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Montag, Oktober 05, 2009

Pflegerente sollte kein Glücksspiel sein

Viele Deutsche haben Angst, im Alter ständig auf Hilfe angewiesen zu sein und zum Pflegefall zu werden. Zumindest finanziell kann man sich absichern, um später nicht die Kinder und Enkel zu belasten. Die Auswahl reicht von der Pflegekostenversicherung über das weitaus beliebtere Pflegetagegeld bis hin zur Pflegerente. Angesichts monatlicher Kosten von bis zu 3.500 Euro für die stationäre Pflege in einem Heim ist ein solcher Versicherungsschutz durchaus sinnvoll – wenn er nicht zum Glücksspiel verkommt wie bei der PflegeRent Invest der Gothaer.

Das Unternehmen investiert die Beiträge der Kunden in einen Fonds, dessen Entwicklung letztlich ausschlaggebend dafür ist, wie lange die Rente gezahlt werden kann. Die Versicherung gewährt nur dann eine lebenslange Pflegerente, wenn die Papiere Jahr für Jahr eine Rendite von mindestens 7,5 Prozent hergeben. Wie schwer es sein kann, ein derart hoch gestecktes Ziel zu erreichen, haben die vergangenen, von der Finanz- und Wirtschaftskrise geprägten Wochen und Monate gezeigt. Liegt der Gewinn unterhalb dieser magischen Grenze, gibt es die Rente nur bis zu einem bestimmten Alter. Dann ist Schicht.

Der Vorteil, dass die Pflegerentenversicherung günstiger ist, je eher sie abgeschlossen wird, relativiert sich damit. Eine 45-jährige Frau müsste 103 Euro monatlich bezahlen, ein Mann rund 93 Euro, um eine lebenslange Rente von 1.500 Euro zu erhalten – sofern unter dem Strich 7,5 Prozent stehen. Bei sechs Prozent wäre die Kundin lediglich bis zum 86. Lebensjahr geschützt. Bis zum 80. Lebensjahr würde es bei einer Wertentwicklung von drei Prozent reichen. Der 45-jährige Kunde erhielte entsprechend bis zum 86. bzw. 78. Lebensjahr Geld. Kritisch, zumal in dem Alter die Wahrscheinlichkeit, pflegebedürftig zu werden, deutlich steigt.

Ganz im Dunkeln lässt die Versicherung ihre Kunden allerdings nicht stehen. Nach fünf Jahren gibt es eine erste Zwischenbilanz, ob das Ziel erreicht werden kann. Liegt die Rendite niedriger als erwartet, kann man den Beitrag aufstocken oder muss sich mit einer geringen Leistung zufrieden geben. Dafür verspricht das Unternehmen, dass die Beiträge nicht verloren gehen und stets an die Erben ausgezahlt werden.

Posted by Andre on 10/05 at 09:10 AM
Pflegeversicherung • Kommentar(e): (0) • Trackbacks (0) • Permalink

Solar-Einspeisevergütung: Schon bald könnte die Förderung sinken

Solaranlagen erfreuen sich mittlerweile einer sehr großen Beliebtheit: In den vergangenen Jahren haben sehr viele Eigenheimbesitzer die Chance genutzt und ihre Gebäude mit Solaranlagen, insbesondere mit Photovoltaikanlagen ausgestattet. Dies verwundert nicht: Wer Strom mithilfe von Solaranlagen erzeugt, befindet sich längst nicht nur in der Lage, einen Beitrag zur Schonung der Umwelt zu leisten. In Sachen Renditeerzielung hat es der Solarstrom ganz schön in sich: Dank der staatlich garantierten Einspeisevergütung können Solaranlagenbesitzer ordentlich kassieren. Einige Anlageexperten sagen sogar, dass es für den privaten Anleger keine bessere Möglichkeit gibt, um stabile Rendite zu erzielen, die klassische Anlagen wie Tagesgeld oder Festgeld spürbar übertreffen.

Allerdings könnte damit schon bald Schluss sein: Die schwarz-gelbe Regierung könnte die Solarförderung deutlich beschneiden. Einige Spitzenpolitiker, insbesondere von Seiten der FDP, haben bereits entsprechende Maßnahmen angedeutet. Es wird darauf abgezielt, die Einspeisevergütung zu reduzieren – für Anlagen, die künftig in Betrieb genommen werden. Die Begründung ist logisch: Die Preise für Photovoltaikanlagen sind seit Beginn der Wirtschaftskrise eingebrochen, weshalb entsprechende Anlagen mittlerweile wesentlich günstiger angeschafft werden können.

Wer mit dem Gedanken liebäugelt, eine Photovoltaikanlage zu kaufen, sollte unter Umständen schnell handeln. Es ist schwer zu sagen, ob die Einspeisevergütung demnächst reduziert wird oder ob sie erst einmal bestehen bleibt. Derzeit wird noch eine vergleichsweise hohe Einspeisevergütung garantiert: Wer jetzt zuschlägt, kann eine Solaranlage günstig erwerben und somit eine gute Rendite erzielen. Womöglich könnte sich dies jedoch schon bald ändern. Deshalb gilt es als empfehlenswert, das Thema möglichst zeitnah anzugehen, um dann eine Entscheidung zu treffen zu können. Denn wer eine wirklich gute Rendite erzielen möchte, muss sich unter Umständen beeilen.

Posted by Jochen on 10/05 at 04:00 AM
Immobilien • Kommentar(e): (0) • Trackbacks (0) • Permalink
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