Immobiliengutachten: Teuer aber trotzdem empfehlenswert
In den vergangenen Tagen wurde hier im Blog gleich in mehreren Beiträgen aufgezeigt, wie vorteilhaft es sein kann, eine Entscheidung über den Erwerb einer Immobilie erst zu treffen, nachdem das Objekt von einem Sachverständigen begutachtet wurde. Immerhin ist es so, dass oftmals Mängel vorhanden sein können, die man als Laie überhaupt nicht sieht. Wird das Gebäude hingegen von einem Gutachter inspiziert, ist man auf der sicheren Seite, weil einem dieser Gewissheit über den Zustand der Immobilie verschaffen kann.
Auf der anderen Seite ist die Erstellung eines Gutachtens natürlich mit entsprechenden Kosten verbunden. In Abhängigkeit vom jeweiligen Anbieter sowie vom Umfang des Gutachtens kann es unter Umständen ganz schön teuer werden, insbesondere wenn man darauf wert legt, dass ein richtiges Wertgutachten erstellt wird. Je nach Sachverständigenbüro kann es durchaus vorkommen, dass für die Bewertung der Immobilie ein Betrag fällig wird, der sich auf mehrere hundert Euro beläuft.
Einerseits handelt es sich hierbei um eine Investition, die sich unter Umständen schnell bezahlt machen und einen womöglich vor einem großen Fehlkauf bewahren kann. Im Verhältnis zum Kaufpreis sind die Gutachterkosten ein Klacks. Auf der anderen Seite geht es um einen Betrag, der nicht zu unterschätzen ist, da er die Haushaltskasse durchaus schmälern kann. Daher kann es empfehlenswert sein, den Gutachter lediglich mit einer Besichtigung zu beauftragen. Auf diese Weise lassen sich die Kosten senken: Wenn die Erstellung eines schriftlichen Gutachtens wegfällt, wird es meist deutlich günstiger. Diese Möglichkeit kann durchaus attraktiv sein. Allerdings ist dann auch klar, dass man über kein Gutachten verfügt – was im Hinblick auf die spätere Finanzierung durchaus erforderlich sein kann. Daher sollte man diesen Punkt zunächst berücksichtigen und beispielsweise ein kurzes Gespräch mit der Bank führen, um dann eine Entscheidung über die Art des Gutachtens zu treffen.
