Wenn der Fertighausanbieter oder Bauträger Insolvenz anmeldet
Das Fertighaus erfreut sich bei Bauherren einer stark wachsenden Beliebtheit. Aufgrund mehrerer Vorteile, die gegenüber dem klassischen Bauvorhaben bestehen, entscheiden sich immer mehr Bauherren bewusst für ein Fertighaus. Allerdings gilt es den Anbieter sehr genau auszuwählen – und zwar längst nicht nur im Hinblick auf das Angebot an Fertighäusern.
Erst in der vergangenen Woche sorgte ein Fertighausanbieter aus Österreich für negative Schlagzeilen: Im Rahmen der Finanzkrise rutschte das Unternehmen so sehr in die roten Zahlen, dass es Insolvenz anmelden musste. Die Folge einer solchen Insolvenz ist wiederum, dass der Geschäftsbetrieb zumeist eingestellt wird: Es werden keine Häuser mehr ausgeliefert und oftmals haben etliche Kunden ihr Geld verloren.
Nun ist es so, dass Pleiten unter Unternehmen, die zur Baubranche zählen, keine Seltenheit sind. Schon häufiger ist es vorgekommen, dass Fertighausanbieter sowie auch andere Bauunternehmen inmitten eines Projektes Insolvenz anmelden mussten und plötzlich mehrere Bauherren betroffen waren: Die haben meist schon große Zahlungen geleistet und sitzen plötzlich auf einer Bauruine.
Sofern man sich für den Bau eines Fertighauses entscheidet, die ist Wahrscheinlichkeit, dass man je auf einer Bauruine sitzen wird, relativ gering. Dennoch kann es im Falle einer Insolvenz des Fertighausherstellers schnell zu größeren Schwierigkeiten kommen: Immerhin gilt es hohe Anzahlungen zu leisten. Sollten diese geleistet worden sein und das Unternehmen einem Insolvenzverwalter unterstellt werden, kann das Geld sehr schnell weg sein.
Daher kann allen Bauherren nur dazu geraten werden, sich ihre Partner am Bau sehr genau auszusuchen. Wenn man sich innerhalb der Branche ein wenig umhört, lassen sich entsprechende Risiken erheblich verringern. Des Weiteren ist es empfehlenswert, größere Zahlungen über Treuhandkonten abzuwickeln, um das Risiko eines Verlusts zu begrenzen. Außerdem ist der Abschluss einer Bauleistungsversicherung zu empfehlen: Durch Auswahl des richtigen Versicherers ist es möglich, einen umfassenden Versicherungsschutz zu erlangen, so dass man im Schadensfall auch größere Verluste geltend machen kann und die Zusatzkosten, die durch die Fertigstellung eines anderen Bauunternehmens entstehen, von der Versicherung getragen werden.
