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Montag, April 13, 2009

An der Börse wird noch immer nicht geklingelt

Im Geldgeschäft und am Kapitalmarkt des amerikanischen Bankensektors zeichnet sich eine Stabilisierung ab. Dies habe nach einer Veröffentlichung der “New York Times” der laufende “Stress-Test” der US-Regierung ergeben.

Danach seien viele führende US-Kreditinstitute deutlich besser aufgestellt, als zuvor angenommen wurde. Es zeige sich eindeutig, dass viele US-Banken zwar auf Staatshilfen angewiesen seien, doch müsse der Umfang der Rettungspakte bei weitem nicht so hoch ausfallen wie noch vor Wochen von Pessimisten angenommen wurde. Für positive Stimmung im US-Finanzsektor sorge zudem die Bank Wells Fargo. Bei dem US-Institut, auf Rang vier der ganz Großen, werde erwartet, dass man im ersten Quartal des Jahres 2009 einen Gewinn von rund drei Milliarden US$ eingefahren habe. Eine solche Nachricht belege, dass viele Banken besser mit den Abschreibungen zurecht kommen, als der Markt dies zunächst angenommen hatte.

So setzt sich an der Wall Street die seit Anfang März 2009 aufgenommene Kursrallye weiter fort. Der Dow Jones konnte im Wochenvergleich um 66 Punkte oder 0,82 Prozent zulegen.
Für die positive Stimmung machen Insider jüngste Konjunkturdaten verantwortlich. Diese seien Beleg dafür, dass offenbar ein konjunktureller Umschwung bevorstünde.
Auch sank die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 20.000, was als stärkster Rückgang in diesem Jahr gelte. Auch die permanent bewerteten Lagerbestände im Großhandel seien deutlich niedriger als noch vor Monaten und deuteten auf eine mögliche konjunkturelle Wende.

Für die Bundesrepublik setzte sich die im März aufgenommene bessere Stimmung weiter fort. Vor allem in der zweiten Aprilwoche habe man ein wahres Kursfeuerwerk verspürt: Der DAX konnte vor Ostern stattliche 3,06 Prozent auf 4.491 Punkte zulegen. Auf den Kurszetteln standen erneut die Papiere der Deutschen Bank, die wegen der positiven Nachrichten von Wells Fargo über 10 Prozent zulegen konnten. Nicht mitgerissen wurden jedoch Vorzugsaktien wie die der Henkel KGaA, weil hier die schwachen Quartalszahlen publik wurden. Demnach sank im ersten Quartal 2009 das Konzernergebnis von 320 Millionen auf etwa 215 Millionen Euro. Da verloren dann die Henkel-Aktien im Tagesvergleich gleich über 7 Prozent.

Posted by wob. on 04/13 at 04:40 PM
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