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Montag, Oktober 27, 2008

Mit Dauerantrag Zuschüsse zur Riester-Rente sichern

Die Riester-Rente ist für Verbraucher sehr einfach gestrickt. Sie müssen einen Teil ihres Gehalts – aktuell vier Prozent des sozialversicherungspflichtigen Vorjahreseinkommens, maximal jedoch 2.100 Euro – einzahlen und bekommen dafür die staatliche Grundzulage plus Kinderzulage und eventuell den Berufseinsteigerbonus. Im Rentenalter gibt es das Geld dann hübsch verzinst und mit Überschussbeteiligung garniert ausgezahlt. So simpel kann es sein, wenn man nicht vergisst, einen entscheidenden Schritt zu setzen: Die Zulagen vom Staat zu beantragen. Wer glaubt, alles laufe mit der Unterschrift auf dem Vertrag vollautomatisch, liegt falsch und geht möglicherweise ohne Zulagen in Rente.

Dabei sind es die Zuschüsse, die eine Riester-Rente für viele Arbeiter und Angestellte so interessant macht. Dieses Jahr wurden in den ersten drei Monaten 570.000 neue Rentenpolicen aufgesetzt. Insgesamt nutzen 11,07 Millionen Menschen in der Bundesrepublik das Riester-Modell als private Altersvorsorge. Dass bis zum 15. Mai dieses Jahres aber nur 7,7 Millionen Zulagenkonten eingerichtet wurden, sollte zu denken geben. 25 Prozent der Sparer haben es bislang versäumt, einen Antrag für die staatlichen Zulagen zu stellen. Jeweils zum Ende des zweiten Kalenderjahres nach dem Jahr, in dem die Beiträge gezahlt wurden, läuft die Frist für den Antrag ab. Eingereicht werden kann er ganz einfach beim Versicherungsunternehmen.

Um nicht jedes Jahr aufs Neue einen Bittbrief schreiben zu müssen, wurde 2005 der Dauerantrag eingeführt. Der Kunde unterschreibt einmal und gibt der Bank oder Versicherung damit die Vollmacht, die Leistungen von Vater Staat automatisch zu beantragen. Einfacher geht es nicht, zumal die Vollmacht auch für bereits zurückliegende Jahre gilt, sofern die Frist noch nicht abgelaufen ist. Ein neuer Dauerantrag wird nötig, wenn die Familienverhältnisse sich ändern. Die Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) kennt ihre „Kunden“. Im Schnitt warten die meisten 18 Monate, bis sie die Papiere für die Zuschüsse einreichen.

Posted by Andre on 10/27 at 06:55 AM
Altersvorsorge • Kommentar(e): (0) • Trackbacks (0) • Permalink

Bauzinsen: In den vergangenen Tagen deutlich gefallen

Die Auswirkungen der Finanzkrise auf die Hypothekenzinsen sind wesentlich stärker, als es von den Experten bisher angenommen wurde. In dieser Woche sind die Zinsen nämlich deutlich gefallen, wodurch sich potentiellen Darlehensnehmern die Möglichkeit bietet, ihre Baufinanzierung besonders günstig abzuschließen. Der Unterschied zwischen den aktuellen Zinssätzen und den Zinssätzen, die noch vor wenigen Wochen galten, ist wirklich enorm: Im Bereich der 10-jährigen Konditionen beläuft sich der Zinsunterschied auf rund 0,3 Prozent, was in der Tat für einen sehr deutlichen Rückgang steht.

Im aktuellen Zins-Newsletter des Baugeldvermittlers Interhyp, weist Vorstand Robert Haselsteiner darauf hin, dass dieser Zinsrückgang voraussichtlich nur von kurzer Dauer sein wird. Der Zinsexperte geht davon aus, dass eine künftige Zinssenkung durch die europäische Notenbank EZB bereits in den aktuellen Konditionen eingepreist ist. Aus diesem Grund rät er potentiellen Darlehensnehmern, jetzt die Gelegenheit zu nutzen und sich aktuelle Finanzierungsangebote einzuholen bzw. das Immobiliendarlehen günstig abzuschließen.

Auf der anderen Seite gilt es natürlich nichts zu überstürzen: Trotz der derzeit günstigen Hypothekenzinsen sollte man keinesfalls ein Immobiliendarlehen abschließen, ohne zuvor ausreichend viele Finanzierungsangebote einholt und miteinander verglichen zu haben. Es ist nämlich längst nicht so, dass die Konditionen bei allen Darlehensanbietern automatisch um 0,3 Prozent gefallen sind: Während einige Banken den Zinsrückgang umgehend an ihre Kunden weiterreichen, halten sich einige Institute mit der Anpassung ihrer Zinsen zurück. Folglich ist man auf jeden Fall gut damit beraten, sich genügend Zeit für einen Darlehensvergleich zu nehmen, um später keine unnötig hohen Zinsen entrichten zu müssen.

Posted by Jochen on 10/27 at 06:54 AM
Immobilien • Kommentar(e): (0) • Trackbacks (0) • Permalink
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