten oder deren Vermögen Schaden zufügt. Diese können im schlimmsten Fall – wenn Personen zu Schaden kommen – existenzielle Ausmaße erreichen und die wirtschaftliche Existenz lebenslang ruinieren. Aus diesem Grund sollte die Haftpflicht unbedingt abgeschlossen werden.
Immobilienkauf: Vor Überschuldung schützen
Die Überschuldung in Deutschland nimmt seit Jahren stetig zu: Stagnierende Löhne, steigende Preise und ein inadäquates Konsumverhalten habe viele Bundeshaushalte ruiniert. Einer der Hauptgründe für die Misere allerdings sind Schuldensaldi, die sich im Anschluss an einen nicht geplanten Immobilienverkauf ergeben. Erwirbt ein Ehepaar ein Objekt und lässt sich einige Jahre später scheiden, muss das Haus binnen kurzer Zeit und möglicherweise in einem ungünstigen Marktumfeld veräußert werden. Können mit dem Verkaufserlös nicht alle Verbindlichkeiten, die zur Finanzierung des Eigenheimes eingegangen worden sind, abgedeckt werden, verbleibt nicht selten eine gravierende Darlehensschuld.
Um aus dem Traum vom Eigenheim nicht einen Albtraum mit Gerichtsvollzieher und Vollstreckungsmaßnahmen werden zu lassen, sollten Bauherren wie Käufer für eine ausreichende Eigenkapitaldecke zu Beginn der Finanzierung sorgen. Mindestens zwanzig Prozent der gesamten Investitionskosten sollten aus eigenen Mitteln bereitgestellt werden können, wobei größere Anteile keinesfalls hinderlich sind. Erwerbsnebenkosten wie Maklercourtage, Grunderwerbssteuer und Notarkosten sollten ohnehin aus eigener Tasche finanziert werden – schließlich stellen diese Leistungen bei einer eventuellen Veräußerung keinen Gegenwert dar.
Je größer der Anteil des Eigenkapitals an der Finanzierung ist, desto geringer fällt der Sollzins in der Regel aus. Ein Beleihungsauslauf von sechzig Prozent gilt hier bei den meisten Banken als kritischer Wert, der zu Aufschlägen auf den Darlehenszins führt. Wer zwanzig Prozent Eigenmittel mitbringt und darüber hinaus ein Fünftel der Investitionskosten über einen Kredit aus dem Wohneigentumsprogramm der bundeseigenen Kreditanstalt für Wiederaufbau generiert, kann die Aufschläge gänzlich umgehen: Die KfW bietet eine nachrangige Eintragung der Darlehen ins Grundbuch an.
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Stefan on 10/01 at 03:10 PM
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Hypo Real Estate: Mögliche Folgen für Immobilieneigentümer
Selbst für Experten kam es am Montag zu einem überraschenden Ereignis: Die Hypo Real Estate gab bekannt, in großen finanziellen Problemen zu stecken. Die Aktie des Unternehmens brach ein und sorgte an der Börse für jede Menge Trubel. Weil die Hypo Real Estate nicht irgendeine Bank ist, sondern der größte Marktteilnehmer im Bereich der Pfandbriefe, sah sich die Bundesregierung dazu gezwungen, einzuschreiten und dem Unternehmen kurzerhand 35 Mrd. Euro zuzusichern.
Die meisten Privatpersonen interessieren sich in der Regel nur bedingt für Wirtschaftsnachrichten. Allerdings sollte diese Nachricht vor allem die Immobilieneigentümer aufschrecken: Die Hypo Real Estate ist nämlich einer der größten Anbieter im Bereich der Immobilienfinanzierung. So hat die Hypo Real Estate zum Beispiel im vergangenen Jahr die Depfa-Bank übernommen, ein Kreditinstitut, das im Bereich der privaten Immobilienfinanzierung sehr aktiv ist – tausende privat genutzter Immobilien werden über die Depfa-Bank finanziert.
Börsen- und Wirtschaftsexperten sind sich sicher, dass die Hypo Real Estate noch lange nicht gerettet ist. Einige Analysten haben bereits verlauten lassen, dass das Unternehmen über so gut wie kein Eigenkapital verfügt und die Finanzspritze der Regierung lediglich einem Tropfen auf einen heißen Stein gleich kommt. Es wäre also durchaus denkbar, dass die Bank abgewickelt bzw. zerschlagen wird. Für tausende von Immobilieneigentümern würde das bedeuten, dass ihre Darlehen an andere Kreditinstitute weitergereicht werden – ein Verfahren, vor dem sich etliche Darlehensnehmer fürchten. Allerdings kann wenigstens in diesem Punkt Entwarnung gegeben werden: Beim Verkauf oder der Weiterreichung von Darlehen bleiben die geschlossenen Darlehensverträge unberührt, so dass Zinserhöhungen oder ähnliches von den neuen Darlehensgebern nicht ohne weiteres durchgesetzt werden können.
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Jochen on 10/01 at 05:20 AM
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