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Mittwoch, März 04, 2009

Der Bund der Versicherten lädt zum Tag des offenen Telefons

Am 16. März lädt der Bund der Versicherten (BdV) anlässlich des Weltverbrauchertages zu seinem alljährlichen „Tag des offenen Telefons“. Die Aktion richtet sich an Verbraucher, die Fragen zu bestehenden Policen haben oder sich im Vorfeld eines Vertragsabschlusses schlau machen wollen. Denn, so heißt es in der Mitteilung des BdV: „Kaum ein Verbraucher hierzulande ist optimal versichert. Die meisten bezahlen zudem für die Policen, die sie haben, zu viel.“

1.780 Euro investieren die Deutschen in ihren Versicherungsschutz. Was sie da allerdings genau unterschreiben bzw. unterschrieben haben, wissen die wenigsten. Dazu sind die Versicherungsbedingungen in den meisten Fällen zu kompliziert. Daran ändert auch das neue Versicherungsvertragsgesetz wenig, das den Kunden Transparenz und mehr Rechte gegenüber den Versicherungsunternehmen verspricht. Zwar müssen alle wesentlichen Unterlagen vor Vertragsschluss bereit gestellt werden. Verständlicher werden die Bedingungen dadurch jedoch nicht. „Das liegt an dem von uns ständig kritisierten Umstand, dass hier Juristen für Juristen schreiben – auf der Strecke bleibt der Verbraucher“, so der Bund der Versicherten. Für mehr Durchblick soll der „Tag des offenen Telefons“ sorgen. Die Experten des BdV beantworten in der Zeit von 9.00 bis 18.00 Uhr alle Fragen rund um die Verträge. Zu erreichen sind sie über die kostenfreie Telefonnummer:  0800-0003215.

Posted by Andre on 03/04 at 08:22 AM
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Deutsche Energieagentur möchte zum Bau von mehr Ökohäusern anregen

Zunehmend mehr Bauherren werden sich der Tatsache bewusst, dass man das Thema Energieverbrauch heutzutage sehr ernst nehmen muss. Auch wenn die Energiepreise wegen der globalen Finanzkrise zuletzt sehr stark gefallen sind, ist es relativ sicher, dass die Energiekosten in Zukunft wieder steigen werden. Für die Eigentümer bedeutet dies, tiefer in die Tasche greifen zu müssen – schließlich müssen sie ihre Immobilien ja beheizen.

Theoretisch könnte man dieses Problem spürbar entschärfen, würde man sich für den Bau eines Ökohauses entscheiden. Moderne Baukonzepte ermöglichen es, besonders verbrauchsarme Immobilien zu errichten. So zeichnet sich zum Beispiel das Passivhaus durch einen äußerst geringen Energieverbrauch, weshalb auf eine konventionelle Heizungsanlage sogar verzichtet werden kann.

Dennoch sind die Bauherren gegenüber diesem Immobilientyp relativ zurückhaltend. Zwar werden inzwischen mehr Passivhäuser gebaut, doch letzten Endes ist der Anteil vergleichsweise gering. Hauptgrund sind natürlich die Mehrkosten, die mit dem Bau eines Ökohauses in Verbindung stehen.

Um mehr Bauherren zum Bau eines Ökohauses anzuregen, hat die Dena (Deutsche Energieagentur) einen Wettbewerb ausgerufen. Insgesamt winken Preisgelder in Gesamthöhe von 120.000 Euro. Wer mit einem besonders gelungenen Konzept aufwartet, kann sich einen Teil des Geldes sichern. Natürlich ist es nicht so, dass Bauherren mit diesem Geld rechnen können, schließlich gehört zu einem Gewinn auch eine Portion Glück mit dazu. Dennoch ist die Aktion zumindest Grund genug, sich mit der Thematik einmal näher zu beschäftigen. Wer sich mit Ökohäusern beschäftigt, wird womöglich feststellen, dass dieser Haustyp ideal zu ihm passt.

Übrigens hat die Dena zugleich einen weiteren Wettbewerb ausgerufen, der sich an Modernisierer richtet. Im Grunde genommen ist das Konzept ganz ähnlich: Modernisierungsmaßnahmen, die deutlich zur Erhöhung der Energieeffizienz eines Gebäudes beitragen, werden ebenfalls prämiert. In diesem Fall werden insgesamt 40.000 Euro vergeben.

Posted by Jochen on 03/04 at 08:15 AM
Immobilien • Kommentar(e): (0) • Trackbacks (0) • Permalink

Von der Altersvorsorge heutiger Arbeitnehmer

Renten sind sicher bis unsicher…

Es ist die demografische Entwicklung in Deutschland, die in der Hochrechnung dazu führt, dass die Renten der kommenden Jahrzehnte von deutlich weniger Arbeitnehmern aufzubringen sind, als es heute noch solche sind. Weil also die staatliche Rente den tatsächlich sorgenfreien Lebensabend bei höherer Lebenserwartung eher nicht mehr ermöglicht, sind viele Menschen veranlasst, rechtzeitig in eine private Altersvorsorge zu investieren.

Zugleich sorgen sich viele Sparer bei Kurseinbrüchen an den Aktienmärkten und bei drohenden Bankenpleiten um ihre Einlagen. Die Zahl der Bürger, die damit rechnen, dass sie ihren Lebensstandard im Alter halten können, nimmt ab, wie eine Untersuchung des Deutschen Instituts für Altersvorsorge beweist.
Fast jeder Zweite erwerbstätige Deutsche macht sich aufgrund der Finanzkrise und der schlechten Konjunkturdaten mehr Sorgen um seine gesetzliche Rente als noch vor wenigen Jahren.,
Doch die Deutsche Rentenversicherung Bund, die frühere Bundesversicherungsanstalt für Angestellte BFA, versucht zu beruhigen. Die Nachhaltigkeitsrücklage, werde “sicher, liquide und rentabel” angelegt, wobei Sicherheit als das höchste Gebot gelte.
Noch schwächelt dagegen die zusätzlich erwartete private Vorsorge, die von der Politik jedoch gewünscht ist.
Werden doch weiterhin Riester- und Rürup-Rente gefördert, die als Altersvorsorgemodelle auf Aktien und Fonds und damit auf kapitalgedeckte Systeme setzen. Schließlich wurden auch Lebensversicherungen zur privaten Altersvorsorge bei deren Renditeerwartungen gehörig durchgeschüttelt.
Analysiert man die Ökonomie und den demographischen Wandel, ist die Krise bei der betrieblichen und privaten Altersvorsorge zwar denkbar, jedoch nicht in jedem Fall realistisch.

Verträge vervielfacht!

Weil viele Arbeitnehmer tatsächlich schon seit längerem vorsorgen, so das Bundesministerium für Arbeit und Soziales, hat sich von 2002 auf 2008 die Zahl der Riester-Verträge auf zwölf Millionen verdreifacht.
Gleichzeitig stieg auch die Zahl derer, denen später eine Betriebsrente winkt, und das sind inzwischen 17,5 Millionen. Hinzu kommen die privaten Lebensversicherungen: Ohne Riester- und Rürup-Renten laufen derzeit 85 Millionen Verträge.
Und weil Lebensversicherungen eher nicht mehr der Rendite wegen locken, sind stabile, wenig schwankungsanfällige Produkte gefragt, die Vermögen sichern und nicht riskieren.
Weil Versicherer strengen Auflagen unterliegen, sind Versicherer folglich gehalten, ihr Geld möglichst sicher anzulegen. Nur ein kleiner Teil darf riskant investiert werden. So gehören dann auch die Investition in Pfandbriefen zu den eher sicheren Anlagen. Und auch die Bundesregierung setzt alles daran, angeschlagene Immobilienfinanzierer zu retten.  Pleiten solcher Investoren würden den Markt schwer treffen und auch die Versicherer in Verlegenheit bringen und damit die Rendite-Erwartungen der Versicherten.
Doch die Finanzkrise ist bei den Lebensversicherungen schon angekommen.  Waren die Verzinsungen der angesammelten Kapitalien trotz Krise zuletzt noch stabil, sinken für 2009 die Renditen gegen 4 Prozent.
Das bedeutet konkret für einen Mann des Geburts-Jahrgang 1959, dass 3000 Euro Einzahlung in 2007 in zehn Jahren 2000 Euro weniger Leistungssumme bringen. Grund: Ertragsaussichten wurden gesenkt.

Was, wenn die Pleite droht?

Doch auch betriebliche Altersvorsorge bietet nicht nur gute Aussichten, wenn Arbeitgeber für Pensions-Zusagen Rückstellungen gebildet haben und diese am Kapitalmarkt anlegen.
Letztendlich ist dann aber doch Arbeitgeber in der Pflicht und hat dafür zu sorgen, dass Leistungen aus der betrieblichen Alterversorgung an die künftigen Rentner fließen. Zweifel bleiben jedoch bei einer Pleite des Arbeitgebers, denn Pensionsvermögen werden oft außerhalb des Unternehmens angelegt.
Völlig ohne Risiko ist nun schließlich keines der beiden Rentensysteme. Weder das Kapitaldeckungssystem noch der Generationenvertrag, also das Umlageverfahren der gesetzlichen Rentenversicherung.
Künftig Berechtigte aus Rürup- und Riester-Renten können derzeit mit eigenen Beiträgen plus Staatszulage rechnen, wofür letztlich der Steuerzahler gerade steht.
Denn die umlagefinanzierte staatliche Rentenversicherung ist von der Finanzkrise nicht direkt betroffen.  So ist auf zwei Beinen zu stehen allemal besser.

Posted by wob. on 03/04 at 08:17 AM
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