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Freitag, September 11, 2009

Tilgung bei der Baufinanzierung nicht zu niedrige ansetzen

Beim Kauf von Wohneigentum wird die Finanzierung schnell zur Nebensache: Die meisten Leute sind viel zu sehr damit beschäftigt, sich um die Kaufabwicklung zu kümmern und sich Gedanken dahingehend zu machen, wie sie ihr Eigenheim einrichtigen und ausstatten sollen. Gleichzeitig geht es vielen Käufern so, dass sie das ihnen zur Verfügung stehende Budget bzw. den maximal verfügbaren Darlehensbetrag vollständig ausnutzen möchten – was natürlich gewisse Folgen nach sich zieht.

Zunächst einmal ist es so, dass aus einem großen Darlehen auch entsprechend hohe Zinsen resultieren. Dementsprechend ist die Darlehensrate hoch bemessen, weshalb für die Tilgung oftmals nur noch ein kleiner Spielraum bleibt. Etliche Bauherren wünschen sich zudem eine möglichst niedrige finanzielle Belastung durch die Darlehensrate. Die Folge: Es wird eine sehr niedrige Tilgung vereinbart, die häufig bei 1 oder 1,5 Prozent des ursprünglichen Darlehensbetrags liegt – hierbei handelt es sich um die sogenannte Mindesttilgung, die von den Banken grundsätzlich gefordert wird.

Allerdings ist es nicht sehr empfehlenswert, eine solch niedrige Tilgung zu vereinbaren. In Zeiten niedriger Hypothekenzinsen – so wie es derzeit der Fall ist – dauert es bei einem Tilgungssatz von einem Prozent gut 39 Jahre, bis das Darlehen vollständig zurückgezahlt ist. Für die meisten Darlehensnehmer ist dieser Zeitraum zu lang bemessen, weil sie sich dann schon längst im Ruhestand befinden und die Darlehensrate dann lieber nicht mehr so hoch ausfallen sollte.

Besser ist es, eine höhere Tilgung anzusetzen: Tilgungssätze von 2 oder gar 3 Prozent sind eine gute Entscheidung. Zwar fällt die finanzielle Belastung dann höher aus, aber man ist etliche Jahre früher schuldenfrei. Außerdem lässt sich die Ratenhöhe auch dadurch senken, dass eine günstigere Immobilie gewählt und somit der Finanzierungsbedarf verringert wird.

Posted by Jochen on 09/11 at 08:27 AM
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