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Montag, September 07, 2009

Günstiges Baugeld: Jetzt Anschlussfinanzierung sichern

Es dauert seine Zeit, bis man ein Immobiliendarlehen vollständig abgestottert hat: Weil die Darlehensbeträge im Durchschnitt relativ hoch bemessen sind, benötigen die meisten Wohneigentümer gut 25 Jahre, bis ihre Immobilien abbezahlt sind. Während dieses Zeitraums werden in der Regel zwei Anschlussfinanzierungen vorgenommen: Bei der klassischen Immobilienfinanzierung wird auf Immobiliendarlehen gesetzt, die einer Zinsbindung unterliegen. Die Zinsbindung sichert den Zinssatz für einen festen Zeitraum – zumeist für die Dauer von zehn Jahren. Dementsprechend muss nach 10 Jahren sowie noch einmal nach weiteren 10 Jahren mit den Banken um eine Anschlussfinanzierung verhandelt werden.

Die meisten Darlehensnehmer gehen dieses Thema erst relativ spät an. Zumeist warten sie lange ab und erkundigen sich ca. ein halbes Jahr vor dem Ablauf der Zinsbindung nach entsprechenden Finanzierungsmöglichkeiten. Diese Vorgehensweise gilt jedoch als riskant: In Abhängigkeit von der Entwicklung der Zinsmärkte ist es möglich, dass die Zinssätze steigen und sich die Anschlussfinanzierung spürbar verteuert.

Besser ist es, dieses Risiko zu minimieren und ein so genanntes Forwarddarlehen abzuschließen. Hierbei handelt es sich um ein Darlehen, mit welchem später die Ablösung des alten Darlehens vorgenommen wird. Die Besonderheit des Forwarddarlehens besteht darin, dass es bis zu vier Jahre vor dem sogenannten Zeitpunkt der Umschuldung abgeschlossen werden kann und somit die Möglichkeit bietet, den Zinssatz frühzeitig zu sichern.

Wer in den kommenden Jahren eine Anschlussfinanzierung vornehmen muss, sollte sich gut überlegen, ob er jetzt die Gelegenheit nutzen und sich die Konditionen für die spätere Anschlussfinanzierung sichern möchte. Derzeit befinden sich die Hypothekenzinsen auf dem Jahrestief und bieten somit eine große Chance, die Finanzierungskosten auf lange Sicht zu senken.

Posted by Jochen on 09/07 at 08:19 AM
Immobilien • Kommentar(e): (0) • Trackbacks (0) • Permalink

PKV-Basistarif fast schon ein Reinfall

Zum 1. Januar 2009 mussten die privaten Krankenversicherungen (PKV) den so genannten Basistarif ins Programm nehmen. Mit Widerwillen folgten die Unternehmen dem Auftrag aus der Politik, der später vom Bundesverfassungsgericht als rechtens bewertet wurde. Sie hätten sich gar nicht so sehr zieren müssen. Denn besonders gefragt ist der neue Tarif ohnehin nicht. Die jüngsten Zahlen beweisen vielmehr, dass der Basistarif ein echter Flopp ist. Er bietet die Leistungen, die auch gesetzlich Versicherte erwarten dürfen, und kostet rund 570 Euro im Monat. Das entspricht dem Höchstsatz in der gesetzlichen Krankenversicherung.

9800 Kunden haben sich bislang für den Basistarif entschieden. Diese Zahl nennt der Verband der privaten Krankenversicherung. Sie stammt vom 1. Juli dieses Jahres. Bei den drei größten Anbietern sind es 1475 (Debeka), 1106 (Allianz) und 725 neue Kunden bei der DKV. Das ist deutlich weniger als die Planer der Gesundheitsreform erwartet hatten. Ihr Ziel bestand darin, Nicht-Versicherte wieder unter den schützenden Mantel einer PKV zu bringen und allen, die sich von ihrer Versicherung gebeutelt fühlen, eine günstigere Alternative zu bieten. Aufgrund einer zu hohen Prämie sind nur ganz wenige Kunden in den Basistarif eines anderen Unternehmens gewechselt. Die Debeka hat gerade einmal 16 solcher Kunden in ihre Reihen aufnehmen können.

Besonders überraschend sind diese Zahlen und das schwache Abschneiden des neuen Tarifs nicht. Die Gesundheitsexpertin der Verbraucherzentrale Berlin, Dörte Elß, sagt beispielsweise: „Ohne Not geht keiner in den Basistarif.“. Das ist eine sehr klare Aussage. Sie begründet sich hauptsächlich mit den im Vergleich zu anderen PKV-Tarifen sehr mageren Leistungen. Vom Ein-Bett-Zimmer im Krankenhaus können Kunden mit Basistarif nur träumen. So sind es neben einigen Beamten derzeit fast nur ehemals Nicht-Versicherte, ältere und kranke Menschen, denen ihr alter Vertrag zu teuer wurde, und Empfänger von Harz-IV-Leistungen, die den Basistarif nutzen. Viele von ihnen würden mit einem anderen Tarif besser und günstiger fahren.

Posted by Andre on 09/07 at 08:19 AM
KrankenversicherungGesundheitsreform • Kommentar(e): (0) • Trackbacks (0) • Permalink
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