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Dienstag, März 10, 2009

Streit um Abschlussgebühr beim Bausparen wird lange andauern

Auch wenn das Bausparen derzeit einen sehr großen Zulauf erlebt, so können sich die meisten Bausparer nicht voll und ganz dafür begeistern, schließlich werden sie nach Unterschrift eines Bausparvertrags erst einmal zur Kasse gebeten: Dann wird nämlich die so genannte Abschlussgebühr fällig, die sich zumeist auf rund ein Prozent der Bausparsumme beläuft. Diese wird mit den ersten Einzahlungen verrechnet – erst nach geleisteter Zahlung wird das eingehende Kapital gespart.

Wie bereits vor einigen Monaten hier im Blog berichtet wurde, ist die Abschlussgebühr den Verbraucherschützern schon seit langem ein Dorn im Auge. Diese hatten einige Bausparkassen explizit darum gebeten, von der Erhebung der Gebühr abzusehen, doch die Bausparkassen weigerten sich. Daher möchten die Verbraucherschützer gegen die Bausparkassen vor Gericht ziehen: In diesem Jahr werden gleich drei Musterprozesse stattfinden, in denen die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen gegen die Bausparkassen klagt – der erste Prozess hat vor gut zwei Wochen begonnen.

Mit einer schnellen und vor allem endgültigen Entscheidung ist allerdings nicht zu rechnen. Immerhin findet der erste Prozess, in welchem die Verbraucherschützer gegen die Bausparkasse Schwäbisch Hall klagen, vor dem Landgericht Heilbronn statt. Dies bedeutet, dass noch etliche Instanzen folgen können – und beide Seiten haben bereits sehr deutlich zu verstehen gegeben, dass sie im Falle einer Niederlage vor die nächste Instanz gehen, wenn es sein muss, bis vor den Bundesgerichtshof.

Ein Rechtsstreit dieser Art kann sich schnell über einen Zeitraum von mehreren Jahren erstrecken. Somit ist erst einmal nicht davon auszugehen, dass sich Bausparer schon bald um die Zahlung der Abschlussgebühr drücken können – sie müssen also nach wie vor in den sauren Apfel beißen und die Gebühr bezahlen, bevor sie Bausparguthaben bilden können.

Posted by Jochen on 03/10 at 07:53 AM
Immobilien • Kommentar(e): (0) • Trackbacks (0) • Permalink

Riester-Absatz lässt nach

Insgesamt 12,2 Millionen Bundesbürger sorgen über eine Riester-Rente für das Alter vor. 2008 kamen 2,2 Millionen Verträge hinzu, 700.000 davon alleine im letzten Quartal. Das klingt nach einer stattlichen Zahl, ist im Vergleich zu den Vorjahren aber ein deutlicher Rückschritt. Die Zahl der Neuverträge lag 2007 noch bei 2,7 und in 2006 bei 2,4 Millionen Policen. Berücksichtigt werden müssen bei der Statistik, die das Bundesministerium für Arbeit und Sozial (BMAS) ein wenig verspätet vorlegte, auch 480.000 Stornierungen im vergangenen Jahr.

Eine detaillierte Aufstellung, welche die verschiedenen Vertragsarten der Riester-Rente widerspiegelt, wird der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) am 25. März präsentieren. Doch selbst ohne die Differenzierung nach reiner Versicherung, Fonds- und Banksparplan sowie Wohn-Riester zeigt sich, dass es längst nicht mehr so steil bergauf geht, sondern der Absatz langsam nachlässt. Das belegen die Zahlen für das vierte Quartal 2008. Normalerweise kommt es auch bei der Riester-Rente zu einer Art Schlussverkauf und werden noch vor dem Jahreswechsel Verträge unter Dach und Fach gebracht. Dieser Trend zeigte sich mit 700.000 Policen nicht mehr ganz so deutlich. In den vorangegangenen Jahren wurde meist die Millionengrenze erreicht. Auf Fondssparpläne entfielen dabei im Schlussquartal laut Bundesverband Investment und Asset Management e.V. rund 150.000 Verträge. Der Wohn-Riester schlug 2008 mit rund 40.000 Policen zu Buche, so das BMAS.

Wesentlich höher als sonst fiel die Zahl der Stornierungen aus. 480.000 Verträge wurden aufgelöst. Als Ursache für die deutliche Zunahme nennt das Bundesministerium den stärkeren Wettbewerb um Neukunden. Zudem seien die Verbraucher wählerischer geworden und verglichen sehr genau. „Wo mehr Menschen riestern, überdenken auch mehr ihren Weg“, erklärt das BMAS. Die Wechselbereitschaft beweise, dass der Markt funktioniere. Wunsch des Gesetzgebers sei ohnehin, dass Riester-Sparer nicht über Jahre an ein Produkt gebunden seien, sondern die Möglichkeit hätten, zu wechseln. Angesichts attraktiver Angebote lohne es sich inzwischen auch eher, gegebenenfalls einen neuen Anbieter zu wählen. Zuvor sollte man aber, so der Rat, mit professioneller Hilfe die Angebote vergleichen.

Posted by Andre on 03/10 at 06:33 AM
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