Immobiliendarlehen: Flexibilität ist wichtiger denn je zuvor
Neue statistische Zahlen belegen, dass die Anzahl so genannter Verbraucherinsolvenzen auch im vergangenen Jahr wieder spürbar gestiegen ist. Zunehmend mehr Haushalte sehen sich mit ernsthaften finanziellen Schwierigkeiten konfrontiert und können nur noch in der Privatinsolvenz eine Lösung erkennen. Gleichzeitig ist festzustellen, dass in zahlreichen Fällen auch der Erwerb einer Immobilie für die finanziellen Schwierigkeiten verantwortlich ist.
Genau betrachtet ist die Immobilienfinanzierung jedoch nur in den allerwenigsten Fällen dafür verantwortlich, dass einige Menschen in solch große finanzielle Schwierigkeiten geraten, die nur noch durch ein Verbraucherinsolvenzverfahren abgewendet bzw. beendet werden können. Stattdessen sind es vor allem Scheidungen, die schnell zu großen Problemen führen. Eine Trennung kann nämlich sehr schnell dazu führen, dass sich plötzlich nicht mehr genug Kapital in der Haushaltskasse befindet und die Darlehensraten, die aus dem Immobiliendarlehen resultieren zu einer großen Belastung werden.
Hieran wird ersichtlich, dass es bei der Auswahl und dem Abschluss eines Immobiliendarlehens auf wesentlich mehr als nur einen niedrigen Zinssatz ankommt. Letzten Endes ist es mindestens genauso wichtig, dass das Darlehen ein Höchstmaß an Flexibilität bietet, damit die Finanzierung in Krisenzeiten an die neue Situation bzw. an die neuen, vorherrschenden Bedingungen angepasst werden kann.
Glücklicherweise kann in diesem Zusammenhang erwähnt werden, dass die Darlehensgeber dazu übergehen, zunehmend flexiblere Finanzierungslösungen zu schneidern. Inzwischen bieten einige Kreditinstitute sogar Darlehen an, die beim Eintritt von Härtefällen vorzeitig gekündigt werden dürfen – hierdurch wird es beispielsweise möglich, das Immobiliendarlehen im Falle einer Scheidung abzulösen, ohne dass eine Vorfälligkeitsentschädigung anfällt und somit die Immobilie direkt in den Verkauf gehen kann.
