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Donnerstag, April 02, 2009

Die wichtigsten Versicherungen für Bauherren

In meinem vorangegangenen Blogbeitrag habe ich auf die Bedeutung der Bauherrenhaftpflichtversicherung hingewiesen: Da sich das Wetter endlich zu bessern scheint, werden in den kommenden Wochen zahlreiche Bauvorhaben beginnen. Bauherren sollten die Zeit noch einmal nutzen und ihren Versicherungsschutz prüfen: Auf eine Bauherrenhaftpflichtversicherung sollte auf gar keinen Fall verzichtet werden.

Versicherungsvergleich

Doch neben der Bauherrenhaftpflichtversicherung existieren noch weitere Versicherungen, die für Bauherren von Bedeutung sind und deshalb ebenfalls abgeschlossen werden sollten – zumindest kann den Bauherren und angehenden Immobilieneigentümern nur dazu geraten werden, sich mit den einzelnen Versicherungen näher zu beschäftigen.

Eine der mit Abstand empfehlenswertesten Versicherungen ist eine Rechtsschutzversicherung, die Bauleistungen abdeckt. Bei der klassischen privaten Rechtsschutzversicherung sind Bauleistungen so gut wie immer ausgeschlossen – die meisten Versicherer verfahren ganz bewusst auf diese Weise, weil es beim Bau relativ häufig zu Streitigkeiten zwischen Bauherren und den ausführenden Unternehmen kommt. Des Weiteren geht es zumeist um viel Geld. Daher ist es umso wichtiger, über diesen Schutz zu verfügen.

Eine weitere, sehr hilfreiche Versicherung ist die so genannte Bauleistungsversicherung. Mit ihr kann sich der Bauherr gegen eine Vielzahl an Risiken absichern, die am Bau auftreten können. Das Spektrum reicht von der Beschädigung von Baustoffen durch Elementarereignisse bis hin zur Planungs- oder Ausführungsfehler durch die Unternehmen, die am Bau beteiligt sind. Auch hier kann es im Schadensfall um richtig viel Geld gehen – dann können schnell Zusatzkosten in Höhe mehrerer Zehntausend Euro entstehen. Daher sollte diese Versicherung ebenfalls nicht fehlen.

Posted by Jochen on 04/02 at 10:19 AM
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Verbraucher können jetzt fragen, ob sie auf der schwarzen Liste der Versicherungen stehen

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) und die Versicherungskonzerne haben sich immer ein wenig gewunden und geziert, wenn sie auf das so genannte Hinweis- und Informationssystem (HIS), oft einfach nur als „schwarze Liste“ bezeichnet, angesprochen wurden. Gedacht war die Liste ursprünglich als System, mit dem sich die Assekuranzen gegenseitig vor Betrügern warnen. Inzwischen zählt der Datenbestand 9,5 Millionen Eintragungen – darunter viele von Interessenten, denen der Vertragsabschuss verweigert wurde. Wer wissen möchte, ob er im HIS geführt wird, hat dazu nun endlich die Gelegenheit. Die nordrhein-westfälische Datenschutzbeauftragte Bettina Sokol hat mehr Transparenz durchsetzen können.

Das war auch dringend nötig. Denn ein Eintrag im Hinweis- und Informationssystem des GDV hat für Betroffene gravierende Folgen. Wer sich beispielsweise um eine Berufsunfähigkeitsversicherung bemüht hat und abgelehnt wurde, wird auch bei keinem anderen Versicherungsunternehmen einen Vertrag erhalten oder muss schon sehr viel Glück haben. Denn die Unternehmen notieren die Risiken, die sie beim abgelehnten Kunden sehen, etwa Asthma, Depressionen, hoher Blutdruck oder Raucher, in der „schwarzen Liste“. Ähnlich ergeht es Kunden, die nach mehreren Prozessen die Rechtsschutzversicherung wechseln wollen oder mehrere Schäden am Fahrzeug hatten und eine neue Kfz-Versicherung abschließen möchten.

Versicherte, die wissen möchten, ob einer der Datensätze des HIS sich auf sie bezieht, können sich jetzt an den GDV wenden: Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft, Hinweis- und Informationssystem, Wilhelmstraße 43/43 G, 10117 Berlin. Um Missbrauch zu vermeiden, muss der schriftlichen Anfrage eine Kopie des Personalausweises (Vor- und Rückseite) beigelegt werden. Der GDV teilt dann mit, ob ein Eintrag vorhanden ist, nicht aber, aus welchem Grund. Den erfährt man dann nur bei der jeweiligen Versicherung. Ohnehin müssen die Unternehmen seit dem 1. April schriftlich Auskunft darüber geben, wenn sie einen Kunden auf die Liste setzen. Informationen zum HIS, allerdings keine Auskünfte über Einträge, gibt es unter der Service-Hotline des GDV: 0800-3399399.

Um sich ein Bild davon machen zu können, wie viele Meldungen jährlich in der Liste eingehen, hier die Zahlen des GDV: Kfz: 1,0 Millionen; Unfall: 500; Rechtsschutz: 36.000; Sachversicherungen: 2.000; Lebensversicherungen: 750.000; Transportversicherungen: 50; Haftpflicht: 15.000.

Posted by Andre on 04/02 at 10:19 AM
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