Mittwoch, Oktober 08, 2008
Krankengeldanspruch fällt weg/ Wahltarife ermöglichen Absicherung
Zum kommenden Jahreswechsel fällt der gesetzliche Anspruch für freiwillig Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherung weg. Um auch in Zukunft soziale Sicherheit zu genießen, müssen sich betroffene selbstständig Tätige sowie Künstler und Publizisten um einen ersatzweisen Versicherungsschutz bemühen.
Die Barmer Krankenkasse bietet einen entsprechenden Wahltarif ab dem 01. Januar 2009 an, der eine Entgeltfortzahlung ab dem 15. Krankheitstag ermöglicht. Interessenten können dabei nach Angaben der Assekuranz unbürokratisch ihr Einkommen angeben und sich entsprechend versichern. Die Kosten der Police richten sich nach Art der Tätigkeit, Alter und Verdienst des Versicherten, wobei eine monatliche Prämie zwischen 0,2 und 2,8 Prozent des Bruttoeinkommens als mögliche Spanne in Frage kommt. Entgeltfortzahlungen können allerdings maximal bis zur Höhe der gesetzlichen Beitragsbemessungsgrenze erfolgen; darüber hinausgehende Einkommen müssen zwar im Rahmen der Antragstellung angegeben werden, finden aber weder bei der Bemessung der zu entrichtenden Prämien noch bei der Höhe der Leistungen bei Eintritt des Versicherungsfalles Berücksichtigung.
Auch Arbeitnehmer, denen kein gesetzlicher Anspruch auf Lohnfortzahlung zusteht, weil sie beispielsweise in befristeten Arbeitsverhältnissen mit einer Dauer von weniger als zehn Wochen stehen oder aber häufig den Arbeitgeber wechseln, können sich in dem Barmer-Tarif versichern und so das Risiko schmerzlicher Entgeltausfälle umgehen.
Wer sich schon zum ersten Januar für den Tarif entscheidet, kommt in den Genuss eines besonderen Vorteils: Während für alle zu einem anderen Zeitpunkt abgeschlossenen Verträge eine Karenzzeit von vier Monaten gilt, in der trotz Beitragszahlung keine Inanspruchnahme der Lohnfortzahlung möglich ist, können Versicherte der ersten Stunde sofort in vollem Umfang über ihren Versicherungsschutz verfügen.
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Stefan on 10/08 at 11:45 AM
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GKV: Beiträge bis 2010 stabil?/Zusatzversicherungen gefragt
Die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung werden zum 01. Januar des kommenden Jahres deutlich angehoben. Versicherte müssen dann einen einheitlichen Satz in Höhe von 15,5 Prozent ihres Bruttoarbeitseinkommens (bis zur Beitragsbemessungsgrenze und inklusive Anteil des Arbeitgebers) zahlen. Grund für die Angleichung der bislang je nach Kasse unterschiedlichen Sätze ist die Einführung des Gesundheitsfonds, der in Zukunft die Basis der Finanzierung im deutschen Gesundheitswesen darstellen soll.
Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt betont nun, dass mit der neuerlichen Anhebung der Prämien der Finanzierungsbedarf zumindest bis zum Jahr 2010 gedeckt sei und dass bis dahin keine weiteren Belastungen auf die Bürger zukämen. Experten allerdings bezweifeln dies und führen sowohl fortlaufend steigende Kosten für Arzneimittelausgaben als auch die drohende konjunkturelle Abkühlung als mögliche Risiken an.
Die gesetzliche Krankenversicherung wurde im Hinblick auf den Leistungskatalog, den sie ihren Mitgliedern gewährt, in den vergangenen Jahren deutlichen Restriktionen unterworfen, ohne dass sich daraus günstigere Konditionen für die Mitglieder ergeben hätten. Neben einer Ausweitung der Zuzahlungen wie sie in Gestalt der Praxisgebühr oder Arzneimittelzuzahlungen von den Patienten getragen werden müssen sehen sich versicherte somit auch Belastungen durch nicht abgedeckte Leistungen insbesondere im zahnmedizinischen Bereich ausgesetzt. Um die Bedarfslücke zu decken, schließen deshalb immer mehr Bürger eine private Zusatzversicherung ab. Nach Angaben des Bundesverbandes der deutschen Privatversicherungen existieren derzeit rund 20 Millionen solcher Policen. Die Kosten der Verträge sind von den Versicherten in voller Höhe aus eigener Tasche zu tragen.
Sofern die GKV sich weiter hin zu einem Basisschutz entwickelt, dürfte der Bedarf an Zusatzversicherungen Brancheninsidern zufolge in den nächsten Jahren trotz schwacher Einkommensentwicklung weiter zunehmen.
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Stefan on 10/08 at 11:44 AM
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Hypothekenverkauf vertraglich ausschließen
Hunderttausende Eigenheimbesitzer sind dieser Tage besorgt: Die Nachricht, dass Banken seit Jahren im großen Stil Forderungen aus Hypothekenfinanzierungen weiterveräußern und sich so des Ausfallrisikos entledigen, schockierte viele Eigentümer. Experten aber geben Entwarnung: In Deutschland beläuft sich die Anzahl der ordnungsgemäß vom Kreditnehmer bedienten Darlehen, die an ein anderes Institut weiterveräußert worden sind, auf lediglich wenige tausend Stück und erreicht damit nicht ansatzweise die Dimension des amerikanischen Marktes. Wer dieser Tage eine Neu- oder Anschlussfinanzierung abschließt und die Veräußerung seiner Immobilienfinanzierung kategorisch ausschließen möchte, kann bei der Bank seines Vertrauens eine entsprechende Klausel vereinbaren lassen. Die Kreditinstitute sind in vielen Fällen bereit, eine entsprechende Selbstverpflichtung einzugehen.
Selbst wenn eine Hypothek an eine dritte Partei verkauft worden sein sollte, beschwichtigen Experten, besteht für Eigentümer kaum ein Grund zur Sorge: Eine vorzeitige Fälligstellung durch den neuen Besitzer gilt als außerordentlich unwahrscheinlich. Die Abwicklung verkaufter Kredite erfolgt in den meisten Fällen über die gewohnte Hausbank.
Einige Kreditinstitute werben explizit damit, keine Engagements zu veräußern. Die Ethikbank beispielsweise offeriert ihren Ökokredit mit der Selbstverpflichtung, ihn zu keinem Zeitpunkt an Spekulanten oder andere dritte Parteien zu veräußern.
Der massenweise Verkauf von Forderungen aus Immobilienfinanzierungen auf dem nordamerikanischen Hypothekenmarkt, der als einer der Auslöser der gegenwärtigen Finanzkrise gilt, erregte Besorgnis bei vielen Bundesbürgern. Banken hatten die Ansprüche aus den Krediten gebündelt, in Gestalt verzinslicher Wertpapiere auf dem Kapitalmarkt veräußert und dabei gravierende Fehler bei der Bewertung unternommen. Deutsche Banken sind zwar in den Handel mit diesen Papieren involviert, haben jedoch selbst beinahe keine Emissionen aus eigenem Bestand getätigt.
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Gerald on 10/08 at 11:43 AM
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Deutsche investieren weniger Geld in die private Altersvorsorge
202 Euro haben die Deutschen voriges Jahr im Schnitt jeden Monat in die private Altersvorsorge investiert. Aktuell liegt der Wert mit 188 Euro deutlich darunter auf dem niedrigsten Stand seit 2005. Die Finanzkrise lässt grüßen und sorgt für ein eher gespaltenes Bild in der Bevölkerung, ob nun die private oder die gesetzliche Rente sicherer ist. Das ergab die nunmehr sechste Studie der Postbank zum Thema Altersvorsorge, für die das Institut für Demoskopie Allensbach im Juli 1786 Personen ab 16 Jahren befragte.
Der Trend deutet ganz klar auf Zurückhaltung. Im Vergleich zum Vorjahr ging die Zahl derer, die sich intensiver um die Vorsorge für das Alter bemühen wollen, also bereit sind, mehr Geld in Rentenversicherungen einzuzahlen, um sieben Prozent zurück. Die Mehrheit (41 Prozent) ist davon überzeugt, dass die eigenen Bemühungen ausreichend seien. Auf der anderen Seite sind es 40 Prozent, die glauben, bislang nicht genug unternommen zu haben. Unentschieden zeigten sich 19 Prozent bei der Frage, wie sie ihre eigene Altersvorsorge einschätzen.
Beunruhigend ist laut Postbank-Vorstandschef Michael Meyer jedoch vor allem die Tatsache, dass zwei zentrale Aspekte nur wenig berücksichtigt werden: Die Preisentwicklung, die bei 54 Prozent keine Rolle spielt, und die deutlich gestiegene Lebenserwartung, die von 44 Prozent nicht in die Planung einbezogen wird.
Geht es darum, welche Form der Vorsorge nun sicherer ist, hält sich die Einstellung der Bundesbürger fast die Waage. 45 Prozent geben hier der privaten Altersvorsorge über eine Versicherung oder einen Sparplan den Vorzug, 38 Prozent der staatlichen Rente. Wobei Rentner mit 51 Prozent ganz klar sagen, die gesetzliche Rentenversicherung ist sicherer als eine private.
Als optimal wird jedoch eine ganz andere Möglichkeit der Alterssicherung betrachtet: das eigene Haus oder die eigene Wohnung. Im Moment hegen 65 Prozent den Wunsch nach Wohneigentum, damit deutlich mehr als 2007 (58 Prozent). Noch klarer wird diese Entwicklung, wenn ein wenig differenziert wird. Von den berufstätigen Umfrageteilnehmern bauen 68 Prozent auf die eigenen vier Wände. Sind zudem noch Kinder im Haushalt, steigt der Anteil auf 72 Prozent. Unabhängig von Alter und Status begrüßen 85 Prozent die staatliche Förderung von Eigentum. Allerdings können nur 59 Prozent etwas mit dem neuen Wohn-Riester anfangen. Hier ist also noch einiges zu tun.
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Andre on 10/08 at 05:24 AM
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Baufinanzierung: Freie Vermittler sind auf dem Vormarsch
Die Vorgehensweise von Bauherren und Immobilienkäufern bei der Suche nach einer Baufinanzierung hat sich in den vergangenen Jahren spürbar verändert. Es liegt noch gar nicht soweit zurück, da war für die meisten Interessenten völlig klar, dass sie ihre Immobilie über die Hausbank finanzieren. Doch seit einigen Jahren ist festzustellen, dass sich immer mehr Menschen von ihren Hausbanken lösen und sich bei der Baufinanzierung für eine Direktbank entscheiden, was letzten Endes nicht sehr verwunderlich ist - immerhin warten die Direktfinanzierer mit besonders attraktiven Darlehenskonditionen auf.
Allerdings sind die Direktbanken nicht die einzigen Gewinner. Das neue Marktumfeld, in welchem das Internet inzwischen eine ganz wichtige Rolle spielt, hat auch die privaten Finanzberater gestärkt. Früher waren die meisten Finanzberater, die selbständig arbeiten und Privatkunden individuell betreuen, fast ausschließlich im Versicherungsbereich und ggf. im Bereich der Geldanlage aktiv – von der Baufinanzierung haben sie sich größtenteils ferngehalten.
Doch inzwischen bieten etliche Finanzberater auch Lösungen zur Baufinanzierung an – einige freie Berater haben sich sogar auf dieses Feld spezialisiert. Hierbei sind die Berater sogar sehr erfolgreich, weil sie sich dank des Internets und neuer Vertriebsstrukturen in der Lage befinden, Darlehen bekannter Direktbanken zu vermitteln. Der große Bekanntheitsgrad einiger Direktbanken macht es den freien Vermittlern relativ leicht, entsprechende Darlehen zu vermitteln: Die Kunden wissen genau, dass sie eine unabhängige Beratung erhalten, ihnen gleichzeitig die attraktivsten Finanzierungsangebote unterbreitet werden und sie ihre Finanzierungen bei seriösen Kreditinstituten abschließen.
Innerhalb des vergangenen Jahres konnten die privaten bzw. freien Vermittler, die ihre Kunden direkt vor Ort beraten, ein enormes Wachstum verzeichnen. Branchenkenner gehen davon aus, dass in Zukunft immer mehr Baufinanzierungen nicht mehr in den Beratungsräumen der Banken, sondern direkt in den Wohnzimmern der Darlehensnehmer abgeschlossen werden.
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Jochen on 10/08 at 05:23 AM
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Hypothekenzinsen: Finanzkrise nimmt nur wenig Einfluss
In den vergangenen Tagen ist es an den Börsen dieser Welt äußerst turbulent zugegangen: Die Pleite der Investmentbank „Lehman Brothers“ sowie die Verstaatlichung des größten amerikanischen Versicherers „AIG“ haben für massive Kurseinbrüche gesorgt. Es waren in erster Linie Liquiditätsprobleme, die zu den Kursrückgängen geführt haben. Weil das Kapital, das von Marktteilnehmern benötigt wurde, äußerst knapp war, kam es zeitweise zu immensen Zinsanstiegen: Die Zinssätze, zu denen sich die Banken untereinander Geld geliehen haben, beliefen sich zwischenzeitig auf bis zu 10 Prozent.
Bei diesen Entwicklungen an den Kapitalmärkten stellen sich natürlich auch angehende Immobilienkäufer und Bauherren die Frage, welche Auswirkungen diese Geschehnisse auf die Zinsentwicklung haben werden bzw. wie diese die Hypothekenzinsen beeinflussen. Eine große Anzahl potentieller Darlehensnehmer hat derzeit Angst, dass die Hypothekenzinsen spürbar ansteigen können.
Allerdings ist davon auszugehen, dass die Zinsen auch in diesen Zeiten ihr Niveau halten werden – es könnten lediglich geringfügige Zinsschwankungen auftreten. Dies liegt unter anderem daran, dass die Banken ihre Immobiliendarlehen nicht über Anleihen, sondern über Pfandbriefe refinanzieren – und deren Kurse schwanken bei weitem nicht so stark. Robert Haselsteiner, Vorstand des Baugeldvermittlers „Interhyp“ schrieb diesen Freitag in seinem Zinsnewsletter, dass er mit einem Zinsanstieg bei den langen Laufzeiten rechnet bzw. sich deren Risikoaufschläge erhöhen werden. Allerdings in allem glaubt er jedoch nicht an einen spürbaren Zinsanstieg, weil sich die wirtschaftlichen Rahmendaten in den vergangenen Wochen spürbar verändert haben. Aufgrund trüber Wirtschaftsaussichten sowie einem Nachlassen der Inflation rechnet Haselsteiner im kommenden Jahr mit einer Leitzinssenkung der EZB, so dass auch die Hypothekenzinsen auf lange Sicht geringfügig fallen könnten.
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Jochen on 10/08 at 05:01 AM
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