Baufinanzierung: Nicht das gesamte Eigenkapital einsetzen
Mittlerweile scheint es sich herumgesprochen zu haben, dass die Hypothekenzinsen derzeit sehr niedrig sind: Sehr viele Haushalte denken darüber nach, die Gunst der Stunde zu nutzen und den Traum vom Eigenheim zu verwirklichen. Auf der einen Seite ist die Zurückhaltung aufgrund der Wirtschaftskrise zwar groß, doch auf der anderen Seite gibt es zahlreiche Bürger, deren Jobs trotz Krise sicher zu sein scheinen. Deshalb spielen etliche Leute ernsthaft mit dem Gedanken, die niedrigen Zinsen zu nutzen um ein Eigenheim zu erwerben.
Es ist festzustellen, dass ein großer Teil der potentiellen Darlehensnehmer bzw. der möglichen Bauherren und Immobilienkäufer über keine besonders großen Ersparnisse verfügt. Daher geht der Trend vor allem in eine Richtung: Der Großteil des Vorhabens soll über das Bankdarlehen finanziert werden. Diesen Trend hat es allerdings auch schon vor der Finanzkrise gegeben – bereits seit mehreren Jahren ist festzustellen, dass der Eigenkapitaleinsatz rückläufig ist.
Doch nur weil es sich heutzutage vergleichsweise einfach gestaltet, mit geringem Eigenkapitaleinsatz zum Eigenheim zu kommen – man denke nur an die Vollfinanzierung, die mittlerweile von etlichen Banken angeboten wird – darf man nicht blauäugig sein. Die Praxis zeigt immer wieder sehr deutlich auf wie wichtig es ist, auch nach dem Eigenheimerwerb über finanzielle Rücklagen zu verfügen. Diese Rücklagen sind von sehr hoher Bedeutung, schließlich existieren die verschiedensten Gründe, die zu unerwarteten Mehrausgaben oder Investitionen führen können. Man denke nur an einen Defekt der Waschmaschine oder der Heizungsanlage – schnell kann es erforderlich sein, Geld investieren zu müssen. Deshalb sollten angehende Bauherren und Käufer niemals ihre gesamten Ersparnisse für den Immobilienerwerb einsetzen – dafür sind die Rücklagen einfach zu wichtig.
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Jochen on 07/07 at 08:20 AM
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Vier von 100 Jugendlichen sparen fürs Alter
Jugendliche interessieren sich durchaus für die Wirtschaft. Es hapert aber nach wie vor am Basiswissen, wenngleich die Wissenslücken im Vergleich zu den Vorjahren etwas kleiner geworden sind. Zu verdanken ist das unter anderem der Finanzkrise, die wirtschaftliche Themen mehr in den Vordergrund gerückt hat. Gleichwohl wünschen sich 80 Prozent der 14- bis 24-jährigen, dass auch in der Schule Wirtschaft unterrichtet wird. Sie bekräftigen damit die Forderung des Bundesverbandes Deutscher Banken, der sich seit Jahren bei Jugendlichen umhört. Die Ergebnisse fließen in die Jugendstudie ein, deren aktuelle Ausgabe jetzt vorgestellt wurde.
Ein Forschungsinstitut hat dazu 750 junge Menschen befragt. Was den Bundesverband gefreut haben dürfte: 71 Prozent haben eine gute oder sehr Meinung von Banken und 86 Prozent sind (sehr) zufrieden mit den Leistungen ihrer Hausbank. Um die eigenen finanziellen Angelegenheiten kümmern sich immerhin 37 Prozent regelmäßig, 38 Prozent ab und zu und 25 Prozent selten oder nie. Spaß an Finanzen haben 32 Prozent, die von sich behaupten, „trifft voll zu“. 37 Prozent sagen „trifft eher zu“. Am stärksten ausgeprägt ist das Interesse bei der Altersgruppe der 21- bis 24-jährigen. Dementsprechend wichtig stufen 81 Prozent Informationen rund um Geld- und Finanzangelegenheiten ein.
Ein ebenfalls erfreuliches Detail der „Jugendstudie 2009“: „Die Deutschen bleiben auch in der gegenwärtigen Wirtschaftskrise ihrem Ruf als Sparweltmeister treu. Übermäßig verschuldet sind nur wenige der Jugendlichen. In der Regel stehen sie, wenn überhaupt, bei Eltern, Verwandten oder Freunden in der Kreide. Statt in die roten Zahlen zu kommen, sparen viele lieber. 56 Prozent legen regelmäßig etwas auf die hohe Kante. Vor drei Jahren waren es 51 Prozent und 2003 47 Prozent. Wichtig ist Sparsamkeit 71 Prozent der Befragten. Sparmotiv sind bei 48 Prozent größere Anschaffungen. Doch auch die private Altersvorsorge spielt bei Jugendlichen durchaus eine Rolle. Vier Prozent investieren schon heute Geld für die Zeit der Rente. Dabei reicht der Sparbetrag von unter 20 Euro im Monat (26 Prozent) bis über 500 Euro monatlich (ein Prozent). Die Mehrheit spart im Schnitt 51 bis 200 Euro (28 Prozent).
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Andre on 07/07 at 08:20 AM
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