Stabiler Wunsch nach dem Eigenheim
“Schlussalter 65” war vor 30 und mehr Jahren die Maßgabe für die Finanzierung beim schlüsselfertigen Reihenhaus für 238 000 Mark ohne Aussenanlage und die zugehörige Risiko-Lebensversicherung. Und auch heute genießt die eigen-genutzte Immobilie hohen Stellenwert bei möglichen Bauherren oder Käufern. Bei einer Umfrage der Deutschen Bank schätzten allerdings unter heutigen Bedingungen 75 von 100 Befragten das geforderte Eigenkapital bei der Finanzierung höher ein als nötig. Und schließlich zeigt man sich auch bereit, insbesondere ökologisch bauen zu wollen.
Als die derzeit stabilste Kapitalanlage gilt die eigen-genutzte Wohnimmobilie. Nicht zuletzt deshalb, weil mit der Leitzinssenkung der EZB die Zinsen für Grundpfandkredite (Grundschuld und Hypothek) günstiger geworden sind. Die nun lassen sich auch über “Forward-Darlehen” langfristig sichern.
Alles in allem Ausdruck und Tendenz dafür, dass Immobilien-Käufer in Deutschland sich wegen der Turbulenzen an den Kapitalmärkten keine Sorgen zu machen brauchen, so dass Spitzen-Management für Baufinanzierung bei der Deutschen Bank.
Doch beim Erwerb eines Eigenheims sind trotz guter Aussichten für Wohn-Immobilien viele Deutsche eher zögerlich. Dies liege unter anderem daran, dass die meisten potenziellen Käufer für die Finanzierung fehl einschätzen, wieviel Eigenheim sie sich tatsächlich leisten können, so das Ergebnis der Befragung.
Geben doch zwei von drei Befragten an, eben zu wenig Eigenkapital für eine Immobilie zu haben. Gilt bei Experten als Faustregel eine Eigenkapital-Quote von 20 Prozent als günstig, gilt bei drei von vier Befragten der Eigenkapitalbedarf als höher. Eine Haltung, durch die viele Deutsche die Chance auf die eigenen vier Wände nicht nutzen, auch wenn aktuell durch die neuerliche Zinssenkung (Oktober 2008) eine Finanzierung zu attraktiven Konditionen möglich wäre, so die Experten.
Wer an einer Immobilie interessiert ist, dem ist folglich eine ausführliche Beratung empfohlen. Insbesondere auch, um staatliche Fördermöglichkeiten bei der Finanzierung auszuschöpfen, vor allem beim ökologischen Anspruch ans Bauen.
Ökologisch darf teurer sein!
Denn nahezu jeder Deutsche wäre bereit, für ökologisches Bauen und Wohnen die Ausgaben höher anzusetzen; für jeden Dritten dürften das gar Mehrkosten von über zehn Prozent sei. Dabei wissen die Bürger deutlich zu wenig über die staatlichen Fördermöglichkeiten, auch wenn sie ganz anderer Auffassung zu ihrem Kenntnisstand sind. Doch nur knapp Einer von Zehn fühlt sich gut über die mögliche Förderung im Bilde. Und je jünger die Interessenten an Immobilien, desto geringer das Wissen und umso höher der Info- und Beratungsbedarf.
Als möglichen Finanzierungspartner betrachten neun von zehn Befragten die persönliche Beratung vor Ort mit einem festen Ansprechpartner als wichtig. Schließlich soll der Kreditberater als Baufinanzierungsexperte die individuelle Situation des Bauherren genau analysieren, um die Finanzierung den Möglichkeiten für den Kapitaldienst anzupassen.
Beteiligt an der Trendstudie ‘Baufinanzierung’ der Deutschen Bank waren 1001 nach dem Zufall ausgewählte Bundesbürger im Alter von 18 bis 68 Jahren.
Neubauten können bei Energiebilanz häufig nicht überzeugen
In der heutigen Zeit spielt der Energieverbrauch von Gebäuden eine sehr wichtige Rolle. Bauherren sind darauf bedacht, möglichst energieeffiziente Gebäude zu errichten, um somit den Energieverbrauch zu verringern und die Betriebskosten gering zu halten. Jedoch machen sich viele Bauherren über die Umsetzung dieses Plans keine großen Gedanken, weil sie davon ausgehen, im Rahmen ihres Vorhabens sowieso ein sehr sparsames bzw. energieeffizientes Gebäude zu errichten. Dies trifft aber längst nicht immer zu: Nur weil der Bauträger oder der Architekt ein besonders sparsames Haus verspricht, kann der spätere Energieverbrauch immer noch verhältnismäßig hoch ausfallen. Wie die „Süddeutsche“ Zeitung schreibt, wird auf dem Bau immer noch großes Schindluder getrieben und so mancher Neubau erweist sich letzten Endes als Mogelpackung.
Es existiert gleich eine ganze Reihe an Gründen, weshalb so mancher Neubau im Hinblick auf die Energiebilanz nicht punkten kann. Zu einem der Hauptgründe, zählt die Verwendung falscher Baustoffe. Teilweise ist es Unkenntnis, teilweise ist es ein hoher Kostendruck, der die ausführenden Unternehmen dazu bringt, Baustoffe zu verarbeiten, die keinen ausreichenden Wärmeschutz bieten. Laut dem Bauherren Schutzbund (BSB) macht eine schlechte Gebäudedämmung rund 13 Prozent aller Baufehler aus.
Der Verband Privater Bauherren (VPB) warnt vor unzuverlässigen Bauunternehmen. In den vergangenen Monaten hat der Verband 5.000 ausgestellte Energieausweise überprüft und ist dabei zu einem erschreckenden Ergebnis gekommen: Fast 60 Prozent der Ausweise enthielten Rechenfehler und seien zumeist geschönt, was für die Eigentümer letzten Endes bedeutet, dass ihre Immobilien mehr Energie verbrauchen als auf dem Papier steht.
Experten raten daher noch vor Vertragsabschluss (also vor dem Baubeginn) zu einer Überprüfung der Bauunterlagen durch einen unabhängigen Sachverständigen. Dieser solle die versprochenen Energiewerte überprüfen, damit überhaupt die Möglichkeit besteht, die angegebenen Energiewerte zu erreichen.
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Jochen on 11/06 at 07:32 AM
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Immobilienfinanzierung: Unternehmen haben Schwierigkeiten, Privatpersonen nicht
Die globale Finanzkrise hat auch den Bereich der Immobilienfinanzierung nicht unverschont gelassen. Dies trifft zumindest für die gewerbliche Immobilienfinanzierung zu, die in den vergangenen Wochen sehr deutlich ins Stocken geraten ist. Zunehmend mehr Unternehmen stehen vor dem großen Problem, dass sie plötzlich Schwierigkeiten damit haben, Darlehensgeber, beziehungsweise verbindliche Finanzierungszusage, zu erhalten.
Aufgrund der Finanzkrise sind die Banken dazu übergegangen, ihr Kapital zu horten. Aus diesem Grund hat die gewerbliche Immobilienfinanzierung für die Banken spürbar an Attraktivität verloren. Dort geht es nämlich um vergleichsweise hohe Finanzierungs,- bzw. Darlehensbeträge. Gleichzeitig sind die Finanzierungen wesentlich komplexer, als im Bereich der privaten Baufinanzierung und deshalb auch mit einem höheren Risiko verbunden. In Zeiten wie diesen, gehen die Banken lieber auf Nummer sicher und sehen von der Vergabe entsprechender Darlehen ab.
Für die Unternehmen ist dies alles andere als eine gute Situation, schließlich kann eine fehlende Finanzierungszusage den Stopp ganzer Projekte bedeuten, was wiederum zu großen finanziellen Verlusten führen kann. Somit können neue Bauprojekte nicht mehr umgesetzt werden. Gleichzeitig befinden sich die Unternehmen in der Bredouille, die sich auf der Suche nach einer Anschlussfinanzierung befinden: Eines Tages ist es soweit und die bestehende Finanzierung läuft aus. In solch einem Fall gilt es, den bisherigen Darlehensgeber, zur Vergabe einer Anschlussfinanzierung zu überzeugen oder einen neuen Darlehensgeber zu finden.
Privatpersonen, die sich auf der Suche nach einem Immobiliendarlehen befinden, haben hingegen nichts zu befürchten. In diesem Bereich ist das Risiko für die Banken wesentlich besser einzuschätzen, so dass keine erhöhte Vorsicht festzustellen ist.
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Jochen on 11/06 at 07:30 AM
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Privates Leasing - warum eigentlich nicht?
Wie man ein Auto finanziert
Eigentum und Besitz oder nur Besitz und Nutzung? - Wer ein Auto fahren will, der muss sich entscheiden, ob es ihm laut Fahrzeugbrief gehören soll, oder ob er es mit dem Fahrzeugschein nur fahren will. Wesentlich dürfte sein, wieviel Kaufkraft dem Mobilisten pro Monat abfließt, wenn es darum geht, von A nach B zu kommen. Und so kann nur derjenige den tatsächlichen Unterschied zwischen ‘echter’ Finanzierung ermessen, der sich rechnerisch dieselbe (!) Laufzeit darstellt, was ihn die Finanzierung pro Monat kostet.
Damit ist eines klar: wer ein Auto auf drei Jahre least, der muss schon wegen des Restwertes nach drei Jahren auch weniger an Abnutzung bedienen, die er seinem Fahrzeug “zugefügt” hat. Der, der finanziert, muss in derselben Zeit das Fahrzeug auf den Schuldwert “null” bedienen oder bis zur Schluss-Ballon-Rate.
Wenn er diese leistet, hat er aber dann einen dreijährigen Gebrauchten und woher die Schlussrate nehmen…? Wer also least, der kann pro Monat Kaufkraft sparen, die er entweder in eine andere Verwendung einsetzt oder er die rechnerische Differenz zur Abzahlungsfinanzierung einfach aufs Sparkonto trägt.
Autoverkäufer sind trotz allem in der Bredouille: die Zahlen der Neuzulassungen gehen stetig zurück, was die Hersteller zu immer neuen Rabatt- und Sonderaktionen veranlasst. Wenn es darum geht, wie ein neues Auto bezahlt werden soll, gibt es drei Möglichkeiten: Finanzierung oder Leasing oder eben bar bezahlen.
Vergleich nur bei gleicher Laufzeit zulässig!
Sind die drei Möglichkeiten genannt, gerät - warum auch immer- das Leasing für private Käufer in die “Nebenrolle”. Nur elf von 100 Befragten gaben an, dass sie für ihr nächstes Auto Leasing als Bezahlungsart wählen würden.
Als “großer Gewinner” gilt dagegen der “Finanzierer”.
Beim Leasing betonen zwar auch Experten, dass es eigentlich nur lohne, wenn man die Leasingrate von der Steuer absetzen könne. Doch die Betrachtung ist zu einseitig. Und auch beim AvD in Frankfurt/Main gilt Leasing als “die teuerste Variante”, wenn auch die Begründung ausbleibt.
Legt der Verkäufer keine “Fallstricken in Leasingverträgen” und gilt auch die Kilometerleistung als ausreichend, hat man den richtigen Leasingpartner gefunden, auch wenn zusätzliche Kilometer schließlich gesondert bezahlt werden müssen.
Bei der Finanzierung mit Ballonrate lockt zunächst eine niedrige monatliche Rate, die dann aber durch eine hohe Schlussrate erkauft wird. Andere Modelle sehen eine höhere Zahlung beim Kauf und danach moderate monatliche Zahlungen vor. Korrekt, um zum Leasing zu vergleichen, sind monatlich gleich bleibende Raten, die den Vorteil der ersparten Kaufkraft beim Leasing erkennen lassen.
Rabatte - aber wie??
Die Theorie bei der Barzahlung: Wer mit Bargeld beim Händler auftaucht, hat bessere Chancen auf einen großzügigen Rabatt. Und: dem Käufer gehört das Auto von Anfang an. Das nun ist manchem sehr wichtig, auch wenn es auf dem Fahrzeug nicht drauf steht.
Rabatte haben sich dennoch im Automobilgeschäft durchgesetzt, allerdings waren die Minderungen zuletzt wieder rückläufig. Lag das durchschnittliche Rabattniveau im Juli noch bei 17,5 Prozent, waren es nach CAR, dem Center Automotive Research, der Fachhochschule Gelsenkirchen kurz danach nur noch 16 Prozent. Zur Zeit lässt sich in Anbetracht der Krise bei Neuwagenverkauf (November 2008) wieder besser verhandeln. Wenn der Partner erst mal angibt, wieviel er an einem Fahrzeug verdient, könnte man sich auf “Kippe” einigen - jeder von beiden soll denselben Vorteil haben. Das nun könnte tatsächlich noch kommen…