Privathäusern droht dieses Jahr ein Preisrückgang
Besonders bei deutschen Anlegern steht die Immobilie sehr hoch im Kurs. Anstelle von Wertpapieren werden oftmals bevorzugt Immobilien gekauft, die anschließend der Vermietung dienen. Einer der Hauptgründe, der für die Beliebtheit von Immobilien als Geldanlage auszumachen ist, ist ihre Wertbeständigkeit: Immobilien galten bisher als sehr wertstabil und wurden als guter Inflationsschutz betrachtet. Viele Anleger ziehen es vor in etwas zu investieren, das für sie greifbar ist – deshalb wird Immobilien häufig der Vorzug gegeben und Aktien bleiben liegen.
Allerdings ist es um die Wertbeständigkeit der Immobilie längst nicht mehr so gut bestellt. Bereits seit einigen Jahren ist festzustellen, dass die Immobilienpreise in zahlreichen Regionen stagnieren oder teilweise sogar rückläufig sind – zuvor hat es so etwas noch nicht gegeben. Bereits gegen Ende des vergangenen Jahres vermeldeten namhafte Immobilienexperten, dass die Immobilie in zahlreichen Regionen keinen Inflationsschutz mehr bietet.
Die Stagnation bei den Immobilienpreise ist vor allem auf die Verstädterung zurückzuführen: Immer mehr Menschen zieht es in die Metropolregionen. Während die Immobilienpreise in wenigen Metropolen weiterhin steigen, stehen sie in allen anderen Regionen still. Für dieses Jahr werden vielen Ortes sogar fallende Immobilienpreise erwartet: Wie das Handelsblatt schreibt, rechnen die Experten des Marktforschungsunternehmen Bulwien Gesa mit einem Rückgang der Immobilienpreise bei den Privathäusern.
Dennoch müssen Immobilieninvestments nicht schlecht sein. Winfried Aufterbeck, Geschäftsführer der Immobilien-Zwangsversteigerungs-Plattform „Argetra“ rechnet für die nahe Zukunft mit einer deutlichen Zunahme der Anzahl von Zwangsversteigerungen. Als Grund nennt er die Wirtschaftskrise: Wirtschaftlich schwere Zeiten ziehen stets etliche Zwangsversteigerungen nach sich. Immobilienanleger können über diesen Weg günstige Objekte erwerben und somit ihre Rendite steigern.
