Warum Versicherungspolicen nichts neben Konserven verloren haben
Ein Pappkarton, bedruckt mit bunten Bildern und hochtrabenden Versprechungen, gefüllt mit Broschüren und einem Antrag – so einfach sollte es sein. Doch die Idee, Versicherungspakete einfach in den Regalen von Supermärkten und Discountern anzubieten, hat sich als wenig erfolgreich erwiesen. Zum einen, weil die Produkte selten dem strengen Blick von Verbraucherschützern und Experten standhielten. Zum anderen, weil auch die Kunden begriffen haben, dass man eine Versicherung nicht im Vorbeigehen abschließt. Dass dieser Vertriebsweg auch juristisch zweifelhaft ist, unterstrich das Landgericht Wiesbaden mit einem grundlegenden Urteil zum Verkauf von Versicherungen im Lebensmittelhandel (Aktenzeichen: 11 O 8/08).
Die Fachzeitschrift „NJW-Rechtsprechungsreport Zivilrecht“ informiert über das Urteil und die Urteilsbegründung der Richter. Zulässig seien diese Versicherungsangebote nur dann, wenn der Inhaber des Geschäftes zumindest einen ausgebildeten Versicherungsvermittler in den Reihen seiner Mitarbeiter hat – und das dürfte in den meisten Supermärkten nicht der Fall sein. Genau aus dem Grund verbot das Landgericht Wiesbaden einer Lebensmittelkette, weiterhin ein Versicherungspaket zu verkaufen. Dabei handelte es sich um eine Kombination aus Schutzbrief, Unfall- und Opferrechtsschutzversicherung für 49 Euro. Die Kunden mussten sich nach dem Kauf schriftlich oder online registrieren, um so den Vertrag abzuschließen. Das Geschäft fungiere dabei nicht als „Tippgeber“, wie der Beklagte es formulierte, sondern bereite den Abschluss des Vertrages vor und komme damit einer erlaubnispflichtigen Vermittlungstätigkeit nach.
Das Urteil aus Wiesbaden bestätigt das, was seit den ersten Kooperationen von Versicherungsunternehmen und Supermärkten immer wieder kritisiert wurde: Es fehlt schlichtweg eine fundierte und sachliche Beratung. Selbst bei vermeintlich einfachen Policen für wenige Euro im Jahr, sollte man sich ausführlich informieren und bei Fragen an einen Fachmann wenden. Denn die „Zutatenliste“ auf dem Karton und Vertragsbedingungen, die für Laien nur schwer verständlich sind, helfen selten weiter. Und mal ehrlich: Wie vertrauenswürdig ist eine Versicherung, die im Regal neben Rindsrouladen aus der Dosen steht?
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Andre on 12/05 at 07:25 AM
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Wie viele Baugeldvermittler sind genug?
Das Geschäft mit der Finanzierung von Immobilien hat sich in den letzten Jahren sehr deutlich geändert. Früher war es so, dass sich angehende Bauherren und Käufer an ihre Hausbank gewandt haben um dort nach einem Darlehen anzufragen. Gegebenenfalls wurde noch bei ein bis zwei weiteren regionalen Banken eine Finanzierungsanfrage gestellt. Heutzutage wird der Markt von zahlreichen Geldinstituten, insbesondere den Direktbanken, hart umkämpft, so dass sich die Bankenwahl viel schwieriger gestaltet.
Weil so viele Banken für ihre Immobiliendarlehen werben, kann man als Verbraucher sehr schnell den Überblick verlieren. Aufgrund dieser Entwicklung hat sich das Geschäft der Baugeldvermittler prächtig entwickelt. Das Prinzip ist ganz einfach: Die Vermittler besprechen mit ihrem Kunden das jeweilige Vorhaben und begeben sich dann auf die Suche nach der passenden Bank. Dem Kunden bleibt dadurch eine Menge Arbeit erspart und er kann sich sicher sein, ein vergleichsweise günstiges Darlehen abzuschließen.
Das Prinzip der unabhängigen Baugeldvermittlung kommt bei den Verbrauchern so gut an, dass immer mehr Anbieter aus dem Boden sprießen. Wer sich heute im Internet über Baufinanzierungen und aktuelle Darlehenskonditionen informieren möchte, stößt automatisch auf zahlreiche Angebote der unabhängigen Vermittler. Da stellt sich so manchem Bauherrn oder Käufer die Frage, an welchen Baugeldvermittler er sich wenden soll und ob es womöglich besser ist, sich nicht nur mit einem Vermittler in Verbindung zu setzen?
Diese Frage ist nur schwer zu beantworten, da kein Patentrezept existiert. Verallgemeinert kann lediglich gesagt werden, dass es in der Tat sehr vernünftig zu sein scheint, sich längst nicht nur mit einem Vermittler in Verbindung zu setzen. Gleich zwei Gründe sprechen dafür, mehrere Baufinanzierungsspezialisten zu kontaktieren und mit der Suche nach dem passenden Darlehen zu beauftragen. Beim ersten Grund handelt es sich um die Tatsache, dass längst nicht alle Anbieter mit denselben Banken zusammenarbeiten. Hinzu kommen Unterschiede bei der Beratungsqualität. Daher ist es in den meisten Fällen besser, ungefähr zwei bis drei Vermittler einzuschalten – mehr sollten es wiederum auch nicht sein, weil sonst das Ausmaß der Arbeit zu sehr ausufert.
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Jochen on 12/05 at 07:22 AM
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