Existenzgründer vergessen oft den Blick Richtung Altersvorsorge
Die Zukunft rückt bei Existenzgründern häufig in weite Ferne. Sie leben im Hier und Jetzt und konzentrieren sich ganz auf ihr Unternehmen. Wenn ein Ausblick nach vorne gewagt wird, dann nur in Bezug auf die Entwicklung der jungen Firma. Für die private Altersvorsorge, die gerade bei Selbständigen und Freiberuflern gut geplant sein will, bleibt da nur wenig Zeit. Statt gezielt zu investieren und ein vernünftiges Portfolio für das Alter aufzubauen, wird – wenn überhaupt – eher blindlings agiert.
Im Gespräch mit der Wirtschaftswoche erklärt Hauke Müller-Späth, dass sich viele Existenzgründer „gar nicht oder erst sehr spät“ mit dem Thema Alter und private Rente befassen. Der Professor für Entrepreneurship und Changemanagement an der Hochschule Fresenius in Köln macht den Gründungshype dafür verantwortlich, dass die Altersvorsorge in der Anfangsphase weitgehend auf der Strecke bleibt. Von der zur Verfügung stehenden Zeit würden lediglich fünf bis sechs Prozent dazu genutzt, die eigene Zukunft – auch in finanzieller Hinsicht – zu gestalten. Geht es um die Geldanlage, empfiehlt Hauke Müller-Späth eine gute Mischung aus verschiedenen Anlageformen. Möglichkeiten wären ein Banksparplan, Investmentfonds, Kapitallebens- und Rentenversicherungen sowie Finanzprodukte, über die kurzfristig verfügt werden kann, beispielsweise Tagesgeld.
Nicht außer Acht gelassen werden dürfen die reinen Altersvorsorge-Produkte. Auch Existenzgründer können bei der privaten Rente auf staatlich geförderte Policen zurückgreifen. Teilweise, etwa für Mitglieder der Künstlersozialkasse, besteht sogar die Möglichkeit, eine Riester-Rente abzuschließen, die Freiberuflern und Selbständigen sonst nicht offen steht. Für sie gibt es normalerweise die Basisrente, die mit steuerlichen Vorteilen lockt. Auch die betriebliche Altersvorsorge stellt eine Möglichkeit dar, insbesondere für Inhaber einer GmbH. Um den Überblick nicht zu verlieren, rät der Professor, sich genau beraten zu lassen – möglichst unabhängig.
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Andre on 12/18 at 08:23 AM
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Baufinanzierung ohne Schufa: So läuft es in der Realität ab
In meinem gestrigen Beitrag habe ich aufgezeigt, welche Probleme ein negativer Schufa Eintrag bei der Baufinanzierung nach sich ziehen kann. Für die Betroffenen gestaltet sich der Erhalt eines Immobiliendarlehens äußerst schwierig, weil nahezu alle Banken von der Darlehensvergabe absehen. Auf der anderen Seite finden sich im Internet einige Anbieter wieder, die auch bei negativer Schufa Auskunft mit der Vergabe von Darlehen werben. An dieser Stelle möchte ich aufzeigen, was es mit diesen Angeboten auf sich hat.
Zunächst einmal sollte man sich der Tatsache bewusst sein, dass schufafreie Immobilienfinanzierungen nicht unbedingt günstig sind. Wenn sich eine Bank entschließt, trotz negativer Schufa Auskunft ein Immobiliendarlehen zu gewähren, lässt sie sich ihre hohe Risikobereitschaft entsprechend bezahlen. Daher sollte man mit einem Zinssatz rechnen, der über dem Durchschnittszins liegt, den andere Banken bieten.
Ebenfalls sollte man wissen, dass es keine Garantie gibt, tatsächlich eine Finanzierungszusage zu erhalten: Ob eine Darlehensvergabe erfolgt ist stets eine Einzelfallentscheidung. Die Sachbearbeiter prüfen jeden einzelnen Antragsteller sehr genau. Anstatt eine Schufa Auskunft einzuholen wird auf andere Bonitätsmerkmale geachtet. Vor allem dem Einkommen wird viel Aufmerksamkeit geschenkt: Dieses muss als ausreichend hoch und nachhaltig eingestuft werden können. Ebenso muss die Vermögenssituation passen: Hohe Konsumschulden können schnell zu einer Ablehnung führen.
Weil ein Großteil der Betroffenen sehr verzweifelt ist und unbedingt den Traum vom Eigenheim verwirklichen möchte, laufen sie immer wieder in Fallen. Zu diesen Fallen zählt zum Beispiel der frühzeitige Abschluss von Versicherungsprodukten, die für einen Krediterhalt erforderlich sind. Hierzu zählen vor allem Restschuldversicherungen oder Risikolebensversicherungen. In diesem Zusammenhang kann allen Interessenten nur Folgendes geraten werden: Man sollte niemals eine kostspielige Versicherung abschließen, ohne eine konkrete Gegenleistung bzw. eine Finanzierungszusage zu erhalten. Eine Versicherung kann gern abgeschlossen werden, allerdings nur wenn die Finanzierungszusage vorliegt. Denn sollte die Finanzierungsanfrage später abgelehnt werden, kommt man aus der Versicherung schon nicht mehr heraus.
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Jochen on 12/18 at 08:20 AM
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