Private Bausparkassen melden Rekord bei Auszahlungen
In den vergangenen Tagen waren aus der Finanzwelt fast ausschließlich negative Nachrichten zu vernehmen. Das zentrale Thema bildet die globale Finanzkrise, die sich immer stärker ausbreitet und eine Bank nach der anderen in Schwierigkeiten treibt. Da ist es umso erfreulicher, dass die Bausparkassen mit positiven Nachrichten aufwarten und somit für ein wenig Aufheiterung sorgen.
Wie in der Onlineausgabe des Nachrichtenmagazins „Focus“ berichtet wird, haben die privaten Bausparkassen bezüglich der in diesem Jahr getätigten Auszahlungen einen neuen Rekord zu vermelden. Seit Beginn des Jahres bzw. innerhalb der ersten drei Quartale wollen die privaten Bausparkassen rund 22,5 Mrd. Euro ausgezahlt haben. Im Vergleich zum Vorjahr stellt dies eine Steigerung von ganzen 16 Prozent dar – der Verbrand der privaten Bausparkassen rechnet für dieses Jahr mit einem neuen Rekordergebnis.
Bei der Bekanntgabe dieser Zahlen wies der Verband der privaten Bausparkassen darauf hin, dass sich der Verwendungszweck der Verbraucher geändert hat bzw. eine Trendwende festzustellen sei. Zunehmend weniger Bausparverträge werden abgerufen, um damit neue Bauvorhaben oder den Kauf von Bestandsobjekten zu finanzieren. Vielmehr würden die Darlehen der Bausparkassen von Immobilieneigentümern in Anspruch genommen, die eine Modernisierung vornehmen möchte. Die Kosten für eine energetische Grundsanierung einer Immobilie würden sich etwa auf 20.000 bis 30.000 Euro belaufen.
In dieser Hinsicht kann dem Verbrand der privaten Bausparkassen nur zugestimmt werden. Wie bereits mehrfach hier im Blog aufgezeigt wurde, stellt der Bausparvertrag in der Tat eine der besten Lösungen dar, wenn es um die Aufnahme günstiger Darlehen zur Immobilienmodernisierung geht – sofern man sich für einen Niedrigzinstarif entscheidet, kann der Zinssatz sogar noch günstiger als bei einem Förderdarlehen ausfallen.
Posted by
Jochen on 10/11 at 08:37 AM
Immobilien •
Kommentar(e): (0) •
Trackbacks (0) •
Permalink
Krankenzusatzversicherung: Kooperationen bieten Mehrwert
Der Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung wurde in den vergangenen Jahren deutlich eingeschränkt: Viele Behandlungskosten werden von den Kassen nicht mehr übernommen. Insbesondere Leistungen im zahnmedizinischen Bereich sowie alternative Therapieverfahren finden häufig keine Berücksichtigung. Wer seine Gesundheitsversorgung verbessern möchte, kann durch Krankenzusatzversicherungen seinen persönlichen Leistungskatalog verbreitern. Die Policen verstehen sich als Verträge mit privaten Assekuranzen, die vom Versicherungsnehmer aus eigener Tasche zu bezahlen sind – eine paritätische Beteiligung des Arbeitgebers ist nicht vorgesehen.
Das Leistungsspektrum von Zusatzversicherungen ist breit und kann flexibel den eigenen Anforderungen angepasst werden: Von Zahnzusatzversicherungen, die ausschließlich für zahnärztliche Leistungen, die von den gesetzlichen Kassen nicht übernommen werden, aufkommen, über Sehhilfepolicen bis hin zu Komplettpaketen, die dem Versicherungsnehmer einen Versicherungsschutz im Umfang einer privaten Krankenversicherung gewähren, stehen eigentlich alle notwendigen Angebote zur Verfügung. Die Bürger machen von der Möglichkeit, den eigenen Versicherungsschutz aufzubessern, durchaus rege Gebrauch: Nach Angaben des Bundesverbandes deutscher Krankenversicherungen werden in der BRD rund 20 Millionen der optionalen Policen unterhalten.
Nach Einschätzung von Experten bieten insbesondere solche Policen den Kunden einen echten Mehrwert, die aus einer Kooperation zwischen einer Betriebskrankenkasse eines Unternehmens und einer privaten Assekuranz exklusiv bestehen. Hier werden den Versicherten oft günstige Angebote unterbreitet, die den gesetzlichen Versicherungsschutz wirkungsvoll ergänzen können.
Um die Kosten von Krankenzusatzversicherungen so gering wie möglich zu halten, sollten Verbraucher zum einen eine lange Laufzeit wählen und zum anderen die meist überschaubaren Prämien für ein Jahr im Voraus entrichten. In Kombination können diese beiden Maßnahmen zu Einsparungen bei den laufenden Beiträgen von bis zu zehn Prozent führen.
Posted by
Stefan on 10/11 at 07:55 AM
Krankenversicherung •
Kommentar(e): (0) •
Trackbacks (0) •
Permalink
Deutsche Lebensversicherungen sicher
Ein weiterer Schock der globalen Finanzkrise erschütterte in der vergangenen Nacht die Gemüter der Anleger: In Japan musste erstmals seit sieben Jahren ein Lebensversicherer Insolvenz anmelden. Die Yamato Life Insurance war bilanziell unterdeckt und beantragte Gläubigerschutz. Deutsche Sparer, die ihre Altersvorsorge über eine Kapitallebensversicherung abwickeln, sorgen sich nun um ihr Vermögen. Experten aber beruhigen und stellen klar, dass deutsche Assekuranzen sehr sicher aufgestellt seien und das für die Einlagen der Kunden keinerlei Gefahr bestehe.
In der Tat kann die Insolvenz des japanischen Versicherers nicht als Indiz für bevorstehendes Unheil auf dem deutschen Markt gesehen werden. Das bankrott gegangene Unternehmen war von geringer Größe und betrieb Fachleuten zufolge ein sehr spezielles Geschäftsmodell, in dessen Rahmen viele besonders riskante Geschäfte getätigt wurden, die schließlich zur Schieflage führten. Deutsche Lebensversicherer sind gegenwärtig außerordentlich solide aufgestellt: Nach dem Börsencrash zu Beginn des Jahrtausends wurde die Aktienquote bei fast allen Assekuranzen auf zehn Prozent reduziert, sodass die Auswirkungen der Kapitalmarktturbulenzen nur in geringem Umfang auf die Portfolios der Anbieter durchschlagen. Die meisten Lebensversicherer legen einen Großteil ihrer Mittel in Staatsanleihen bester Bonität an und sind dadurch außerordentlich krisenfest aufgestellt.
Lebensversicherungen werden insbesondere von Selbstständigen und Freiberuflern häufig als zentraler Baustein in der Altersvorsorge sowie beim Vermögensaufbau genutzt. Die Assekuranzen investieren die ihnen anvertrauten Mittel dabei in verschiedene Segmente des Kapitalmarktes, legen den Fokus allerdings auf sichere Wertanlagen und setzen ihre Portfolios nur geringen Risiken aus. Dennoch wird die gesetzliche Garantieverzinsung in Höhe von zwei Prozent meist deutlich übertroffen: Die durchschnittliche jährliche Wertentwicklung deutscher Lebensversicherungen beläuft sich auf rund fünf bis sechs Prozent.
Posted by
Stefan on 10/11 at 07:54 AM
Lebensversicherung •
Kommentar(e): (0) •
Trackbacks (0) •
Permalink
Yen-Stärke Katastrophe für Fremdwährungskredite
Fremdwährungsfinanzierungen sind in Deutschland erst seit einigen Jahren populär und verzeichnen dementsprechend ein vergleichsweise geringes Volumen im deutschen Immobilienmarkt. Die Zurückhaltung der Bauherren in Bezug auf das innovative Finanzierungsinstrument könnte sich jetzt auszahlen: Die Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten haben zu einer signifikanten Wertsteigerung des japanischen Yen gegenüber dem Euro geführt. Konnte Anfang August ein Euro noch gegen 170 Yen eigetauscht werden, sind es heute lediglich noch 130. Der Yen gilt als eine der wichtigsten Währungen für Fremdfinanzierungen, da die Zinsen in Japan seit Mitte der neunziger Jahre dauerhaft niedrig sind. Eine Aufwertung des Yen führt zu einer deutlich ansteigenden Kreditschuld – viele Darlehen mussten glattgestellt und in Euro-Finanzierungen konvertiert werden.
Der Grund für die starke Aufwertung des Yen liegt in der Glattstellung so genannter Carry Trades großer Finanzmarktakteure. Diese hatten sich aufgrund der niedrigen Zinsen in den vergangenen Jahren außerordentlich viel Geld im japanischen Währungsraum geliehen. Da viele der Banken und Versicherungen aufgrund der Finanzmarktkrise in Liquiditätsschwierigkeiten sind, zahlen sie die Yen-Darlehen nun zurück, um sich mit Mitteln der heimischen Währung zu versorgen. Zu diesem Zweck muss die japanische Währung zunächst von den Banken erworben werden, wodurch die Nachfrage und damit der Preis steigt.
Im schlimmsten Fall führt eine Aufwertung der Kreditwährung zu einer existenziellen Belastung. In den meisten Fällen allerdings sollte der Finanzierungspartner durch ein geeignetes Währungsmanagement rechtzeitig eine Konvertierung des Darlehens vorgenommen haben. Einige Tausend Euro Kosten müssen dabei allerdings meist in Kauf genommen werden. Darüber hinaus fällt die Verzinsung eines Euro-Darlehens deutlich höher aus als die im Yen.
Posted by
Gerald on 10/11 at 07:49 AM
Finanzen •
Kommentar(e): (0) •
Trackbacks (0) •
Permalink