Boom bei Versicherungen gegen Einmalbeitrag
Hui und pfui lagen bei den deutschen Lebensversicherern im ersten Halbjahr 2009 sehr nahe beieinander. Insgesamt verliefen die Geschäfte recht positiv. Geht man jedoch ins Detail, haben die Unternehmen in einigen Geschäftsfeldern ordentlich Federn lassen müssen. Nichtsdestotrotz: Mit 6,6 Prozent mehr Beitragseinnahmen im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Branche angesichts der Wirtschaftskrise ganz gut geschlagen, findet der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV).
Für diesen Anstieg sind weniger die bestehenden Verträge gegen laufenden Beitrag verantwortlich. In dieser Sparte sackten die Einnahmen sogar um ein Prozent ein. Der große Gewinner sind vielmehr Versicherungspolicen gegen Einmalbeitrag, bei denen es zu Umschichtungen in sichere Produkte kam. „Der Wunsch vieler Verbraucher nach einer sicheren Anlage ihrer Vorsorgeersparnisse führten bei den Einmalbeiträgen zu einem Zuwachs von 44 Prozent“, heißt es in der Pressemitteilung des GDV. Der Löwenanteil liegt mit 60 Prozent bei den Rentenversicherungen. Für Peter Schwark, Mitglied der Hauptgeschäftsführung des GDV, ein Zeichen für „das Vertrauen der Anleger in die Stabilität der deutschen Lebensversicherer“.
Auch im Neugeschäft konnten sich die Verträge gegen Einmalbeitrag deutlich von den Verträgen gegen laufenden Beitrag absetzen. Ein Grund dafür ist das schwache Geschäft mit der Riester-Rente. Dass es in diesem Bereich zu einem Einbruch kommen würde, hatten die Unternehmen bereits erwartet. Im Jahr 2008 sei durch die letzte Förderstufe ein Run auf die staatlich geförderte Rentenversicherung ausgelöst worden. Dieser Schub habe in diesem Jahr gefehlt. In Zahlen heißt das: Zehn Prozent minus im ersten und zwei Prozent Minus im zweiten Quartal bei Verträgen gegen laufenden Beitrag.
News • Wirtschaft • Lebensversicherung • Rentenversicherung • Kommentar(e): (0) • Trackbacks (0) • Permalink
