Hypothekenzinsen auf tiefstem Stand des Jahres
Bereits vor Monaten machten mehrere Finanzierungsexperten darauf aufmerksam, dass es für angehende Bauherren, Immobilienkäufer sowie Umschulder als sehr empfehlenswert gilt, sich die günstigen Hypothekenzinsen möglichst schnell zu sichern. Entsprechende Aussagen wurden mit der Entwicklung der Hypothekenzinsen bzw. mit deren Tiefstand begründet: Aufgrund der Finanzkrise seien die Zinssätze äußerst günstig und würden voraussichtlich kaum noch fallen – vielmehr sei in Zukunft mit einem Zinsanstieg zu rechnen.
In den letzten beiden Wochen sind die Zinsmärkte ordentlich in Bewegung geraten. Allerdings sind die Zinssätze nicht gestiegen, sondern gefallen. Damit haben die Hypothekenzinsen einen neuen Tiefstand für dieses Jahr erreicht. Insbesondere Umschulder dürften sich über diese Entwicklung erfreuen: Im Gegensatz zu Bauherren oder Käufern stehen sie zeitlich nicht so sehr unter Druck – wer gewartet hat, kann sich nun ein äußerst attraktives bzw. sehr günstiges Forwarddarlehen sichern.
Generell sind die Zinssätze bei allen Darlehensarten gefallen. Wer das klassische Annuitätendarlehen mit zehnjähriger Zinsbindung wählt, kann unter Umständen (in Abhängigkeit von den Rahmendingungen) sogar eine drei vor dem Komma des Darlehenszinssatzes erblicken. In diesem Zusammenhang ist anzumerken, dass die Zinsbindung derzeit einen sehr großen Einfluss auf die Konditionen nimmt: Je kürzer die Zinsbindung gewählt wird, desto niedriger fällt der Zinssatz aus. Vor allem bei den Darlehen mit fünfjähriger Zinsbindung sowie im Bereich der variablen Darlehen sind derzeit sehr günstige Zinssätze erhältlich. Jedoch gilt es bei den kurzen oder fehlenden Zinsbindungen aufzupassen: Die Aufnahme eines solchen Darlehens ist mit einem großen Risiko behaftet, weil schon nach vergleichsweise kurzer Zeit ein Zinsanstieg drohen kann. Sicherer ist es, längere Zinsbindungen zu wählen.
