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Dienstag, Februar 10, 2009

Forderungen nach dem Abschied von der gesetzlichen Krankenversicherung mehren sich

Ideen und Konzepte, wie das Krankenversicherungssystem in der Bundesrepublik Deutschland effektiver gestaltet werden könnte, gab es schon viele. Die SPD forderte eine Bürgerversicherung, die CDU sprach sich für eine Gesundheitsprämie aus. Jetzt mischen auch die Liberalen mit. Sie fordern, die gesetzliche Krankenversicherung ganz abzuschaffen und allen Bürgern den Weg in eine private Versicherung zu öffnen. Ziele sind mehr Wettbewerb unter den Versicherern und größere Wahlfreiheit für die Versicherten. Die „Neue Osnabrücker Zeitung“ spricht von einem diskussionswürdigen Konzept, das etliche Fragezeichen aufwirft.

Dabei ähnelt das theoretische Modell, das die FDP malt, in vielen Zügen den Vorschlägen des Otto-Wolff-Institutes. Die Ökonomen haben ein Konzept für eine Bürgerprivatversicherung entwickelt. Sie fordern darin ebenfalls den Abschied von der gesetzlichen Krankenversicherung in ihrer jetzigen Form. Ihrer Ansicht nach kann das bestehende System die zukünftigen Herausforderungen nicht bewältigen. Dazu zählen neben den demographischen Veränderungen auch die steigenden Kosten im Gesundheitssystem. Um besser für die Zukunft gerüstet zu sein, müsse man sich am System der privaten Krankenversicherung orientieren. Dass es kein leichtes Unterfangen ist, weiß auch Ökonomieprofessor Dr. Johann Eekhoff, der das Konzept in Berlin vorstellte.

Das Solidaritätsprinzip und die vom Einkommen abhängigen Beiträge wären damit passé. An ihre Stelle rückt im Modell des Otto-Wolff-Institutes eine einheitliche Gesundheitspauschale. Versicherte, die finanziell nicht in der Lage sind, den Betrag aufzubringen, sollen Zuschüsse ähnlich dem Arbeitslosengeld II erhalten. Damit dieses Modell überhaupt funktioniere, müsse die individuelle Altersrückstellung übertragbar sein. Nur so könne ohne finanzielle Einbußen die Krankenkasse gewechselt werden. Gleichzeitig werde der Wettbewerb angekurbelt, bei dem es dann nicht nur um gesunde Kunden gehe. Laut Wirtschaftswissenschaftler Martin Nell sei es ohnehin an der Zeit, dass die PKV sich weiterentwickle.

Ob dieses Konzept überhaupt umsetzbar ist, daran hat Heinz-Werner Richter vom Vorstand der Barmenia noch erhebliche Zweifel. Als PKV-Vertreter erklärte er, dass die Branche sich durchaus Gedanken um neue Modelle mache. Gefordert seien die privaten Krankenversicherungen ohnehin, durch den Basistarif und die Vorgabe des Gesetzgebers, die Altersrückstellungen übertragbar zu gestalten.

Posted by Andre on 02/10 at 08:21 AM
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Absicherung des Einkommens für Wohneigentümer

Derzeit leben wir in einer aus wirtschaftlicher Sicht sehr schwierigen Zeit. In so gut wie allen Unternehmen läuft es nicht besonders gut: Etliche Betriebe sehen sich dazu gezwungen, Kurzarbeit einzuführen oder gar Arbeitnehmer zu entlassen. Daher ist die Stimmung bei vielen Leuten sehr gedrückt: Etliche Arbeitnehmer haben davor Angst, entlassen zu werden – schließlich würde eine Entlassung den Wegfall des Einkommens bedeuten. Besonders große Angst haben vor allem diejenigen, die Wohneigentum erworben haben und ein Immobiliendarlehen tilgen müssen: Sollte das Einkommen ausbleiben, können die Raten nicht mehr aufgebracht werden und die Immobilie steht auf dem Spiel.

Glücklicherweise existieren Wege und Möglichkeiten um sich entsprechend abzusichern. Am besten können sich angehende Bauherren und Immobilienkäufer absichern. Sofern das Immobilienvorhaben noch nicht abgeschlossen ist beziehungsweise das Darlehen noch nicht ausgezahlt wurde, können gezielt Versicherungslösungen wie zum Beispiel Hypoprotect abgeschlossen werden. Hierbei handelt es sich um spezielle Restschuldversicherungen, die zumeist (je nach Versicherungslösung) bei Tod des Darlehensnehmers bzw. Hauptverdieners einspringen und die Restschuld ablösen. Dies bedeutet für die Hinterbliebenen, dass die Immobilie abbezahlt ist und kein Schuldenberg zurückbleibt.

Einige dieser Versicherungen beinhalten auch einen Schutz gegen Arbeitslosigkeit. Sollte der Darlehensnehmer seinen Job verlieren, springt die Versicherung für einen bestimmten Zeitraum (meist ein halbes Jahr) ein, und übernimmt die Fortzahlung der Darlehensrate. Mit solch einem Schutz steht man nicht so sehr unter Druck, so dass man sich vorerst keine Gedanken um die Darlehensraten machen braucht und sich voll und ganz auf die Jobsuche konzentrieren kann.

Sofern die Immobilie bereits erworben und das Darlehen getilgt wird, können nicht mehr ganz so viele Versicherungslösungen abgeschlossen werden, die einen Schutz gegen Arbeitslosigkeit beinhalten. Dennoch ist es empfehlenswert, sich mit einem Versicherungsmakler in Verbindung zu setzen. Dieser kann den Markt durchsuchen und in Abhängigkeit von der jeweiligen Konstellation gegebenenfalls eine Lösung anbieten.

Posted by Jochen on 02/10 at 08:14 AM
Immobilien • Kommentar(e): (0) • Trackbacks (0) • Permalink

Bei Oma brennt noch Licht!

Geldgewinne beim Wettbewerb um Senioren-WG’s

Als jüngst die knapp 92-jährige Luise B. die Wahl hatte, auf die erwünschte, wenn auch nicht endgültig terminierte Ent-Mietung durch ihre Baugenossenschaft, der sie bereits knapp 60 Jahre angehört, eine kleinere Wohnung ganz nahe ihrer bisherigen sozialen Umgebung zu beziehen oder doch lieber ins heiß begehrte örtliche Altersheim umzuziehen, dauerte der Entscheidungsprozess mehrere Monate.

Die beiden Söhne, 60 und 55, denen die Aufgabe bevorstand, sich der Haushaltsauflösung und des Umzugs anzunehmen, waren schließlich davon angetan, dass die überaus vitale Mutter ins Heilig-Geist-Spital ziehe.

Keine Einkäufe mehr, kein Abwasch, keine Wäsche, keine beschwerliche Hausflur-Reinigung mehr. Die beiden monatlichen Renteneinkünfte von Luise B. reichen zwar nicht ganz, doch aus dem Jahrzehnte lang ausreichend Ersparten lässt sich monatlich verträglich zubuttern. Schön also, wenn das so sein kann.

Derjenige oder diejenige, der sich diese Heimunterbringung aus Gründen der bisherigen Vita nicht leisten kann, hat nach Auffassung der Politik die Chance, mit älteren Menschen zusammen zu wohnen und gleichzeitig dazu auch die gute Aussicht, finanziell unterstützt zu werden.
Unter der Maßgabe “Wohnen für (Mehr)-Generationen - Gemeinschaft stärken, Quartier beleben” hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend einen Wettbewerb aufgelegt, damit sich Senioren-Wohngemeinschaften bilden können.

Gewinnen mit dem Maßnahmen-Paket

Wer beim Wettbewerb gewinnt, kann zusätzlich zu einem zinsgünstigen Darlehen der KfW Förderbank bis 100 000 Euro einen Tilgungszuschuss von bis zu 30.000 Euro vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend erhalten.
Das selbst bestimmte Wohnen älterer Menschen und das Zusammenleben der Generationen in Deutschland zu stärken, ist Absicht im Bundesministerium. Mit dem Wettbewerb sollen ganz konkret neue Projekte gefördert werden, durch die die Menschen im Alltag einander näher kommen.
Die ausgelobten Preise sind wie bares Geld. Wer mit anderen zusammen leben möchte, kann durch die Teilnahme am Wettbewerb diesem Ziel einen großen Schritt näher kommen.
Ziel des Wettbewerbs ist es, das gemeinschaftliche Leben und Wohnen von Menschen über zwei, drei Generationen zu fördern und die Selbständigkeit älterer Menschen zu stärken.
Mitmachen kann, wer ein Gebäude kauft oder baut, um darin eine Wohngemeinschaft einzurichten und auch selbst darin wohnt.
Die Ausschreibung gilt sowohl für Wohngemeinschaften von jüngeren und älteren Menschen wie auch für Projekte nur für die ältere Generation. Die Vorschläge werden nach Qualität und Innovation von einer Jury ausgewählt. Insgesamt können rund 100 Wohngemeinschaften gefördert werden.
Die Bewerbungen sind bei den Sparkassen und Banken vor Ort einzureichen. Dort wird auch eine Erstberatung geleistet und es werden die Vorschläge an die KfW weiter geleitet. Einsendeschluss ist der 31. Mai 2009.
Ausschreibung und Antragsmuster über www.bmfsfj.de und www.kfw-foerderbank.de.

Das Programm “Wohnen für (Mehr)Generationen - Gemeinschaft stärken, Quartier beleben” ist Teil eines Maßnahmenpakets der Bundesregierung, um die Wohnsituation älterer Menschen zu verbessern.
Dazu gehören auch die Projekte “Baumodelle der Altenhilfe” (www.baumodelle-bmfsfj.de) und “Neues Wohnen” (www.modellprogramm-wohnen.de ). Mit gerechnet wird auch die in den Konjunkturprogrammen vorgesehene generationen-gerechte Sanierung von Wohnungen.

Posted by wob. on 02/10 at 08:17 AM
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