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Samstag, Januar 24, 2009

Baufinanzierung: Keine Angst vor langen Zinsbindungen

In meinem vorangegangenen Beitrag ging es um die Wahl der Zinsbindung bei der Aufnahme eines Immobiliendarlehens. Es wurde aufgezeigt, dass es nur bedingt zu empfehlen ist, eine Zinsbindung mit Dauer von 10 Jahren abzuschließen, so wie es die meisten Banken ihren Kunden empfehlen. Insbesondere in Zeiten niedriger Hypothekenzinsen – so wie es derzeit der Fall ist – bietet es sich an, sich für einen deutlich längeren Zeitraum der Zinsfestschreibung zu entscheiden. Es macht einfach Sinn, die Zinsen für längere Zeit zu sichern, damit man bei der späteren Anschlussfinanzierung nicht befürchten muss, einen deutlichen Zinsanstieg und somit eine Verteuerung des Darlehens in Kauf nehmen zu müssen.

Für den durchschnittlichen Darlehensnehmer, für den eine richtig schnelle Tilgung nicht möglich ist, bietet es sich an, derzeit eine lange Zinsbindung zu wählen. Es wäre schade, jetzt ein günstiges Darlehen abzuschließen und bereits in 10 Jahren zu einem womöglich höheren Zinssatz weiterfinanzieren zu müssen. Da ist es einfach besser, Zinsbindungen von 15 oder sogar 20 Jahren zu vereinbaren – somit ist man auf der sicheren Seite und kann erst einmal ordentlich tilgen, ohne Angst vor einem Zinsanstieg haben zu müssen.

Natürlich wäre es theoretisch möglich, dass die Zinsen weiterhin oder in einigen Jahren erneut fallen, so dass man mit einer kürzeren Zinsbindung besser beraten wäre. Auch dies stellt kein Problem dar: Das BGB gewährt dem Verbraucher ein Sonderkündigungsrecht nach 10 Jahren. Der Darlehensnehmer befindet sich in der Lage, sein Darlehen zu kündigen, sofern mindestens 10 Jahre seit Abschluss verstrichen sind. Es ist lediglich die Kündigungsfrist von einem halben Jahr zu berücksichtigen. Somit ist es möglich, das Darlehen auch bei langer Zinsfestschreibung vorzeitig zu verlassen und eine günstigere Anschlussfinanzierung vorzunehmen.

Posted by Jochen on 01/24 at 11:33 AM
Immobilien • Kommentar(e): (0) • Trackbacks (0) • Permalink

Tipps zur Wahl der Zinsbindung bei Baufinanzierungen

Bei der Zinsbindung handelt es sich um eines der wichtigsten Konditionsbestandteile von Immobiliendarlehen. Sie bestimmt darüber, für welchen Zeitraum der Darlehenszins als fest vereinbart gilt. Allerdings gibt es nur vergleichsweise wenige Darlehensnehmer, die sich dieser Tatsache bzw. der Bedeutung der Zinsbindung bewusst sind.

In der Praxis entscheiden sich Bauherren und Immobilienkäufer sehr häufig für eine Zinsbindung von 10 Jahren. Dies liegt ganz einfach daran, dass es sich hierbei um einen Wert handelt, der schon seit Jahrzehnten sehr verbreitet ist und als Standard angesehen kann. Allerdings ist anzumerken, dass eine 10-jährige Zinsbindung bei weitem nicht immer die beste Wahl darstellt – je nach Situation können auch kürzere oder längere Zinsbindungen empfehlenswert sein. Gerade weil es bei der Baufinanzierung zumeist um sehr große Summen geht, sollte die Bedeutung der Zinsbindung nicht unterschätzt werden.

Insbesondere jetzt im Jahr 2009 gilt es darüber nachzudenken, ob es nicht besser wäre, eine vergleichsweise lange Zinsbindung zu wählen, die über den Zeitraum von 10 Jahren hinaus reicht. Der Grund ist einfach: Die Hypothekenzinsen sind gegen Endes des vergangenen Jahres deutlich gefallen: Historisch betrachtet sind die aktuellen Hypothekenzinsen äußerst günstig, so dass es sich geradezu anbietet, sie für möglichst lange Zeit festzuschreiben. Zumal die Zinsaufschläge für Zinsbindungen von 15 oder 20 Jahren relativ gering ausfallen, sollte man solch einen Schritt durchaus in Erwägung ziehen.

Auf der anderen Seite ist es natürlich so, dass auch stets die persönliche Situation berücksichtigt werden muss: Wenn man zum Beispiel eine sehr schnelle Rückzahlung anstrebt, kann eine 20-jährige Zinsfestschreibung womöglich sehr unpassend sein. In solchen Fällen gilt es natürlich eine kürze Zinsbindung zu wählen. Doch der Großteil der Darlehensnehmer sollte mit einem längeren Zeitraum gut beraten sein.

Posted by Jochen on 01/24 at 11:33 AM
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