Wie man sich jetzt die aktuellen Hypothekenzinsen sichert
Was die Entwicklung der Hypothekenzinsen betrifft, so sind sich die Experten bereits seit Wochen darüber einig, dass die Zinsen in naher Zukunft steigen werden. Deshalb wird angehenden Käufern und Bauherren dazu geraten, nicht allzu lange zu warten, sondern sich die Konditionen möglichst bald zu sichern. Allerdings ist dies leichter gesagt als getan: Etliche Interessenten würden sich gerne das derzeitige Zinsniveau sichern, jedoch ist dies nur unter der Erfüllung bestimmter Voraussetzungen möglich.
Im Wesentlichen kommt es darauf an, sich auf ein bestimmtes Objekt festgelegt zu haben. Nur wenn das Objekt feststeht ist es möglich, eine Finanzierungsanfrage zu stellen und die Bank darum zu bitten, eine Kreditentscheidung zu treffen. Ebenso wird vorausgesetzt, dass die Kosten möglichst genau beziffert sind – zu groß dürfen die späteren Abweichungen nicht sein, denn womöglich könnte eine Finanzierungslücke aufkommen und somit ein zusätzlicher Finanzierungsbedarf entstehen.
Dennoch existieren Wege und Möglichkeiten, sich die aktuellen Konditionen zu sichern. Eine kurzfristige Konditionssicherung ist beispielsweise über das Einholen von Finanzierungsangeboten möglich: Die meisten Banken räumen ihren Kunden eine mehrtätige, zum Teil sogar mehrwöchige Annahmefrist ein, für welche der Zinssatz als gesichert gilt. Außerdem gibt es zunehmend mehr Banken, mit sogenannten Reservierungshypotheken oder Reservierungsdarlehen aufwarten: Mit diesen Darlehen ist eine vorzeitige Zinsreservierung (teilweise für mehrere Monate) problemlos möglich – selbst wenn das Darlehen später doch nicht abgerufen wird.
Am einfachsten haben es natürlich angehende Umschulder: Auch wenn das Immobiliendarlehen erst in ein paar Jahren abgelöst werden soll, können die Konditionen bereits jetzt fest gemacht werden. Zu diesem Zweck werden von immer mehr Banken sogenannte Forwarddarlehen angeboten.
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Jochen on 06/10 at 08:10 AM
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Gesundheitsfragen wahrheitsgemäß beantworten
Jeder der schon mal eine Lebens-, private Kranken- oder Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen hat, kennt das Spiel: Seitenweise Fragen zum Gesundheitszustand, bisherigen Krankheiten, Krankenhausaufenthalten, Allergien und Erkrankungen in der Familie. Leicht ist es nicht, sich an jedes Wehwehchen zu erinnern, das dort abgefragt wird. Zu leicht sollte man es sich aber auch nicht machen. Dann droht auf Dauer möglicherweise Ärger. Sänger Heino könnte im wahrsten Sinne des Wortes ein Lied davon singen. Ihm hat die Versicherung die Zahlung aufgrund falscher Angaben verweigert.
Der Barde hatte seine Unterschrift auf die Papiere für eine Ausfallversicherung gesetzt, für den Fall, dass er seine Tournee nicht bestreiten kann. Drei Millionen Euro Versicherungssumme wurden mit der Gothaer vereinbart. Ein Schwächeanfall des Sängers hätte das Unternehmen beinahe in die Pflicht gebracht, diesen Betrag auch auszuzahlen. Wäre da nicht der Vertrag gewesen, in dem einige Fragen nicht der Wahrheit entsprechend beantwortet worden waren. Ähnlich wird es jedem Versicherungskunden gehen, der die Unterlagen wissentlich falsch ausfüllt. Wird etwas vergessen, weil die entsprechende Frage fehlt, darf die Assekuranz den Vertrag später hingegen nicht kündigen. Genau aus dem Grund holen sich die meisten Versicherungen die Informationen zur Gesundheit des Kunden direkt beim Hausarzt.
Das gilt natürlich auch, wenn der Schadensfall eintritt. Spätestens dann werden die „Sünden“, die beim Ausfüllen der Versicherungspapiere begangen wurden, bestraft. Der Blick in die Krankenakte offenbart häufig mehr als vielen Kunden Recht sein dürfte. Das trifft auch zu, wenn der Arzt schon im Rahmen der Antragstellung kontaktiert und der Schweigepflicht entbunden wird. Sieht die Versicherung im Rahmen ihrer Risikoprüfung zu viele Faktoren, die gegen einen Abschluss sprechen, ist´s Essig mit dem Vertrag. Daher rät die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz: „Es ist wichtig, die Fragen wirklich sauber und ordnungsgemäß zu beantworten“.