Erschleichung von Finanzierungszusagen hat Hochkonjunktur
Zu Beginn dieser Woche hat der Baugeldvermittler „Spezial Hypotheken“ eine sehr interessante Pressemitteilung zum Thema „Betrug bei der Baufinanzierung“ veröffentlicht. Bei Überschriften wie dieser kommt den meisten Leuten zunächst in den Sinn, dass Darlehensnehmer von Banken oder auch von hinterlistigen Finanzberatern ausgetrickst werden können. Erstaunlicherweise zielt die Pressemitteilung jedoch auf eine ganz andere Art von Betrug ab, nämlich auf Betrugsversuche, die von den Darlehensnehmern begangen werden.
Dieses Thema ist äußerst spannend, weil nämlich schon seit einigen Jahren festzustellen ist, dass zunehmend mehr Privatpersonen darauf abzielen, sich eine Baufinanzierung oder eine Anschlussfinanzierung zu erschleichen. Das große Problem besteht in erster Linie darin, dass diese Personen auf dem regulären Weg keine Finanzierungszusagen erhalten. Negative Schufa Auskünfte, zu hohe Verbindlichkeiten oder ein zu geringes Einkommen lassen etliche Banken von einer Darlehensvergabe absehen. Um den Traum von der eigenen Immobilie dennoch zu verwirklichen oder um schlichtweg eine Anschlussfinanzierung zu erhalten, damit die eigene Immobilie weiterhin gehalten werden kann, gehen zunehmend mehr Menschen dazu über, die Banken auszutricksen bzw. Betrugsversuche zu starten.
Im Zeitalter der Direktfinanzierung wittern einige Menschen die Chancen, die Darlehensgeber hinter das Licht zu führen. Anders als bei den regionalen Banken finden keine persönlichen Beratungsgespräche statt. Da können Gehaltsabrechnungen kurzerhand am eigenen PC erstellt oder gefälscht werden, um sich somit in ein besseres Licht zu rücken und den Traum von der Finanzierungszusage wahr werden zu lassen. Allerdings wissen nur die wenigsten Antragsteller, dass die Banken mittlerweile sehr gut darin sind, gefälschte Dokumente zu erkennen. Dank spezieller Abteilungen werden nahezu alle Betrugsversuche aufgedeckt, was für die Antragsteller schlimme Folgen haben kann.
Diese Folgen sollte man nicht unterschätzen. Zum einen verspielt man sich die Chance, eine Finanzierungszusage zu erhalten, zum anderen kann eine Anzeige wegen Urkundenfälschung drohen. Da ist es besser, von Betrugsversuchen abzusehen und ausschließlich seine Möglichkeiten auf dem legalen Weg auszuloten – alle anderen Bemühungen lohnen sich nicht.
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Jochen on 10/29 at 07:28 AM
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Anstieg der Mietpreise: Immobilienerwerb somit noch attraktiver
Wer zur Miete wohnt, wird ordentlich zur Kasse gebeten. Wie das Nachrichtenmagazin „Focus“ auf seiner Website schreibt, sind die Mieten im vergangenen Jahr wieder spürbar gestiegen. Das Nachrichtigenmagazin bezieht sich hierbei auf eine aktuelle Studie, die vom Hamburger Forschungsunternehmen „F + B Forschung und Beratung“ durchgeführt wurde. Das Unternehmen zieht seit 1995 die aktuellen Mietspiegel von 500 Gemeinden heran und wertet diese aus.
Aus den Ergebnissen der aktuell bzw. kürzlich durchgeführten Untersuchung geht deutlich hervor, dass die Mieten im vergangenen Jahr wider einmal gestiegen sind. Im bundesweiten Durchschnitt sind die Mietkosten für eine 65 Quadratmeter große Wohnung um 1,7 Prozent gestiegen – wobei anzumerken ist, dass selbstverständlich regionale Unterschiede bestehen können. Am besten kommen die Ostdeutschen davon: Der durchschnittliche Mietpreisanstieg beläuft sich auf 0,6 Prozent. Am stärksten werden hingegen Mieter abgeschröpft, die im Schwabenland leben: In Baden-Württemberg sind die Mietpreise um ganze 3,4 Prozent gestiegen.
Anhand dieser Zahlen wird sehr deutlich klar, dass die Mieten vergleichsweise schnell steigen – so geht die Erhöhung beispielsweise wesentlich schneller als bei der gesetzlichen Rente vonstatten. Somit spricht ein weiterer Grund für den Erwerb von Immobilieneigentum: Wer sich für den Erwerb einer Immobilie entscheidet, kann dem fortlaufenden Anstieg der Mietpreise entfliehen und sich finanziell absichern, was insbesondere im Hinblick auf die private Altersvorsorge von großem Vorteil ist.
Folglich kann allen Mietern, die sich über die anhaltenden Mietpreiserhöhungen ärgern, nur dazu geraten werden, sich ernsthaft Gedanken über den Erwerb von Wohneigentum zu machen. Eventuell stellt sich hierbei ja heraus, dass dieser Schritt eine gute Lösung darstellt und zu einem finanziellen Vorteil führt.
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Jochen on 10/29 at 07:17 AM
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Schulden durch Kaufen!
Oft gilt als Grund: Jung mit Kind und deshalb arm!
Die Zahlen kommen jährlich: die Menge an Personen, die als überschuldet gilt, nimmt von Jahr zu Jahr zu. Das weiß ziemlich genau das Statistische Bundesamt. Und auch das zugehörige Risiko ist deutlich: Alleinerziehend!
Begleitender Umstand für Überschuldung ist natürlich auch die Arbeitslosigkeit. Und wer schließlich als “pleite” gilt, der hat im statistischen Mittel 36000 Euro Schulden.
Die aktuelle Erhebung beweist aber auch, dass erstmals seit neun Jahren die Zahl der Privat-Insolvenzen gesunken ist. Für 2007 brachte dies dann aber doch 105000 Personen in das Insolvenzverfahren, und 2008 könnten es schließlich knapp 100000 Verfahren werden.
Glaubt man beim Statistischen Bundesamt für den Rückgang noch an die gute Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt, könnte die Finanz- und Konjunkturkrise seit Ende September 2008 daran doch noch was ändern. Klar ist indessen: das monatliche Nettoeinkommen der verschuldeten Haushalte liegt im Durchschnitt bei 1165 Euro.
Die Arbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung aller Verbände mahnte deshalb mehr Personal an. Zu lang sind die Wartezeiten, wodurch die Menschen in die Fänge zweifelhafter, gewerblicher Schuldenregulierer gerieten.
Gefordert wird mehr Geld von den Ländern und zu kritisieren sei, dass die Banken sich nicht an der Beratung beteiligten. So würden eben nur zehn bis 15 Prozent der Schuldner erreicht…
Jeder Zwölfte überschuldet!
Nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft sind bundesweit rund drei Millionen Haushalte beziehungsweise Einzelpersonen aus vielen sozialen Schichten überschuldet - etwa jeder zwölfte Haushalt.
Für 1,2 Millionen Konsumenten und Verbraucher bestehe die Gefahr, das diese demnächst in die Schuldenfalle tappen.
Wer von seinem Geld gerade mal nur so leben könne, wer eine defekte Waschmaschine nicht ersetzen und die steigenden Energiepreise nicht zahlen könne, der gerate ziemlich schnell in den finanziellen Kollaps.
Bei vier von 10 Überschuldungs-Fällen waren und sind auch immer Kinder betroffen. Mehr als 20 von 100 der wegen ihrer hohen Schulden Beratenen sind oder waren Paare mit Kindern.
Zählen die Haushalte mit Alleinerziehende in der Bevölkerung nur sechs Prozent, waren sie mit 14 Prozent mehr als doppelt so häufig die Klientel der Schuldnerberatungsstellen.
Hohe Mietnebenkosten
Wegen ihrer Einkäufe bei Versandhäusern und wegen der Mietzahlungen samt Nebenkosten waren und sind Alleinerziehende mit drei und mehr Kindern überdurchschnittlich verschuldet. Jugendliche Personen (soziologisch bis 25 Jahre) verschulden sich dagegen beim Telefonieren über ihre Handy-Tarife.
Um die Erhebung auszuwerten, wurden statistische Angaben von 56000 Personen verwertet. Deren Daten stammten einmal von 212 der rund 950 Schuldnerberatungsstellen in Deutschland, zum anderen aus den Monatsdaten zu Insolvenzverfahren bei den Gerichten.