Bergbauschäden: Neben Nachterstedt können weitere Regionen betroffen sein
Das Unglück von Nachterstedt, bei welchem eineinhalb Häuser aufgrund eines Bergbauschadens in eine Grube eingebrochen sind, hat ganz Deutschland betroffen gemacht – wer hätte je gedacht, dass ein Schaden solchen Ausmaßes auftreten kann? Viele Menschen, die in entsprechenden Regionen wohnhaft sind, stellen sich nun die Frage, wie es um die Sicherheit in ihrer Region bestellt ist.
Diese Frage ist jedoch alles andere als leicht zu beantworten – schließlich war man auch in Nachterstedt davon ausgegangen, dass das einstige Bergebaugebiet besiedelt werden kann. Dementsprechend wäre es also gut denkbar, dass es in derselben Region sowie auch in anderen Regionen, in denen frühere Bergbaugebiete rekultiviert wurden, zu weiteren Schäden kommt.
Mittlerweile haben sich mehrere Experten zu Wort gemeldet. Wie die „Sulinger Kreiszeitung“ berichtet, gehen einige Geologen und Bergbauexperten davon aus, dass es auch in anderen Regionen zu ähnlichen Bergbauschäden kommen könnte und möglicherweise ebenfalls Wohngebäude einen unmittelbaren Schaden nehmen. Deshalb wird nun darüber nachgedacht, eine spezielle Karte anzufertigen, auf der entsprechende Regionen eingezeichnet sind – sowohl die Bewohner, als auch potentielle Bauherren und Immobilienkäufer würden sich somit in der Lage befinden, mehr über die jeweiligen Gebiete zu erfahren.
Ob die Karte entstehen und wie viel Zeit deren Erstellung in Anspruch nehmen wird, kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gesagt werden. Potentielle Bauherren und Immobilienkäufer müssen deshalb andere Wege einschlagen, um sich über die „Gefahrenquelle“ Bergbauschaden zu informieren. So bietet es sich zum Beispiel an, Gemeindeverwaltungen oder Anwohner zu befragen – auf diese Weise lässt sich in der Regel gut herausfinden, ob in den jeweiligen Regionen einst ein Untertagebau stattgefunden hat und welche Einschätzungen bezüglich der Sicherheit vorliegen.
