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Dienstag, November 25, 2008

Liegt wie Sauerbier in den Regalen der Versicherungen: die Rürup-Rente

Mit bislang rund 800.000 Verträgen bleibt die Rürup-Rente weit hinter den Erwartungen zurück, die einst an sie geknüpft waren. Die Steuergeschenke des Staates, mit denen die private Rente für Selbständige und Freiberufler gefördert wird, locken niemanden mehr hinter dem Ofen hervor. Denn diesem einen Vorteil, der sich zudem nur schwer berechnen lässt, stehen einige Nachteile gegenüber – angefangen bei der Vorgabe, dass der Vertrag nicht kapitalisierbar ist, über den Ausschluss einer Einmalzahlung zu Rentenbeginn bis hin zu den Kosten, die allerdings bei jeder privaten Altersvorsorge anfallen und berücksichtigt werden müssen.

Dass die Rürup-Rente derzeit überhaupt wieder ins Gespräch gekommen ist, hat zwei Gründe. Zum einen sorgte Bert Rürup, geistiger Vater und Namensgeber der Altersvorsorge für Freiberufler und Selbständige, mit seinem Wechsel zum AWD für Aufsehen. Zum anderen steht der Jahreswechsel kurz bevor und damit oft auch die Überlegung, wie noch Steuern gespart werden können. In dem Punkt kann sich die Basisrente durchaus sehen lassen. Bis zu 20.000 Euro, die in den Vertrag eingezahlt werden – als monatlicher Beitrag oder als jährliche Sonderzahlung –  können als Sonderausgaben geltend gemacht werden. In diesem Jahr würden 13.200 Euro anerkannt, 2025 dann 100 Prozent. Dass mit dem steuerlich absetzbaren auch der später zu versteuernde Anteil Jahr für Jahr steigt (2040 muss die Rente zu 100 Prozent mit dem individuellen Satz versteuert werden), macht die Basisrente für viele auf den ersten Blick dann wieder uninteressant.

Um sich ein genaues Bild davon zu machen, ob die steuerliche Behandlung der Rürup-Rente sich lohnt oder nicht, raten Experten, den Steuerberater zu kontaktieren. Für ältere Besserverdiener macht sie aufgrund der aktuell geringen Versteuerung durchaus Sinn. Für alle anderen gilt, genau zu vergleichen und zu rechnen: Denn hat man sich erst einmal dazu durchgerungen, einen Vertrag zu unterschreiben, ist man daran gebunden und zahlt bis zum Rentenbeginn ein. Kündigen lassen sich die Verträge nicht. Da sie auch nicht vererbbar, beleihbar oder veräußerbar sind, zwängen sie die Sparer von Anfang an in ein sehr enges Korsett. Würde es gelockert, könnte das Marktpotential weitaus besser ausgeschöpft werden – sagen jene, die für die Entwicklung der Verträge zuständig sind.

Posted by Andre on 11/25 at 07:19 AM
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Immobilien eignen sich hervorragend zur privaten Altersvorsorge

Es geht auf das Ende des Jahres zu und alle Versicherungsunternehmen rühren noch einmal kräftig in der Werbetrommel. Insbesondere im Bereich der privaten Altersvorsorge wird kräftig geworben: Den Verbrauchern wird empfohlen, entsprechende Vorsorgeprodukte noch in diesem Jahr abzuschließen, um auch ja die gesamte Förderung zu erhalten. Da können einige nicht widerstehen und entscheiden sich beispielsweise für ein Riester-Produkt.

Dabei existieren noch ganz andere Möglichkeiten zur privaten Altersvorsorge. Eine der besten Möglichkeiten stellt der Erwerb von Wohneigentum dar. Oftmals wird den Leuten erst nach dem Eintritt in den Ruhestand so richtig bewusst, welche Vorteile die eigene Immobilie mit sich bringt. Insbesondere im Hinblick auf die monatlichen Fixkosten können die Eigentümer selbst genutzter Immobilien so richtig punkten: Während andere Monat für Monat hohe Mietkosten zahlen müssen, fällt diese Belastung einfach weg.

Nun werden einige Leute vielleicht argumentieren, dass es sich bei den Mietkosten um einen Faktor handelt, der zu vernachlässigen ist. Allerdings sollte man mit Aussagen dieser Art sehr vorsichtig sein: Durch den Eintritt in den Ruhestand wird das Einkommen in der Regel sehr deutlich reduziert, so dass die Miete einen großen Teil der Rente gleich wieder auffrisst. Hinzu kommt die Problematik mit den steigenden Mieten: Während die Mieten von Jahr zu Jahr vergleichsweise deutlich steigen, erhöhen sich die Renten hingegen nur sehr langsam, so dass die Miete zu einer immer größeren Belastung wird.

Daher kann die Immobilie nur wärmstens zur privaten Altersvorsorge empfohlen werden. Selbst wenn man sich vergleichsweise spät für den Erwerb von Wohneigentum entscheidet, ist es immer noch möglich, das Vorhaben finanziell zu stemmen und den Großteil der Finanzierungskosten vor dem Eintritt in den Ruhestand wieder abgetragen zu haben.

Posted by Jochen on 11/25 at 07:16 AM
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