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Sonntag, April 19, 2009

Altersvorsorge sorgsam planen

Passt ein T-Shirt nicht mehr oder hat die Farbe den Modehorizont überschritten, wird es zum Putzlumpen, landet in der Altkleidersammlung oder im Müll. Ähnlich verfahren viele Verbraucher mit ihrer Altersvorsorge und werfen damit jede Menge Geld aus dem Fenster. Die Verträge für eine Riester-Rente oder eine andere private Rentenversicherung werden unterschrieben, nach einigen Jahren wieder über den Haufen geworfen und neue, augenscheinlich bessere Policen gewählt. Die Verluste, die damit einhergehen, sind enorm und schmälern das Budget, das im Alter zur Verfügung steht. Ein richtig dickes Polster lässt sich nicht schaffen, wenn Wankelmut das Zepter führt.

Im Umkehrschluss heißt das: Versicherungskunden sollten sich ausreichend Zeit nehmen und alle Alternativen für die private Altersvorsorge auf den Prüfstand stellen. Anders als bei der Haftpflichtversicherung oder einer Auslandsreisekrankenversicherung handelt sich schließlich um eine Entscheidung, deren Tragweite meist erst im Alter sichtbar wird. Dann wäre es zu spät, die Vorsorgebemühungen noch in die richtige Bahn zu lenken. Experten wie der Berliner Finanzplaner und Honorarberater Ulf Niklas sprechen nicht umsonst von einer Lebensentscheidung. Je intensiver man sich mit dem Thema befasst und von kompetenter Seite beraten lässt, desto unwahrscheinlicher wird eine vorzeitige und teure Kündigung.

Das Bäumchen-Wechsel-Dich-Spiel geht nämlich zu Lasten der Kunden. Sie zahlen indirekt die Provision des Vermittlers und die Abschlusskosten. Das Geld geht bei jedem Wechsel verloren. Wie hoch diese Summe für den gewünschten Versicherungsschutz genau ist, darüber muss die Assekuranz inzwischen Auskunft geben. Vergleichbar sind die Offerten dadurch allerdings noch lange nicht. Denn die Vorgaben, was genannt werden muss und was nicht unbedingt, lassen den Gesellschaften reichlich Spielraum. Sie haben 2007 laut einer Analyse von CapQM alleine an den Abschlusskosten für Renten- und Lebensversicherungen rund 7,8 Milliarden Euro verdient.

Wenn man eine Fehlentscheidung getroffen hat, was durchaus passieren kann, sollte man sie schnell beheben und nicht auf einen günstigen Zeitpunkt warten. Spätestens dann wäre es ratsam, sich Hilfe zu holen oder mehr Zeit in die Planung der privaten Altersvorsorge zu investieren. Diese Erfahrung mussten viele machen, deren Riester-Rente so teuer war, dass die Zuschüsse vom Staat sich gar nicht erst entfalten konnten.

Posted by Andre on 04/19 at 09:13 AM
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Eigenheimzulage: CSU macht sich für Wiedereinführung stark

Seitdem die Eigenheimzulage im Jahr 2006 abgeschafft wurde, hat sich der Wohnungsmarkt in Deutschland verändert: Die Anzahl der Käufe und Bauvorhaben ist deutlich zurückgegangen. Zwar ist dieser Rückgang längst nicht ausschließlich auf die Abschaffung der Eigenheimzulage zurückzuführen, aber dennoch darf sie als Faktor nicht außer Acht gelassen werden. Immerhin handelte es sich bei ihr um eine staatliche Förderung, von welcher die frisch gebackenen Wohneigentümer finanziell ordentlich profitieren konnten.

Wie das „Handelsblatt“ berichtet, möchte sich die CSU für die Wiedereinführung der Eigenheimzulage nun stark machen. Dieses Thema soll ein fester Bestandteil des bevorstehenden Wahlkampfs werden. Zwar hat sich die Partei noch nicht endgültig festgelegt, allerdings ist nach aktuellem Stand der Dinge davon auszugehen, dass es so kommen wird.

Ob es der CSU gelingt, andere Parteien von ihrem Vorhaben zu überzeugen und die Eigenheimzulage wieder einzuführen, lässt sich zum aktuellen Zeitpunkt nur sehr schwer sagen. Die Wahrscheinlichkeit eines Erfolgs ist jedoch gegeben: Immerhin war es die CSU, dies sich auch für die Wiedereinführung der Pendlerpauschale stark gemacht hat – ein Vorhaben, das erfolgreich umgesetzt wurde.

Inwiefern eine neue Eigenheimzulage den privaten Immobilienkäufern und Bauherren helfen würde, ist natürlich ein ganz anderes Thema – unter anderem stellt sich die Frage, ob die Eigenheimzulage überhaupt zu gebrauchen ist, schließlich wurde sie vom „Wohn-Riester“ abgelöst. Letzterer konnte bisher noch nicht überzeugen: Diese Form der Wohneigentumsförderung gilt als äußerst komplex und kann von Käufern sowie Bauherren nicht unmittelbar in Anspruch genommen werden. Daher ist davon auszugehen, dass viele angehende Wohneigentümer die Eigenheimzulage dem „Wohn-Riester“ vorziehen würden.

Posted by Jochen on 04/19 at 07:21 AM
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