Advanced Search

September 2009
S M T W T F S
   1 2 3 4 5
6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29 30      

Syndication


Partnerseiten
Impressum
Kontakt
Sitemap
AGB

Dienstag, September 01, 2009

Policen nie aus den Händen geben

Da zahlt man jahrelang brav die Beiträge zu seiner Lebensversicherung, um dann doch leer auszugehen. Passiert ist das einem Versicherungskunden, der die Police für seine Lebensversicherung aus den Händen gegeben hat – guten Glaubens. Denn in den meisten Verträgen steht klipp und klar, dass die Auszahlung an den Überbringer des Versicherungsscheins erfolgt. Da ist es dann vollkommen egal, wessen Name auf der Police steht und auf wessen Konto das Geld schließlich landet. Rechtlich ist das zulässig, wie auch der Bundesgerichtshof am 20. Mai dieses Jahres festgestellt hat (AZ: IV ZR 16//08).

Der Versicherungsnehmer, dessen Fall verhandelt wurde, hatte die Policen seiner zwei Lebensversicherungen aus anderen Gründen dem Makler seines Vertrauens gegeben. Ein böser Fehler, wie sich im Nachhinein herausstellte. Der Kunde sah die Papiere später nie wieder und hat sich auch nicht weiter darum gekümmert. Als er sich dann schriftlich an die Versicherung wandte, um die Auszahlung in die Wege zu leiten, kam das böse Erwachen. Die Assekuranz teilte ihm mit, dass das Guthaben samt Zinsen schon vier Jahre zuvor mit einem Kündigungsschreiben angefordert und vom Unternehmen auch überwiesen worden war.

Die Versicherung hat laut Bundesgerichtshof keinen Fehler gemacht. Sie sei ihrer Verpflichtung, so wie sie in den Versicherungsbedingungen definiert wird, ordnungsgemäß nachgekommen. Die Bedingungen besagen, dass die Auszahlung an die Person erfolgt, die den Original-Versicherungsschein vorlegt. Daran ändere auch die Tatsache nichts, dass die Unterschrift auf dem Kündigungsschreiben gefälscht war, weil der Makler die Kündigung im Namen des eigentlichen Versicherungsnehmers unterzeichnet hatte. Gegen ihn müsse der Kunde nun vorgehen. In diesem Fall dürfte das schwierig sein, weil der Makler nicht zum ersten Mal als Betrüger aufgetreten ist.

Für Kunden, die eine Versicherung abschließen, heißt das: Die Police nie aus den Händen geben. Wenn überhaupt, dann nur in Form einer Kopie, die auch als solche gekennzeichnet ist. Sonst droht möglicherweise ein herber Verlust. Das kann man sich sparen.

Posted by Andre on 09/01 at 09:30 AM
InteressantesRecht & OrdnungWissenswertesLebensversicherung • Kommentar(e): (0) • Trackbacks (0) • Permalink

Baufinanzierung: Kapitalanleger müssen mehr Eigenkapital einsetzen

Die Finanzierung von Immobilien, die nicht zur Eigennutzung, sondern zur Kapitalanlage dienen sollen, gestaltete sich schon immer ein wenig schwieriger. Weil entsprechende Finanzierungen an ein höheres Risiko gekoppelt sind, wurden von den Banken seit jeher höhere Anforderungen gestellt. Dennoch kann gesagt werden, dass es im Großen und Ganzen nicht besonders schwierig gewesen ist, eine Finanzierungszusage zu erhalten und somit zum Vermieter zu avancieren.

Doch die Finanzkrise hat die Situation sehr deutlich beeinflusst: Bei der Vergabe entsprechender Immobiliendarlehen sind die Banken deutlich vorsichtiger geworden – dies gilt sowohl für die regionalen Banken als auch für die Direktbanken. Wer heutzutage eine Immobilie finanzieren möchte, die nicht zur Eigennutzung dient, muss spürbar höhere Anforderungen erfüllen, damit der Erhalt einer Finanzierungszusage möglich ist.

Es ist die Angst vor Zahlungsausfällen, die in den letzten Monaten etliche Banken dazu gebracht hat, die Anforderungen, die bei der Darlehenvergabe an Kapitalanleger gestellt werden, ein wenig höher zu schrauben. Die Vergabe entsprechender Darlehen gilt nämlich als vergleichsweise riskant: Sollte der Darlehensnehmer, der zugleich Vermieter ist, mehrere Monate lang von einem Mietausfall betroffen sein, kann sich die als Kapitalanlage gedachte Immobilie sehr schnell zur Kostenfalle entwickeln – schließlich müssen die Darlehensraten weiterhin aufgebracht werden.

Die meisten Institute haben das Problem vergleichsweise einfach gelöst: Sie fordern einen höheren Einsatz an Eigenkapital. Die Zeiten, in denen man auch ohne Eigenkapital eine Immobilie kaufen und vermieten konnte, sind vorbei. Heutzutage müssen Kapitalanleger einen durchaus beachtlichen Teil des Kaufpreises selbst aufwenden. Dadurch wird der Finanzierungsbedarf verringert und der Anleger untermauert zugleich seine finanzielle Stärke.

Posted by Jochen on 09/01 at 09:30 AM
Immobilien • Kommentar(e): (0) • Trackbacks (0) • Permalink
Page 1 of 1 pages

Name:

Email: (optional)

URL: (optional)

Smileys

Persönliche Daten merken

Bei Folge-Kommentaren benachrichtigen?