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Donnerstag, August 20, 2009

Absicherung ist auch in der Krise wichtig

„Wer kann sich das denn noch leisten?“, heißt es inzwischen häufig, wenn über das Thema Versicherungen gesprochen wird. Zusätzliche Absicherung gilt in Zeiten der Finanz- und Wirtschaftskrise in vielen Haushalten als purer Luxus. Kritisch wird es, wenn selbst der elementare Schutz vernachlässigt oder auf unbestimmte Zeit in die Zukunft verschoben wird.

Bei vielen Versicherungen erweist sich diese Taktik als Schuss, der nach hinten losgeht. Denn je später die Police unterschrieben wird, desto höher fallen die Beiträge aus. Das ist nicht nur bei der Berufsunfähigkeitsversicherung der Fall, sondern auch auch bei der privaten Altersvorsorge – unabhängig davon, ob gerade eines der sieben fetten oder mageren Jahre durchlaufen wird.

Der Trend, Versicherungen vorerst auf dem Abstellgleis zu parken, um sich dann in besseren Zeiten darum zu kümmern, ist unübersehbar. Der Präsident des Bundesverbandes Deutscher Versicherungskaufleute, Michael Heinz, bringt die aktuelle Situation in wenigen Worten auf den Punkt: „Das Neugeschäft ist stark rückläufig“. Damit wiederholt er das, was vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) sowie über Umfragen und Studien bereits mit ausreichend Zahlenmaterial untermauert wurde.

Von der Berufsunfähigkeitsversicherung sind zehn Prozent weniger Policen an den Mann und die Frau gebracht worden. Noch deutlicher ist der Rückgang bei Lebensversicherungen, Pensionskassen und -fonds: Minus 12,5 Prozent. Besonders kritisch werten Versicherungsexperten jedoch, dass sich viele nicht einmal mehr um die private Altersvorsorge kümmern. Dabei sind die Warnungen vor Altersarmut lauter denn je.

Derzeit wird das Geld laut Michael Heinz lieber in den nächsten Urlaub oder dank der Abwrackprämie in ein neues Auto investiert. Die Vorsorge fürs Alter oder den Fall der Berufsunfähigkeit bleibt dabei auf der Strecke. Teilweise fehlt es auch schlicht am Vertrauen in die Finanzbranche und es überwiegt die Angst, den Job zu verlieren. Häufigstes Argument der Verbraucher, warum sie gerade bei Versicherungen sparen: „Das kann ich auch noch später erledigen“.

Zudem hoffen viele, dass es irgendwann eine staatliche Vollversorgung gibt. Träumen darf man schließlich, sollte aber zumindest die wichtigsten Policen haben, um im Ernstfall nicht auf die Nase zu fallen: Die private Haftpflichtversicherung, eine Berufsunfähigkeitsversicherung und zum Schutz der Familie eine Risiko-Lebensversicherung.

Posted by Andre on 08/20 at 08:53 AM
FinanzenVersicherungenAltersvorsorgeBerufsunfähigkeitWissenswertes • Kommentar(e): (0) • Trackbacks (0) • Permalink

Hypothekenzinsen: Kein Druck für Bauherren und Käufer

Im ersten Quartal dieses Jahres sind die meisten Zinsexperten davon ausgegangen, dass die Hypothekenzinsen ihren Tiefstand erreicht haben. Einen weiteren Zinsrückgang haben die meisten Experten ausgeschlossen. Diese Einschätzung wurde in erster Linie damit begründet, dass die Banken ihre Zinssätze für Immobiliendarlehen aufgrund der ohnehin schon schwachen Margen nicht noch weiter senken können. Letzten Endes wurde potentiellen Darlehensnehmern dazu geraten, die Gelegenheit zu nutzen und sich die niedrigen Zinsen zu sichern.

Wer abgewartet hat, war oder ist jedoch besser dran: Entgegen der meisten Expertenmeinungen sind die Hypothekenzinsen dennoch gefallen. In den letzten Wochen haben die Zinssätze zwar erstmalig wieder angezogen, aber trotzdem liegen sie immer noch unter den Zinssätzen, die es zu Jahresbeginn zu sehen gab.

An dieser Entwicklung wird deutlich, wie immens schwierig es ist, die Entwicklung der Zinsmärkte vorauszusagen. Letztendlich sind es einfach zu viele Faktoren, die darüber entscheiden, ob die Zinsen nun steigen oder fallen. Daher sollten sich angehende Darlehensnehmer nicht zu sehr auf die Expertenmeinungen verlassen: Der optimale Zeitpunkt zur Aufnahme eines Immobiliendarlehens kann im Endeffekt nie mit Gewissheit getroffen werden.

Für die Zinsexperten gibt es jedoch einen kleinen Trost, da sie mit ihren Aussagen nicht vollständig daneben gelegen haben. Im Endeffekt lagen sie nur falsch, was die Tiefstände betrifft: Es wurde prophezeit, die Talsohle sei durchschritten, obwohl die Zinsen anschließend trotzdem gefallen sind. Hinsichtlich eines möglichen Zinsanstiegs hatten so gut wie alle Zinsexperten Recht: Mit einem plötzlichen und schnellen Anstieg der Hypothekenzinsen ist nicht zu rechnen. Hierbei handelt es sich um eine Aussage, die auch heute noch über Gültigkeit verfügt: Es ist nicht davon auszugehen, dass die Nachfrage deutlich zunehmen wird es oder es zu spürbaren Erhöhungen der Leitzinsen kommt. Bauherren und Käufer stehen daher kaum unter Druck.

Posted by Jochen on 08/20 at 08:53 AM
Immobilien • Kommentar(e): (0) • Trackbacks (0) • Permalink
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