Vorsicht bei der Immobilienfinanzierung über Versicherungen
Leider läuft bei der Baufinanzierung längst nicht immer alles so glatt, wie es einem lieb wäre. Sehr viele Bauherren oder Immobilienkäufer stellen später fest, dass sie ihre Finanzierung im Nachhinein ganz anders angegangen wären. Mit diesem Thema hat man sich auf „Focus Online“ beschäftigt und die größten Irrtümer zusammengetragen, die im Hinblick auf das Thema Baufinanzierung gemacht werden können.
Exemplarisch möchte ich an dieser Stelle einen der genannten Irrtümer aufgreifen und die Bedeutung der Aussage unterstreichen. Das wäre in diesem Fall die Aussage, die Lebensversicherung sei das bessere Finanzierungsmodell. In dieser Aussage steckt nämlich besonders viel Unwahrheit: Eine Baufinanzierung in Verbindung mit einer Lebensversicherung ist im Normalfall immer teuerer als die Aufnahme eines klassischen Annuitätendarlehens.
Zunächst einmal zur Funktionsweise dieses Finanzierungsmodells. Der Darlehensnehmer schließt ein Immobiliendarlehen ab, welches tilgungsfrei gestellt wird. Dies bedeutet, dass lediglich Zinsen bezahlt werden, jedoch kein Abtrag der Restschuld erfolgt. Stattdessen fließt die Tilgungsleistung in eine Lebensversicherung. Der Vorteil dieser Finanzierungsvariante soll laut den Anbietern darin bestehen, dass das Kapital innerhalb der Versicherung besonders gut verzinst wird und man zudem einen umfassenden Versicherungsschutz erhält: Sollte der Darlehensnehmer während der Laufzeit sterben, sind die Angehörigen finanziell abgesichert, weil die Darlehensrestschuld mit der Versicherungssumme abgelöst werden kann.
Allerdings bringt dieses Finanzierungskonzept einen sehr großen Nachteil mit sich: Weil keine Tilgung erfolgt, wird die Zinsbelastung nicht verringert. So gesehen ist die Finanzierung sehr teuer. Zwar wird man mit der Versicherung Zinseinnahmen generieren, doch diese können die Zinskosten nicht kompensieren. Hinzu kommen häufig noch Gebühren, die gerade in der Anfangszeit dazu beitragen, dass die Guthabenverzinsung noch geringer ausfällt. Daher ist es immer besser, einen direkten Abtrag der Restschuld vorzunehmen – die Absicherung für Hinterbliebene kann man auch auf andere Art und Weise günstig erlangen.
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Jochen on 01/08 at 01:14 PM
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Nie ohne Versicherungsschutz auf die Piste
Der Winter hat uns mit Minusgraden und reichlich Schnee derzeit fest im Griff. Abgesehen von den Schattenseiten wie glatten Straßen und grauem Schneematsch im Haus hat die weiße Pracht durchaus auch etwas für sich. Gerade Wintersportfreunde kommen voll auf ihre Kosten und bevölkern die in- und ausländischen Pisten. Über den Spaß wird leider zu oft vergessen, dass die Abfahrten auch Risiken bergen. Wachgerüttelt haben dürfte viele der schwere Unfall von Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus in Österreich. Insgesamt verunglücken laut Stiftung Warentest jedes Jahr rund 60.000 Menschen beim Ski- und Snowboardfahren. Ohne ausreichenden Versicherungsschutz kann sich das ungetrübte Vergnügen dann schnell zum Fiasko entwickeln – ob man nun selbst verletzt wird oder Verursacher eines Unfalls ist.
Schon ein „einfacher“ Armbruch zieht Kosten von mehreren tausend Euro nach sich. Sollte man für die Verletzung verantwortlich sein und keine private Haftpflichtversicherung haben, muss der Schaden aus eigener Tasche bezahlt werden. Bei sechs- bis siebenstelligen Beträgen – unter anderem für die Behandlung durch den Arzt, Schmerzensgeld, Verdienstausfall und Schadensersatz – die sich bei Skiunfällen schnell summieren, kommt das dem finanziellen Ruin gleich. Dass dennoch nur jeder dritte Deutsche eine private Haftpflichtversicherung abgeschlossen hat, so Thorsten Rudnik vom Bund der Versicherten, ist absolut unverständlich. Schließlich muss jeder für die Schäden haften, die er selbst verursacht. Dazu reicht ein kurzer Moment der Unachtsamkeit und schon ist es passiert.
Geht es für den Skiurlaub ins Ausland, ob nun nach Österreich oder Kanada, empfehlen Experten eine Auslandsreisekrankenversicherung. Für wenige Euro im Jahr – die von der Stiftung Warentest mit „sehr gut“ bewertete Familienpolice der HUK24 gibt es schon ab 14,50 Euro – ist man bestens abgesichert. Denn die deutschen Krankenkassen zahlen nur gemäß ihren Sätzen, wenn man sich in Ländern der Europäischen Union behandeln lässt. „Einen Rettungsflug von der Piste in das Krankenhaus bezahlt die heimische gesetzliche Krankenkasse nicht“, so Thorsten Rudnik. Als sehr wichtig wird auch eine private Unfallversicherung eingestuft oder eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Führt ein Unfall zur dauernden Invalidität sorgen diese Policen zumindest finanziell für eine gewisse Absicherung.
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Andre on 01/08 at 01:13 PM
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