Ab ins Eigenheim: Mietzahlungen in Darlehensrate umwandeln
In meinem gestrigen Beitrag wurden Städte vorgestellt, in denen die Mieter besonders tief in die Tasche greifen müssen. Wenn man Einkommen und Miete zueinander ins Verhältnis setzt, gelten Freiburg, Stuttgart und Köln als die teuerste Städte Deutschlands: Mehr als 40 Prozent des Nettoeinkommens müssen die Mieter im Durchschnitt aufbringen um ihre Miete bezahlen zu können. In diesem Zusammenhang wurde darauf hingewiesen, dass man für das gleiche Geld auch eine Immobilie finanzieren und somit im Eigenheim leben kann. Nun stellen sich viele Menschen die Frage, ob und wie dies möglich ist. Daher soll an dieser Stelle aufgezeigt werden, welche einzelnen Möglichkeiten der Immobilienfinanzierung bestehen.
Zunächst einmal soll an dieser Stelle verdeutlicht werden, dass tatsächlich die Möglichkeit besteht, vom Mieter zum Eigentümer zu werden, ohne höhere Ausgaben in Kauf nehmen zu müssen. Voraussetzung ist natprlich, dass Mietobjekt und Kaufobjekte miteinander vergleichbar sind. Es sollte jedem einleuchten, dass man keine 3-Zimmerwohnung zu den Kosten finanzieren kann, die man zuvor als Miete für eine 1-Zimmerwohnung bezahlt hat. Ebenso spielen Lage und Ausstattung eine wichtige Rolle: Letzten Endes sollten die Objekte miteinander vergleichbar sein.
Eine Immobilienfinanzierung zu niedrigen Raten ist vor allem deshalb möglich, weil die Hypothekenzinsen derzeit vergleichsweise günstig sind. Im historischen Vergleich zeigt sich deutlich, dass die aktuellen Zinsen so günstig wie schon seit Jahrzehnten nicht mehr sind. Unter normalen Bedingungen sollte man derzeit ein Immobiliendarlehen mit einem Zinssatz abschließen können, der weniger als fünf Prozent beträgt. In Abhängigkeit von Bonität, Eigenkapitaleinsatz und Objektzustand sind mittlerweile Finanzierungen zu weniger als 4,5 Prozent möglich. Nun kommt noch eine Tilgung von mindestens einem Prozent hinzu und schon befindet man sich auf dem Weg ins Eigenheim – und die Kosten dürften mit der früheren Miete vergleichbar sein.
Durch die Einbindung von Förderdarlehen lassen sich Zins- und Tilgungsbelastung zusätzlich senken. Hier kommt es jedoch stets auf den Einzelfall an: Oftmals machen sich diese Vorteile nur in den ersten Jahren bemerkbar, so dass es genau zu prüfen gilt, ob deren Einbindung tatsächlich empfehlenswert ist.
