Berufsunfähigkeitsversicherungen im Test
Die Berufsunfähigkeitsversicherung gehört zu den wichtigsten Policen, wenngleich ihre Bedeutung häufig unterschätzt wird. Glaubt man den Statistiken, wird im Laufe seines Arbeitslebens jeder Vierte berufsunfähig – in den meisten Fällen krankheitsbedingt und nicht durch einen (Betriebs-)Unfall. Die staatlichen Hilfen reichen dann insbesondere bei der jüngeren Generation nicht aus, um den gewohnten Standard auch nur ansatzweise halten zu können. Die Lücke, die dann gerissen wird, lässt sich nicht ohne Weiteres stopfen. Genau zu diesem Zweck gibt es die Berufsunfähigkeitsversicherung. Sie sorgt für den finanziellen Ausgleich. Welche Policen empfehlenswert sind, hat jetzt die Stiftung Warentest untersucht.
82 Berufsunfähigkeitstarife in Kombination mit einer Risikolebensversicherung haben die Redakteure von „Finanztest“ genauer unter die Lupe genommen. Das erfreuliche Ergebnis: Immerhin 39 Mal konnten sie die Bestnote „sehr gut“ vergeben. Damit bietet fast jede zweite Versicherung gegen Berufsunfähigkeit einen aus Sicht der Tester ausreichend guten Schutz. Doch kein Glanz ohne Schattenseite: Viele Antragsteller haben überhaupt keine Chance, sich gegen das Risiko, den Beruf nicht mehr ausüben zu können, zu versichern. Viele Interessenten erhielten aufgrund kleinster Erkrankungen gar keinen Vertrag oder nur, wenn sie bereit sind, Risikozuschläge zu zahlen oder auf bestimmte Leistungen zu verzichten. Ebenso auffällig waren die deutlichen Preisunterschiede. Für das Fallbeispiel einer 30-jährigen Industriemechanikerin ergaben sich Angebote mit Prämien von 696 bis 2.084 Euro jährlich für eine Police, die bei Berufsunfähigkeit eine Rente in Höhe von 1.200 Euro vorsieht. Da hilft nur ein Versicherungsvergleich, rät „Finanztest“.
Berufsunfähigkeit • Kommentar(e): (0) • Trackbacks (0) • Permalink

