Heizöl: Wegen Finanzkrise noch günstiger
Bereits seit Wochen sorgt die globale Finanzkrise immer wieder für Schlagzeilen, wobei es sich hierbei fast fortlaufend um negative Nachrichten handelt. So müssen zum Beispiel große Bankhäuser mit Hilfe von Notkrediten vor der Pleite bewahrt werden, die staatseigene KfW-Bank begeht einen Fehler, bei denen Unsummen an Steuergeldern vernichtet werden. Auf der anderen Seite hat die Finanzkrise auch ihre positiven Seiten – zumindest wenn man einen Blick auf die Entwicklung des Ölpreises wirft.
Innerhalb weniger Wochen haben sich die Preise für Rohöl an den internationalen Rohstoffmärkten nahezu halbiert. Weil die Börsenblase geplatzt ist und plötzlichen den großen Spekulanten das Geld fehlt, sind die Ölpreise regelrecht eingebrochen. Für den Verbraucher, insbesondere für Hauseigentümer ist dies von großem Vorteil – zumindest wenn sie mit Öl heizen. Der Preis für Heizöl ist nämlich ebenso zurückgegangen und bietet den Besitzern von Ölheizungen derzeit die Möglichkeit, die Öltanks vergleichsweise preiswert wieder aufzufüllen.
Schon seit Wochen wird von in Deutschland wie wild Heizöl bestellt: Etliche Hauseigentümer möchten die aktuelle Marktsituation nutzen und beim Kauf von Heizöl ordentlich sparen. Aufgrund des deutlichen Rückgangs des Ölpreises in den letzten Tagen ist der Kauf sogar noch attraktiver geworden. Wie erst kürzlich hier im Blog berichtet wurde, ist die Nachfrage derzeit so groß, dass die Ölhändler mit den Lieferungen gar nicht hinterher kommen. Deshalb kann jedem Käufer nur der Rat gegeben werden, den Preis für seine Öllieferung bereits jetzt festzumachen bzw. eine entsprechende Vereinbarung zu treffen, dass die Lieferung zu den aktuellen Konditionen oder ggf. zu besseren Konditionen stattfindet – jedoch keinesfalls zu schlechteren Konditionen, sollte der Ölpreis in den kommenden Wochen wieder anziehen. Denn Letzteres wird vermutlich der Fall sein: Rohstoffexperten gehen davon aus, dass die Preise für Rohöl schon bald wieder steigen werden. Die Nachfrage ist nämlich ununterbrochen hoch und die Förderstaaten möchten die Fördermengen drosseln.
