Vorsicht vor Betrügern beim Immobilienkauf
Interessierte Immobilienkäufer haben derzeit leichtes Spiel: Aufgrund der schwierigen Marktsituation können sie vielen Ortes auf deutlich gefallene Immobilienpreise blicken und somit den Traum vom Eigenheim oder auch von einer Ferienimmobilie vergleichsweise günstig verwirklichen. Dieses Marktumfeld zieht leider auch Betrüger an: Wie der „Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag“ berichtet, ist es einem Betrüger gelungen, Schein-Immobilien an der Ostsee zu verkaufen und damit eine größere Anzahl an Kaufinteressenten um mehrere Millionen Euro zu prellen.
Der Betrüger hatte eine ganz einfache Masche: Er bot exklusive Immobilien in Traumlage am Timmendorfer Strand an, die sich angeblich in der Planung befanden und schon bald errichtet werden sollten. Um das Geschäft so richtig in Schwung zu bringen, beauftragte er sogar Immobilienmakler, die sich aktiv um die Vermarktung kümmerten. Auch die Makler hatten keine Ahnung, dass der Mann überhaupt keine Grundstücke besaß und letzten Endes nur Luftschlösser verkauft hat. Der wiederum war mit seiner Masche sehr erfolgreich: Etliche Kaufinteressenten leisteten hohe Anzahlungen, um eine Traumimmobilie zu erlangen. Auf diese Weise hat er kurzerhand Millionen eingenommen und anschließend die Insolvenz seines Unternehmens angemeldet.
Die Behörden und Ermittler sind schockiert, mit welcher Professionalität der Immobilienbetrüger vorgegangen ist – immerhin ist es ihm sogar gelungen, drei erfahrene Immobilienmakler hereinzulegen und eine große Anzahl an Kaufinteressenten hinter das Licht zu führen. Daher kann allen Kaufinteressenten nur dazu geraten werden, sich vor einem Objektkauf sehr genau zu informieren und auch Unterlagen wie zum Beispiel aktuelle Grundbuchauszüge und Flurkarten anzufordern, um sich somit über die Eigentumsverhältnisse zu informieren. Außerdem sollte ein Vorgespräch mit einem Notar stattfinden, damit weitere Informationen eingeholt werden können.
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Jochen on 02/06 at 01:10 PM
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Bürger fühlen sich schlecht über die Pflegeversicherung informiert
Gesundheitsreform, Pflegereform – derzeit gibt es viele Umbrüche, von denen Verbraucher direkt betroffen sind, aber nur wenig darüber wissen. Vor allem das Thema Pflege wird kaum beachtet. Woran es liegt, lässt sich nur schwer ausmachen. Ginge es nach den Teilnehmern der Umfrage der Münchener Verein Krankenversicherung, liegt der „schwarze Peter“ hauptsächlich bei der Bundesregierung.
Im Schnitt erhält sie für ihre Politik in den Bereichen Gesundheits- und Pflegevorsorge nur eine 3,5 auf einer Skala von 1 für „sehr gut“ bis 5 für „sehr schlecht“. Mit Unzufriedenheit alleine lässt sich der niedrige Informationsstand jedoch nicht begründen. Es mangelt vielmehr an einer soliden und für jedermann verständlichen Öffentlichkeitsarbeit, damit die Pflegeversicherung und die Option der Zusatzversicherungen mehr Beachtung finden.
Das spiegelt sich auch in den Umfrageergebnissen wider. Nur acht Prozent fühlen sich „sehr gut informiert“, 14 Prozent hingegen „überhaupt nicht informiert“. Der Mittelwert bei einem Notensystem von 1 bis 5 liegt bei 3,2. Und das ist bei einem sensiblen Thema wie der Pflege, das in Zukunft immer wichtiger werden wird, eindeutig zu wenig. Dass die Pflegeversicherung reformiert wird, ist nur 44 Prozent bekannt. 56 Prozent haben bislang noch nichts von der Reform gehört. Der Vorstandsvorsitzende der Münchener Verein Versicherungsgruppe, Dr. Rainer Reitzler, bringt es auf den Punkt: „Stell Dir vor, es gibt eine Reform und keiner kennt sie - die Reform hat ihre Wirkung verfehlt.“
Immerhin wissen die meisten, wie die teuer die Unterbringung in einem Pflegeheim ungefähr ist. 69 Prozent schätzten die Kosten realistisch auf 3.000 Euro monatlich. Dass die gesetzliche Pflegeversicherung maximal 1.470 Euro zahlt und somit eine Versorgungslücke von über 2.000 Euro aufreißen kann, ist hingegen kaum jemandem bewusst. Dementsprechend schlecht ist es um die private Absicherung bestellt. 92 Prozent machen sich nicht einmal Gedanken darüber, eventuell eine private Pflegezusatzversicherung abzuschließen. Das ist insofern verwunderlich, als dass 57 Prozent von sich sagen, sie fühlten sich nur mittelmäßig oder überhaupt nicht abgesichert.
Dass nicht vorgesorgt wird, mag auch in der Einstellung begründet liegen, „mir passiert schon nichts“. Lediglich 18 Prozent gehen davon aus, dass ihr eigenes Pflegerisiko hoch ist. Interessanterweise wird gleichzeitig aber gesagt, dass 47 Prozent der Menschen später zum Pflegefall werden. Man schiebt das Thema von sich. Damit droht, so Dr. Rainer Reitzler, später eine „Pflege-Armut“.
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Andre on 02/06 at 08:20 AM
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Versicherungsnehmer werden missachtet
Nach einer Untersuchung des Kundenmonitors Assekuranz der Psychonomics AG kündigen immer mehr Bürger ihre bestehenden Versicherungsverträge oder denken ernsthaft über eine Kündigung nach. Die Kfz- Versicherung steht hier weiterhin an erster Stelle, jedoch ist diese Tendenz auch in anderen Breichen der Branche zu erkennen.
In Zahlen ausgedrückt sieht es so aus, dass im Jahr 1999 13 Prozent der Deutschen über eine Kündigung nachdachten beziehungsweise einen Versicherungsvertrag bereits gekündigt hatten. Fünf Jahre später lag der Anteil schon bei 17 Prozent. Aktuell haben 21 Prozent der Versicherten diesen Gedanken. Eine Steigerung kann man hier deutlich erkennen. Die höchste Kündigungsbereitschaft und -erfahrung liegt im Bereich der Kfz-Versicherung vor. 10,3 Prozent der Befragten haben in diesem Bereich schon einmal gekündigt oder gewechselt. 2,3 Prozent dieser Gruppe spielen mit dem Gedanken zu kündigen oder zu wechseln.
An zweiter Stelle der Untersuchung steht die Hausratversicherung. Hier denken 3,2 Prozent darüber nach zu kündigen und weitere 2,2 Prozent ziehen einen solchen Schritt in Erwägung. Auf den weiteren Plätzen folgen die private Haftpflicht-, Rechtsschutz-, Wohngebäude- und private Unfallversicherung.
Der einzige Versicherungsbereich, der nicht von diesem Prozess betroffen ist, ist der der Vorsorgeprodukte. Sehr gering sind bisher die Kündigungserfahrungen und die Kündigungsbereitschaft bei Vorsorgeprodukten, ganz besonders bei der privaten Rentenversicherungen ist dieser Trend nicht zu erkennen.
Zu der größten Gruppe der Kündigungsbereiten gehören die Kunden der mittleren Altersstufe (31bis 55 Jahre). Wird hierbei noch einmal am Einkommen differenziert, so ist die Gruppe mit höheren Einkommen besonders auffällig. Grund einer Kündigung ist laut der Untersuchung in erster Linie das Geld. In der größten Gruppe (47 Prozent) soll vor allem Geld eingespart werden.
Weitere 31 Prozent konnten bei einer anderen Versicherungsgesellschaft eine vergleichbare Versicherung günstiger erhalten. Lediglich 12 Prozent der Befragten konnten sich tatsächlich keine Versicherung mehr leisten und bei weiteren 12 Prozent wurde die Versicherung unnötig.
Aber auch die Leistungen und die Beratung spielt beim Wechsel oder bei der Kündigung eine bedeutende Rolle. Dabei stehen bessere Leistungsmerkmale an erster Stelle, gefolgt vom Service, der besseren Beratung sowie der Schadensregulierung. Dass Kunden von anderen Vermittlern abgeworben werden, spielt eine völlig untergeordnete Rolle. Oft wird der Versicherungsvertrag einfach nur gekündigt und ein neuer Versicherungsschutz entfällt (47 Prozent). Bei 15 Prozent der kündigenden Kunden werden sogar weitere Verträge bei der jeweiligen Gesellschaft gekündigt.
Trotz dieser Zahlen ist erschreckend, dass es zu keine Reaktion der Versicherer oder der Vermittler kam. 58 Prozent der Kunden erhielten auf ihre Kündigung keine Stellungsnahme. Lediglich 16 Prozent der Vermittler versuchten den Kunden zu überzeugen, die Kündigung zurückzunehmen. Dieses Desinteresse hat offensichtlich auch nichts mit der Vergütung zu tun. Selbst in Bereichen, in denen die Vermittler ihre laufenden Bestandsprovisionen verlieren, konnten nur wenige Reaktionen verzeichnet werden. Ein völlig anderes Bild lässt sich bei den Rentenversicherungen erkennen. Hier wurden nur 27 Prozent der Kunden, die gekündigt hatten, nicht angesprochen. Ähnliches trifft auch für den Bereich der Kranken-Zusatzversicherung, Riester-Rente, Risikolebens- und fondsgebundenen Lebensversicherung zu.
Warum die Versicherer und die Vermittler so desinteressiert an diesen Kunden sind, ist nicht wirklich eindeutig zu sagen, zumal sich ein Bemühen um die „Kündiger“ durchaus lohnen könnte, denn fast vier von zehn Kunden könnten zurück gewonnen werden.
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Saskia on 02/06 at 05:07 AM
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