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Freitag, Dezember 19, 2008

Bauträger bieten immer häufiger gleich die passende Immobilienfinanzierung an.

Das Geschäft der Bauträger hat sich in den vergangenen Jahren recht gut entwickelt: Zunehmend mehr Menschen zieht es in die Städte, wodurch es zu einer gestiegenen Nachfrage bei Neubau-Wohnungen gekommen ist. Doch die Bauträger verdienen ihr Geld längst nicht nur mit dem Verkauf ihrer Wohnungen: Zunehmend mehr Unternehmen bieten auch gleich die passende Finanzierung an.

Es ist heutzutage nichts Ungewöhnliches mehr, wenn einem der Bauträger auch eine Finanzierung anbietet oder er zumindest einen Finanzierungspartner empfiehlt, mit dem er gerne zusammenarbeitet. Die Immobilienkäufer sind jedoch häufig überrascht und wissen nicht genau, was sie von diesen Angeboten halten sollen. So wird zum Beispiel befürchtet, dass die Qualität der Beratung zu wünschen übrig lässt oder die Darlehen schlichtweg teuer sind.

Die Praxis zeigt jedoch, dass dies längst nicht immer zutreffen muss. In der heutigen Zeit verfügen die freien bzw. unabhängigen Baugeldvermittler über sehr gute Möglichkeiten. Zusammenschlüsse einzelner Vermittler oder Anbindungen an große Finanzunternehmen ermöglichen es ihnen, eine vergleichsweise große Zahl an Darlehen unterschiedlicher Banken vermitteln zu können. Insbesondere im Bereich der Immobiliendarlehen, die von Direktbanken stammen, ist das Angebot sehr groß. Daher kann allen Kaufinteressenten nur dazu geraten werden, sich ruhig ein Finanzierungsangebot einzuholen – es ist durchaus möglich, dass einem ein sehr attraktives Finanzierungsangebot unterbreitet wird. Zu diesem Ergebnis kommen auch die Redakteure der „Berliner Morgenpost“, die sich zu Beginn der Woche mit diesem Thema näher beschäftigt haben.

Auf der anderen Seite ist es natürlich so, dass man sich auf keinen Fall nur von einem einzigen Finanzdienstleister beraten lassen sollte. Gerade im Bereich der Baufinanzierung ist es wichtig, sich stets mehrere Angebote einzuholen und diese genau miteinander zu vergleichen, schließlich können schon minimale Zinsunterschiede zu immensen Mehrkosten oder eben einer deutlichen Ersparnis führen.

Posted by Jochen on 12/19 at 07:22 AM
Immobilien • Kommentar(e): (0) • Trackbacks (0) • Permalink

Verzinsung von Lebensversicherungen bleibt weitgehend konstant

Mit der AXA informierte jetzt die nächste Lebensversicherung darüber, dass ihre Überschussbeteiligung 2009 unverändert bleiben wird – trotz Finanzkrise. Kunden erhalten demnach, abhängig vom Vertrag, 3,5 bis 4,0 Prozent Garantieverzinsung und Zinsüberschuss. Inklusive des Kostenüberschuss- und Schlussgewinnanteils von bis zu 0,3 bzw. 0,5 Prozent stehen als Gesamtverzinsung bis zu 4,8 Prozent unter dem Strich. „AXA Kunden profitieren damit von der Verlässlichkeit und Konstanz eines starken Partners“, heißt es dazu in der Pressemitteilung.

Bislang halten es die meisten Unternehmen der Branche wie die AXA und zuvor schon die Allianz: Sie belassen die Verzinsung auch im kommenden Jahr auf aktuellem Niveau. Wie das VersicherungsJournal ermittelt hat, senkten bislang lediglich elf von 51 Assekuranzen die Überschussbeteiligung. Dabei reicht die Spanne von 0,1 Prozent bei der Victoria bis hin zu 0,55 Prozent bei der Provinzial Rheinland. Im Schnitt sind es 0,25 Prozent, die von diesen elf Lebensversicherern weniger gezahlt werden. Darunter ist auch die Europa, die trotz einer um 0,4 Prozentpunkten nach unten korrigierten Überschussbeteiligung auf eine Verzinsung von 5,0 Prozent kommt.

Damit liegt die Europa aktuell an der Spitze, vor Forits, CiV, Debeka, LVM, Asstel, Continentale und Deutschem Ring. Die durchschnittliche Verzinsung von Lebensversicherungen hat sich für das kommende Jahr bei 4,28 Prozent eingependelt und liegt damit nur minimal unter dem Ergebnis von 2008, als es noch 4,33 Prozent waren. Diese Werte könnten sich noch leicht ändern, sobald zwei der größten Lebensversicherer, die AachenMünchener und die Zurich, ihre Zinsstrategie bekannt geben. Branchenführer mit 17 Prozent Marktanteil ist die Allianz. Sie bietet für 2009 eine laufende Verzinsung von 4,5 Prozent, was derzeit dem zwölften Platz entspricht, den sich das Unternehmen unter anderem mit der Gothaer teilt.

Posted by Andre on 12/19 at 07:20 AM
Lebensversicherung • Kommentar(e): (0) • Trackbacks (0) • Permalink

Wenn eine Bürgschaft sittenwidrig ist!

“Bürgen”? - “Nie!”, so die Einen, die Vorsichtigen. Denn, dass der Fall des Falles für den Bürgen eintritt, ist eher möglich als unmöglich. In manchen Fällen - je nach Risiko - sogar wahrscheinlich. Ob ein Bürgschaftsvertrag überhaupt gilt und wie er für bürgerliche Personen oder eben für Kaufleute gilt, ist den meisten Normalos nicht geläufig. Ein Bürgschaftsvertrag, der gar zu einer lebenslangen Überschuldung des Bürgen führt, ist jedenfalls nicht. Das geht aus einem Urteil des OLG Saarbrücken hervor.

Die Richter am OLG kamen zu der Auffassung, dass dies besonders dann gilt, wenn die Bank als Gläubigerin ‘emotionale oder verwandtschaftliche Bindungen’ ausgenutzt hat (Az.: 8 U 502/07-141).
Publik wurde der Urteilsspruch über die Fachzeitschrift “OLG-Report”, worin die Klage einer Bank abgewiesen wurde.
Das Geldinstitut wollte die Ehefrau eines Firmeninhabers wegen mehrerer Kredite über insgesamt 165 181 Euro als Bürgin in Anspruch nehmen.

Zum Zeitpunkt der durch Darlehen entstandenen Schulden hatte die Bank die Frau durch mehrere Bürgschaftsverträge verpflichtet. Mittels der sogenannten selbstschuldnerischen Bürgschaften sollte die Frau im Falle der Zahlungsunfähigkeit der Firma persönlich haften, ohne dass man zunächst alle Maßnahmen gegen den Erst-Schuldner, den Ehemann, auszuschöpfen und zu versuchen sind.

Die Bürgschaftsverträge wertete das OLG jedoch als sittenwidrig. Es ließ sich zweifelsfrei berechnen, dass die Ehefrau nicht einmal die monatlichen Zinsen in Höhe von rund 754 Euro aus ihrem Einkommen von nur 592 Euro hätte zahlen können.
Somit sei davon auszugehen, dass sie nur aus emotionaler Bindung zu ihrem Ehemann die Bürgschaft übernommen habe und dies von der Bank mit Vorsatz und damit bewusst ausgenutzt wurde.

Posted by wob. on 12/19 at 07:18 AM
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