Ferienimmobilien an Nord- und Ostsee sind gefragter denn je
Eigentlich sollte man meinen, dass sich Ferienimmobilien in Zeiten von Finanz- und Wirtschaftskrise alles andere als gut verkaufen. Insbesondere die Besserverdienenden sollen aufgrund der Finanzkrise oftmals beträchtliche Summen an den Börsen verloren haben – da werden entsprechende Luxusinvestitionen gerne einmal zurückgestellt. Allerdings ist dies nur eine Annahme: In der Realität sieht es ganz anders aus.
Wie die „Financial Times Deutschland“ unter Berufung auf den deutschlandweit tätigen Immobilienmakler „Engel & Völkers“ berichtet, gelten Ferienimmobilien an Nord- und Ostsee als gefragter denn je. Die hiesigen Immobilienmakler machen zurzeit das Geschäft ihres Lebens: Die Nachfrage ist bei weitem größer als das Angebot. Dementsprechend wird alles gekauft, was auf dem Markt angeboten wird – selbst mittelklassige Lagen oder Gebäude in schlechtem Zustand verkaufen sich hervorragend.
Die hohe Nachfrage hat sich auch auf die Immobilienpreise ausgewirkt. Im Vergleich zum Jahr 2004 sind die Immobilienpreise auf Sylt um bis zu 70 Prozent gestiegen – in einzelnen Lagen sogar noch deutlich mehr. Auf den weiteren Inseln sieht es nicht viel anders aus: Aufgrund der starken Nachfrage haben die Immobilienpreise allesamt angezogen.
Auf welche Ursache der so deutliche Anstieg der Nachfrage zurückzuführen ist, lässt sich derzeit nur schwer sagen. Auf der einen Seite ist festzustellen, dass sich zunehmend mehr Personen für einen Urlaub in Deutschland begeistern können – Ferienimmobilien in Spanien oder anderen sonnigen Ländern liegen oftmals zu weit entfernt. Auf der anderen Seite agieren viele Käufer als Kapitalanleger: Die zunehmende Attraktivität von Nord- und Ostsee in Verbindung mit niedrigen Hypothekenzinsen lassen viele Investoren von guten Renditen träumen.
Posted by
Jochen on 08/24 at 09:00 AM
Immobilien •
Kommentar(e): (0) •
Trackbacks (0) •
Permalink
Erste Krankenkasse erhebt Zusatzbeiträge
Das ging schneller als erwartet: Die erste gesetzliche Krankenkasse kommt mit dem ihr aus dem Gesundheitsfonds zugewiesenen Geld nicht aus und erhebt Zusatzbeiträge. Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung, der Kölner Stadtanzeiger und RP-Online berichten, wird die Gemeinsame Betriebskrankenkasse Köln (GBK) rückwirkend zum 1. Juli von jedem Versicherten acht Euro mehr im Monat verlangen. Fällig wird der Betrag erstmals zum 20. September. Als Grund nennt der Vorstand der GBK, Helmut Wasserfuhr, „außergewöhnliche Behandlungskosten für Schwerstkranke“, konkret zwei seltene Bluter-Erkrankungen, die mit 14 Millionen Euro ein enormes Loch in die Finanzdecke gerissen haben.
Die Gemeinsame Betriebskrankenkasse Köln markiert damit den Anfang einer Entwicklung, die vom Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung bereits vor einiger Zeit prognostiziert wurde. Ins gleiche Horn stößt jetzt die KKH-Allianz. Deren Chef, Ingo Kailuweit, rechnet damit, dass spätestens im kommenden Jahr 50 Millionen gesetzlich Krankenversicherte tiefer in die Taschen greifen müssen, weil Zusatzbeiträge erhoben werden. Die Zeichen für eine Teuerung seien unübersehbar: Zehn Prozent höhere Arzthonorare, sechs Prozent mehr für Arzneimittel und die Kosten für die Impfung gegen die Schweinegrippe. Allein bei der GBK wird diese Maßnahme voraussichtlich Ausgaben in Höhe von 600.000 Euro verursachen.
Ob in Folge der Zusatzbeiträge ein reges Bäumchen-Wechsel-Dich-Spiel starten wird, lässt sich nur schwer vorhersagen. Klar ist nur, dass Kunden, die mehr zahlen sollen, weil ihre Krankenkasse nicht mit dem Budget auskommt, ein Sonderkündigungsrecht haben. Dann darf man gespannt sein, wie sehr die besser aufgestellten Unternehmen um neue Kunden buhlen. Ohnehin wird sehr viel Geld mit Marketing verpulvert. Dazu gehören laut Wolfgang Greiner, Gesundheitsökonom an der Universität Bielefeld, auch die 300 Millionen Euro, die voriges Jahr für die Gesundheitsförderung beispielsweise durch Ernährungsberatung ausgegeben wurden, und die 100 Millionen Euro, die in die Bonusprogramme flossen.
Posted by
Andre on 08/24 at 09:00 AM
News •
Krankenversicherung •
Kommentar(e): (0) •
Trackbacks (0) •
Permalink