Deutsche sparen für die Altersvorsorge
Drei Mal jährlich fragt der Verband der Privaten Bausparkassen e.V., ob und mit welchem Ziel die Deutschen sparen. Jetzt liegen die Ergebnisse für den Sommer 2009 vor. Aus den 2.000 von TNS Infratest (Bielefeld) geführten Interviews mit Bundesbürgern ab 14 Jahren geht hervor, dass die Sparer in der Krise zwar gelassen bleiben, das Sparverhalten aber stärker als sonst von der Angst vor dem Jobverlust geprägt ist.
An der Reihenfolge der Sparziele hat sich wenig geändert. An erster Stelle rangiert unangefochten die private Altersvorsorge. Sie konnte im Vergleich zum Vorjahr um sieben Prozent zulegen und ist für 62,1 Prozent der Befragten von größter Bedeutung. Ebenfalls ein leichtes Plus von vier Prozent verbuchte das Ziel „Konsum und Anschaffungen“, das nun bei 58,5 Prozent liegt. Den deutlichsten Zugewinn – was den Verband der Privaten Bausparkassen umso mehr freuen wird – gab es beim Sparmotiv „Wohneigentum“. Die Zahl derer, die ein paar Euro für die eigenen vier Wände zur Seite legen, stieg um acht auf 49,3 Prozent. Auf den weiteren Plätzen folgen die Kapitalanlage, die Ausbildung der Kinder sowie der Notgroschen bzw. die Reserve.
Andreas J. Zehnder, Vorsitzender des Verbandes, wertet die Umfrageergebnisse positiv: „Die Gemüter haben sich beruhigt. Altersvorsorge und Wohneigentum bleiben als Sparmotiv Klassiker“. Einen kleinen Wermutstropfen gibt es aber: Der Anteil der Bundesbürger, die überhaupt sparen, ist zurückgegangen – um 1,5 auf 44,1 Prozent. Auf der anderen Seite stieg der Anteil der Nichtsparer von 53,4 auf 55,1 Prozent. Mehr auf die hohe Kante legen wollen lediglich 7,5 Prozent der Umfrageteilnehmer. Ein Jahr zuvor lag dieser Wert noch bei 8,8 Prozent. Weniger sparen werden 15,5 Prozent (16,5 %). Die Mehrheit von 68,5 Prozent möchte die Sparleistung konstant halten. „Die Sparer beginnen, sich auf schwierigere Zeiten einzurichten“, so Zehnder. Wenn mehr gespart werden soll, dann zu 29,9 Prozent aufgrund möglicher beruflicher Veränderungen.
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Andre on 08/14 at 08:58 AM
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Sofortdarlehen ohne Grundbucheintragung boomen
Die Aufnahme von kleineren Immobiliendarlehen gestaltete sich bis vor Kurzem noch äußerst schwierig. Einer der Hauptgründe bestand darin, dass die meisten Banken vergleichsweise hohe Mindest-Darlehensbeträge festgesetzt haben: Darlehen, die unter 50.000 Euro liegen, werden von etlichen Banken gar nicht vergeben. Des Weiteren bestehen die meisten Banken auf eine feste Absicherung ihrer Darlehen: Eine Darlehensvergabe ist nur dann möglich, wenn der Darlehensnehmer bereit ist, eine Besicherung über das Grundbuch vorzunehmen – wodurch letztendlich weitere Kosten entstehen.
Das stark rückläufige Geschäft mit den Immobiliendarlehen (zum einen wird immer weniger gebaut, zum anderen darf die Wirtschaftskrise nicht außer Acht gelassen werden) bringt zunehmend mehr Geldinstitute dazu, neue Wege zu gehen. Einer dieser Wege ist das Sofortdarlehen: Hierbei handelt es sich um kleinere Immobiliendarlehen, die ohne Grundbucheintragung vergeben werden.
Besonders für die Durchführung von Renovierungen, Modernisierungen und Sanierungen sind diese Immobiliendarlehen besonders geeignet. Nicht selten fällt der Kapitalbedarf vergleichsweise gering aus: Wenn beispielsweise nur 20.000 Euro benötigt werden, können diese problemlos über ein Sofortdarlehen finanziert werden.
Im Wesentlichen kann das Sofortdarlehen mit einem Ratenkredit verglichen werden. Der Unterschied besteht lediglich darin, dass sich die Konditionen deutlich voneinander unterscheiden. Ratenkredite gelten als teuer – Sofortdarlehen, die für wohnwirtschaftliche Zwecke vergeben werden, können deutlich günstiger abgerufen werden und schonen somit die Haushaltskasse. Zugleich entfällt die langwierige und kostspielige Besicherung über das Grundbuch.
Noch steckt das Sofortdarlehen in den Kinderschuhen: Kleinere Baugeldvermittler und Bausparkassen zählen bisher zu den Pionieren, die entsprechende Finanzierungslösungen in den vergangenen Wochen erstmalig vorgestellt haben. Es ist gut denkbar, dass weitere Banken folgen.
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Jochen on 08/14 at 08:58 AM
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