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Donnerstag, August 06, 2009

Immobiliendarlehen mit Excel kalkulieren: Nur der Nominalzins zählt

Es ist vollkommen klar, dass nur das Einholen und Vergleichen mehrerer Finanzierungsangebot letzten Endes zu einer günstigen Baufinanzierung führen kann. Nur wenn man sich Zeit nimmt und den Markt gezielt durchleuchtet, wird es einem gelingen, ein günstiges bzw. das passende Immobiliendarlehen zu finden. Nicht selten kommt es hierbei vor, dass angehende Darlehensnehmer eigene Kalkulationen durchführen möchten: Heutzutage ist Microsoft Excel ein weit verbreitetes Programm, dessen Umgang viele PC Anwender beherrschen. Da verwundert es nicht, dass einzelne Darlehenskalkulationen eigenständig am PC vorgenommen werden.

Allerdings kommt es hierbei immer wieder zu Schwierigkeiten. Der Großteil der Interessenten muss sich eingestehen, bei den ersten Kalkulationen auf Zahlen zu kommen, die von den Tilgungsplänen der Banken abweichen. Dies führt schnell zu Irritationen, schließlich möchte man den Tilgungsverlauf nachvollziehen können.

In so gut wie allen Fällen sind die Fehlkalkulationen auf die Verwendung des falschen Zinssatzes zurückzuführen: So gut wie alle Interessenten, die zum ersten Mal einen Tilgungsverlauf in einer Tabellenkalkulation darstellen möchten, rechnen mit dem Effektivzins. Diese Herangehensweise erfolgt nicht grundlos: In zahlreichen Ratgebern ist immer wieder zu lesen, dass es beim Vergleich von Darlehen darauf ankommt, stets mit dem Effektivzins zu rechnen.

Jedoch ist der Effektivzins ein Zinssatz, der zur Durchführung von Kalkulationen nicht geeignet ist. Er berücksichtigt die monatliche Tilgung sowie eventuell anfallende Gebühren – letztendlich soll er es ermöglichen, die Finanzierungskosten einzelner Darlehen direkt miteinander zu vergleichen. Wer jedoch kalkulieren möchte, muss unbedingt den Nominalzins heranziehen. Der Nominalzins ist der eigentliche Zinssatz, mit welchem die Banken rechnen und unter anderem die Zinslast ermitteln. Deshalb ist es unabdingbar, bei Darlehenskalkulationen stets auf den Nominalzinssatz zu blicken – dann gehen die Kalkulationen auch auf.

Posted by Jochen on 08/06 at 09:00 AM
Immobilien • Kommentar(e): (0) • Trackbacks (0) • Permalink

Vielen droht Altersarmut

60 Prozent des letzten Brutto-Einkommens sind nötig, um den Lebensstandard einigermaßen halten zu können. Für die meisten Deutschen scheint dieser Wert laut einer Studie des Rentenexperten Bernd Raffelhüschen vom Forschungszentrum für Generationenverträge der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg unerreichbar. Vor allem für die jetzt 20- bis 35-Jährigen sagt der im Auftrag der Union Investment erstellte Vorsorgeatlas eine düstere Zukunft voraus. 50 Prozent von ihnen kommen demnach auf einen gesetzlichen Rentenanspruch von unter 958 Euro, damit einer Ersatzquote von lediglich 36,1 Prozent – deutlich weniger als die nötigen 60 Prozent. Im Schnitt erreicht diese Altersklasse 39,3 Prozent.

Zuversichtlich können nur wenige Deutsche Richtung Ruhestand blicken. Jedem Vierten drohen deutliche Wohlstandsverluste und damit Altersarmut. Das gilt selbst dann, wenn zusätzlich private Altersvorsorge betrieben wird, über eine Riester-Rente, die Zusatzversorgung im öffentlichen Dienst oder aber betriebliche Vorsorgemechanismen. Den Standard halten können nur rund 25 Prozent der Bundesbürger. Berechnet haben die Experten eine durchschnittliche gesetzliche Rente von 984 Euro für alle 20- bis 65-Jährigen. Dieser Wert entspricht 43 Prozent des letzten Bruttogehalts. Beamte sind etwas besser gestellt: Sie kommen auf 2570 Euro (63 Prozent).

Gegenüber der Bild-Zeitung äußerte sich der Ex-Regierungsberater Professor Winfried Schmähl besorgt über die Ergebnisse der Studie. „Vielen Deutschen droht künftig Altersarmut, wenn nicht gehandelt wird“, lautet seine Prognose. Verantwortlich dafür sei die Absenkung des sogenannten Rentenniveaus, die 2006 beschlossen wurde. Die private Altersvorsorge wertet der Experte als unumgänglich, weiß aber auch, dass es gerade für Menschen mit niedrigem Einkommen und Arbeitslose sehr schwer ist, Zusatzversicherungen überhaupt bezahlen zu können. Vielleicht öffnet der Vorsorgeatlas der Politik die Augen für die zukünftigen Probleme. Immerhin ist er als „Handlungsrahmen für weitere Entscheidungen“ gedacht.

Posted by Andre on 08/06 at 09:00 AM
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