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Montag, Februar 02, 2009

Die meisten Klagen werden gegen die Kfz-Versicherung geführt

Die Bereitschaft, gegen eine Assekuranz vor Gericht zu ziehen oder zumindest juristische Schritte einzuleiten, ist im Bereich der Kfz-Haftpflichtversicherung am deutlichsten ausgeprägt. Die Quote – bezogen auf 100.000 Verträge – liegt in dieser Versicherungssparte laut Map-Report bei 125,12 Prozessen. Umgerechnet auf rund 33.200 Klagen, die laut Branchenstatistik insgesamt geführt wurden, nimmt die Kfz-Haftpflicht damit stolze 89 Prozent für sich in Anspruch. Die Verkehrsrechtsschutz-Versicherung macht es möglich. Die Police gehört inzwischen zum Portfolio der meisten Versicherten. Sie scheint die Prozessfreude und die Hoffnung zu wecken, ein paar Euro mehr vom Gegner zu bekommen.

Warum die Zahlen zu geführten Prozessen im Versicherungsbereich so wichtig sind, ist leicht erklärt: Wie gut ein Versicherer wirklich arbeitet, zeigt sich leider erst dann, wenn man ihn in Anspruch nehmen muss und er sein wahres Gesicht zeigt – lächelnd und zuvorkommend oder grimmig und nicht bereit, die vereinbarte Leistung zu erbringen. Die Statistiken zu Beschwerden und Prozessen helfen ein wenig dabei, zu erkennen, bei welchen Unternehmen sich die Kunden gut aufgehoben fühlen. Problematisch daran ist allerdings, dass das Zahlenwerk der Branche eher unpräzise ist, wie der Map-Report berichtet. Er geht davon aus, dass Jahr für Jahr rund 100.000 Prozesse gegen Versicherungen geführt werden und nicht nur die 33.200, die offiziell gelistet sind.

Die einzelnen Versicherungssparten sind unterschiedlich stark betroffen. Eher ruhig geht es bei den Lebensversicherungen mit Todesfall-Leistung zu. 54 Millionen Verträge gibt es in dieser Sparte. Geführt wurden 138 Prozesse, was eine sehr niedrige Quote von 0,26 ergibt. Das Bild werde leider dadurch verwaschen, dass einzelne Unternehmen negativ hervorstächen und sich aus der Leistungspflicht herauswinden wollten, erklären die Analysten vom Map-Report.

Bei der Hausratversicherung liegt die Prozessquote bei 2,44 (zehn Millionen Verträge), bei der Wohngebäudeversicherung bei 3,97 (neun Mio.), bei der Kfz-Kasko-Versicherung bei 5,04 (20 Mio.), bei der Berufsunfähigkeitsversicherung bei 7,92 (13 Mio.) und bei der Krankenversicherung bei 9,75 (14 Mio).

Posted by Andre on 02/02 at 07:15 AM
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Private Immobilien Lotterie wurde untersagt

Vor rund einer Woche überschlugen sich die Meldungen in den Zeitungen, als es einer Österreicherin gelang, ihr Haus zu verlosen und damit knapp 900.000 Euro einzunehmen, was gut dem doppelten Wert der Immobilie entspricht. Die Frau hatte sich für diese Maßnahme entschieden, weil der Immobilienmarkt derzeit so schlecht läuft und sie schlichtweg keinen Käufer finden konnte, der dazu bereit gewesen wäre, einen anständigen Preis zu bezahlen.

Ein Franke war von der Aktion so begeistert, dass er auf den Zug aufsprang und 48.000 Lose zu 19 Euro über das Internet anbot. Auch dieser Mann wurde von der Presse gefeiert, weil er mit seiner Aktion relativ gut im Rennen lag. Doch schon damals habe ich hier im Blog darüber berichtet, dass diese Aktion eigentlich nicht gut gehen kann – schließlich sind derartige Verlosungen in Deutschland nicht ohne weiteres gestattet.

So ist es nun auch gekommen. Wie „Focus Online“ berichtet, hat sich die bayerische Glücksspielaufsicht eingeschaltet und dem Mann die Durchführung der Verlosung untersagt. Wenn er die Verlosung nicht unverzüglich einstellt, hat er mit einem hohen Zwangsgeld zu rechnen. Hierbei beruft sich die bayerische Glücksspielaufsicht unter anderem auf das generelle Verbot von Glücksspielen im Internet. Weiterhin wies sie darauf hin, dass private Lotterien ebenfalls nur bedingt durchgeführt werden dürfen: Nur gemeinnützige Veranstalter dürfen auf diese Weise verfahren und müssen den Gewinn zudem für einen gemeinnützigen Zweck verwenden.

Daher dürfte die große Welle der Immobilien Lotterien wohl ausbleiben. Die Androhung der Glücksspielaufsicht ist sehr eindeutig, so dass man als Immobilienverkäufer lieber die Finger von entsprechenden Verlosungen lässt.

Posted by Jochen on 02/02 at 07:13 AM
Immobilien • Kommentar(e): (0) • Trackbacks (0) • Permalink

Graffitischäden

Das Häuser von Graffiti- Sprayern verschandelt werden, ist leider keine Seltenheit. Ein Ärgernis für den Hausbesitzer, denn meist bleibt er auf den Kosten der Reinigung sitzen, da in der Regel aller Fälle der Täter nicht ermittelt werden kann.

Nach Angaben des Deutschen Städtetages belaufen sich die Reinigungskosten pro Jahr auf insgesamt 200 Millionen Euro.

In der Wohngebäudeversicherung Tarif „Gebäudeschutz 60 mit Sicherheitspaket“ der Grundeigentümer- Versicherung sind Graffitischäden am Gebäude bis zu einer Entschädigungsgrenze von maximal 5.000 Euro mitversichert.

Generell schützt die Wohngebäudeversicherung, wenn der Besitz durch folgende Ereignisse zu Schaden kommt:

• Brand
• Blitzschlag
• Explosion
• Implosion
• Leitungswasser
• Rohrbruch und Frost
• Sturm, Hagel und Überspannung.

Die Grundeigentümer Versicherung bietet in diesem Bereich drei Pakete an: die Grundabsicherung durch den Tarif “Gebäude Schutz 45”, die “Gebäude Schutz 60” und die umfassenden Absicherung durch den Tarif “Gebäude Schutz 60 mit Sicherheitspaket”.

Für Hausbesitzer sollte die Wohngebäudeversicherung ein “Muss“ sein. Zwar steht es dem Verbraucher offen, ob und in welchem Umfang und bei welchem Versicherer er diesen Schutz abschließen möchte, doch kein Versicherungsschutz kann zum finanziellen Ruin führen. Vermutlich tritt der finanziellen Ruin nicht durch das Beschmieren von Graffiti sein, aber bei einem Feuer kann das schon ganz anders aussehen.

Dass Graffitis nicht immer nur Ärger bedeuten, beweist jetzt eine junge Agentur für Fassadengestaltung. „More Than Words“ (www.morethanwords.de) vermittelt Sprayern Aufträge aus der Wirtschaft aber auch von Privatleuten. In der Agentur arbeiten seriöse Künstler ebenso kreativ wie fachgerecht. Die Oberfläche der zu gestaltenden Fassade wird so vorbereitet, dass die Leuchtkraft über lange Zeit erhalten bleibt. Eine Zwei-Komponenten-Anti-Graffiti-Versiegelung soll das Kunstwerk dann vor Graffiti-Übermalung, Vogelexkrementen und Moos schützen.

Posted by Saskia on 02/02 at 06:23 AM
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