Altbauten sind zumeist große Energieschleudern
Sowohl bei Mietern, als auch bei Käufern liegen Altbauten bzw. insbesondere Altbauwohnungen absolut im Trend. Viele Menschen lieben die Grundrisse dieser klassischen Wohnungen und die hohen Decken erzeugen ein ganz besonderes Flair – daher sind viele sogar dazu bereit, wein wenig mehr zu bezahlen.
Doch Altbauten kosten nicht nur bei Miete oder Kaufpreis ein wenig mehr, sondern auch beim Unterhalt. Denn im Hinblick auf das Thema Energieverbrauch schneiden die meisten Objekte äußerst schlecht ab. Schuld sind ein hohes Alter der Objekte sowie eine fehlende Dämmung. Damit sich dies auf lange Sicht ändert, hat nun auch der Mieterbund auf die Lage verwiesen und vor allem die Energievorgaben der Regierung kritisiert. Vor rund zwei Wochen sagte Franz-Georg Rips, Präsident des Mieterbunds, gegenüber den Medien, dass man in Deutschland die Klima- und Energiewende nicht schaffen können, wenn Immobilien weiterhin im bisherigen Tempo modernisiert werden. Er fordert die Schaffung neuer Standards: Auch im Bereich der Bestandsobjekte müssen Neubaustandards erreicht werden.
Zudem sprach er auch die Entwicklung der fossilen Brennstoffe an. Mieter und Eigentümer sollten sich von der aktuellen Preissituation nicht blenden lassen – die Preise für fossile Brennstoffe wie Heizöl und Erdgas werden wieder steigen.
Mit dieser Einschätzung liegt er sicherlich nicht verkehrt – zumal die Auswirkungen eines Preisanstiegs gerade bei Altbauten sehr deutlich ausfallen können. Daher kann angehenden Mietern sowie Kaufinteressenten nur dazu geraten werden, sich im Vorfeld sehr gut über das jeweilige Objekt zu informieren. So ist es zum Beispiel empfehlenswert, sich den Energieausweis zeigen zu lassen – sollte sich hier aufzeigen, dass das Objekt einen hohen Energieverbrauch aufweist, ist es häufig besser, auf eine andere Immobilie auszuweichen. Zumindest sind Mieter gut damit beraten. Käufer können natürlich auch eine Modernisierung vornehmen und somit den Energieverbrauch des Gebäudes nachhaltig senken.
