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Dienstag, April 07, 2009

Von Zinsgarantien, sicherer Geldanlagen und Wohnraummangel

Macht Bausparen Sinn auch in der Krise?

Das Bausparen boomt, für manche Kapitalsammelstelle war 2008 gar ein Rekordjahr. Ergebnis einer noch immer akuten Unsicherheit bei den Verbrauchern. So nahmen die Spareinlagen auf den Bausparkonten noch im letzten Quartal 2008 enorm zu; nicht nur für die Experten scheint die Bausparkasse ein Hort der Stabilität. Mit guten bis sehr gute Zahlen kommt also die Branche wieder auf die Beine, was bei den Kassen bedeutet, dass sich das Bausparen auch in dieser Krise bewährt hat.

Die Frage, ob sich das Bausparen wirklich lohnt, wo weder die Guthabenzinsen noch die Darlehenszinsen als auffallend günstig gelten, wird damit beantwortet, dass Bausparen die Kalkulation beim Bauherren, Käufer oder Sanierer sichert. Mit Abschluss des Vertrags wird ihm ein Darlehen mit festem Zins gewährt, und das bis weit in die Zukunft.
Diese Tatsache mit anderen Finanzierungen zu vergleichen, ist nicht einfach, weil bei Vertragsschluss dann auch eine Abschlussgebühr fällig wird. Doch die gilt mit einem Prozent der Bausparsumme als vergleichsweise niedrig und stellt den Eintrittspreis in eine Bausparer-Gemeinschaft dar.

Lange Zeit des Sparens

Als störend gilt für viele, dass die Anspardauer bis zum zuteilungsreifen Bausparvertrag recht lang ist; betrachtet man es ironisch, sind die Kinder dann fast schon aus dem Haus. Doch wird nicht nur gespart, um ein Haus zu bauen, auch weil irgendwann die Heizung zu erneuern ist oder weil das Dach neu zu decken ist.
Wer nun von einer Immobilie träumt, der sollte früh anfangen, am besten schon in der Ausbildung mit 17 oder 18 Jahren oder - mit kleiner Bausparsumme gleich nach dem Studium. Schließlich gilt der Bausparvertrag als ein Produkt, das zum Sparen erzieht, denn wer 30 oder 35 Jahre alt ist und auch an Familie denkt, der verfügt dann schon über einen Start-Eigenkapital, das sich mit Bauspardarlehen gut aufstocken lässt. Ein großer Unterschied zur 100-Prozent-Finanzierung, die in den Vereinigten Staaten im Jahre 2008 mit der Politik des billigen Geldes zum Desaster für Tausende geführt hat.

Bausparen ist als Anlage sicher

Da gibt dem Bausparer in Deutschland die Regulierung des Bauspargeschäfts große Sicherheit, damit sich doch eine Bausparkasse verspekuliert.  Gilt national doch ein Einlagensicherungssystem und die Pflicht zu Schwankungsreserven vorzuhalten, um Pflichten gegenüber Kunden jederzeit erfüllen zu können.  So darf mit Kundeneinlagen nicht spekulieren werden, allenfalls ist die Anlage in ganz sicheren Papieren anlegen. So gelten als Quoten 30 Prozent Bauspardarlehen und 30 Prozent Baufinanzierung; den Rest bilden Depots mit Staatspapieren.
Der Trend bei Wohneigentümern geht ganz klar zur gebrauchten Wohnimmobilie. Denn in den Städten kann man nur noch sehr eingeschränkt bauen und muss den Bestand akzeptieren. Wegen der gestrichenen Eigenheimzulage können sich Familien den Neubau kaum mehr leisten. Zum Dilemma gehören auch fehlende 275 000 Neubauten; obwohl die Nachfrage da ist, wird sich deswegen das Mietpreisniveau steigern. Das neue Produkt, der Wohn-Riester, spielt für das Geschäft der Bausparkassen und für jeden, der sich Wohneigentum anschaffen will, eine große Rolle. Vorausgesetzt auch die individuelle Einkommenssituation gilt als solide. Eheliche Trennung führt bei einem geförderten Objekt jedoch dazu, dass die Zuschüsse zurückzuzahlen und auch nachzuversteuern sind.

Posted by wob. on 04/07 at 05:59 PM
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Der Zweitmarkt für Lebensversicherungen lässt merklich nach

Lebensversicherungen werden auf lange Sicht abgeschlossen. Genau daran hapert es dann meistens auch. Stellt sich ein finanzieller Engpass ein, muss die Police, die eigentlich als Altersvorsorge oder zumindest als Absicherung für die Familie gedacht war, zuerst dran glauben. Sie wird gekündigt oder verkauft. Von den 94 Millionen Lebensversicherungen in der Bundesrepublik bleibt gerade einmal die Hälfte bis zum vertraglich festgelegten Auszahlungstermin im Besitz des Kunden. Viele haben sich in der Vergangenheit dazu entschlossen, die Lebensversicherung zu verkaufen. Das brachte immerhin zwischen fünf und 15 Prozent mehr als die Assekuranz zu zahlen bereit war. Doch auch dieser Markt ist mit der Finanzkrise eingebrochen.

500 Millionen Euro investierten die Aufkäufer im vergangenen Jahre und machten damit einigen riesigen Schritt zurück. 2007 hatten sie noch 1,4 Milliarden Euro für Lebensversicherungen gezahlt. Inzwischen wird genau selektiert, welche Policen noch über Rückkaufwert angenommen werden. „Gekauft wird momentan nur noch wenig, dann ausgewählt“, bestätigt Thomas Laumont, Vorstand des Bundesverbandes Vermögensanlagen im Zweitmarkt Lebensversicherungen (BVZL). Selbst Papiere, die als vermeintlich renditestark gelten und nur noch eine kurze Restlaufzeit haben, werden abgelehnt. Bleibt den Verbrauchern nur der Weg über die Versicherung und damit ein magerer Erlös.


Angebote für Lebensversicherungen


Die Finanzkrise hat den Unternehmen, die auf den Aufkauf von Lebensversicherungen spezialisiert sind, in gewisser Hinsicht den Boden unter den Füßen weggerissen. Sie haben selbst keine Käufer mehr. In der Regel fungierten Fondsgesellschaften als Abnehmer und brachten geschlossene Fonds auf den Markt. Oder aber die Policen verblieben im Portfolio und brachten über die Ablaufleistung Gewinn. Beides funktioniert nicht mehr so wie gewünscht. Einerseits sinken die Renditechancen, andererseits ist das Interesse an Fonds stark rückläufig. Die Verbraucherzentrale rät Kunden, sich beraten zu lassen, ehe sie sich von ihrer Lebensversicherung trennen, um keine böse Überraschung erleben zu müssen.

Posted by Andre on 04/07 at 05:39 AM
Lebensversicherung • Kommentar(e): (0) • Trackbacks (0) • Permalink
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