Baufinanzierung: Zinsexperten rechnen mit weiterem Zinsrückgang
Wer sich auf der Suche nach einer Baufinanzierung befindet bzw. kurz vor dem Abschluss eines entsprechenden Darlehensvertrags steht, der hat es derzeit nicht gerade leicht. Immerhin sind die Hypothekenzinsen in den vergangenen Wochen spürbar gefallen. Für einen Großteil der potentiellen Darlehensnehmer bedeutet dies, bei der Finanzierung ihres Eigenheims ordentlich sparen zu können: Selbst geringe Zinsrückgänge können im Hinblick auf die Gesamtlaufzeit des Darlehens zu einer Zinsersparnis in Höhe von mehreren tausend Euro führen.
Weil die Zinsen gefallen sind und inzwischen immer mehr Zinsexperten mit weiteren Rückgängen rechnen, stellt sich natürlich die Frage, wie man am besten verfahren soll. Insbesondere wenn man unter Zugzwang steht, beispielsweise weil demnächst der Kaufpreis der Immobilie fällig wird, fällt einem die Entscheidung nicht gerade leicht. So kann es unter Umständen empfehlenswert sein, sich für ein variables Immobiliendarlehen zu entscheiden. Hierbei handelt es sich um ein Darlehen, dessen Zinssatz keiner Zinsbindung unterliegt, sondern in regelmäßigen Abständen an die Zinsentwicklung angepasst wird: Sollten die Hypothekenzinsen weiterhin fallen, kann man schon bald vom Zinsrückgang profitieren, da sich auch der Darlehenszins reduziert.
Diese Woche ist auf „Focus Online“ ein Artikel zu diesem Thema erschienen, in welchem zu dieser Verfahrensweise geraten wird. So rechnet zum Beispiel Max Herbst, Zinsexperte und Chef der FMH Finanzberatung, mit einem weiteren Rückgang der Hypothekenzinsen und rät wagemutigen Baufinanzierern zum Abschluss eines variablen Darlehens.
Sofern man selbst mit einem Zinsrückgang rechnet, kann diese Verfahrensweise durchaus in Betracht gezogen werden. Allerdings sollte man sich ebenso der Risiken bewusst sein: Wenn die Hypothekenzinsen steigen, steigt auch die Zinsbelastung. Daher ist es ratsam, sich für ein variables Darlehen zu entscheiden, das jederzeit in ein Darlehen mit Zinsbindung gewandelt werden kann. Auf diese Weise ist es möglich, die Reißleine zu ziehen und einen weiteren Anstieg zu verhindern oder im Falle sinkender Zinsen zu profitieren und diese langfristig festzuschreiben.
