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Montag, Oktober 12, 2009

Abzocke bei Gas und Strom! - Expertenrat:Anbieter wechseln!

Die Versorgung mit Strom, Gas und Wasser sowie mit einem Festnetz-Telefon gehört und gehörte über Jahrzehnte zu den Bedürfnissen, die als solche der Daseinsvorsorge bezeichnet wurden. Lokale Versorger - meist Stadtwerke in städtischem Eigentum - galten dabei als Garanten für verträgliche, weil vertretbare Energiepreise. Doch die Zeiten günstiger Energie waren spätestens mit dem neuen Jahrtausend vorbei. Experten sind überzeugt: Die Preise für Strom und Gas in Deutschland sind “missbräuchlich überhöht”.

Das merkten seit Beginn der 70er Jahre nach und nach nicht nur jene Mieter und Eigentümer, die in Wohnquartieren dem Feststoff-Verbrennungsverbot gefolgt waren und sich ans Gas von den lokalen Stadtwerken verpflichten mussten, das nahmen auch jene ersten Gaspreis-Gegner wahr, die erkannten, was in den Preis-Index-Erhöhungs-Faktoren so alles drin steckte.
Nach zahlreichen Protesten, nach Gas-Preis-Urteilen und nach Gas-Preis-Verweigerern, die allesamt als Gas-Rebellen bezeichnet werden, ist seit mindestens fünf, sechs Jahren klar: Die Strom- und Gaskunden werden von den Anbietern “kräftiger als je zuvor ausgeplündert”.
So auch das anhaltende Urteil beim Bund der Energieverbraucher. Der “freie Wettbewerb” stellt sich somit als Bluff dar.

Nicht nur wegen der Gewinnabsichten, auch wegen der Querfinanzierung lokaler öffentlicher Aufgaben durch die Hintertür “Energie-Umsätze” zahlen die Verbraucher ohne Rücksicht auf ihre Leistungsfähigkeit jährlich Milliarden Euro zu viel und mehr als in anderen Ländern.
Marktbeherrschend ist die Stellung der führenden Konzerne bei Strom und Gas auf allen Stufen der Erzeugung, Verteilung und des Vertriebs. Der Wettbewerb unterbleibt eigentlich und Strom- und Gaspreise werden auch vom Staat nicht kontrolliert.

Begrenzte Vorteile

Doch trotz des möglichen Wechsels des Strom- oder Gasanbieters bleiben die Vorteile begrenzt. Es fehlt daran, die Energie-Giganten zu entflechten und die Leitungsnetze von Strom und Gas öffentlich zu kontrollieren.
Begleitet von einer Rechtsschutzversicherung ist dem Verbrauchern geraten, sich auch zivilrechtlich gegen ihre Stadtwerke zu wehren, deren Verhaltensweisen durch zahlreiche Urteile ins Wanken geraten sind.
Wer in den vergangenen Jahren zuviel an Abschlagszahlungen leistete, kann nicht nur zuviel bezahlten Strom- und Gaspreise zurückfordern, sondern auch mit laufenden Abschlagszahlungen verrechnen. Das Risiko auf Zahlung verklagt zu werden, hängt dann aber auch von Preiserhöhungsklauseln ab, die in vielen Fällen als rechtsunwirksam gelten und somit für die vergangenen Preiserhöhungen keine Bedeutung hatte.
(Infos auch über Gaspreisvergleich / Strompreisvergleich bei www.verivox.de)

Posted by wob. on 10/12 at 07:46 AM
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Nur 24 Prozent der Deutschen haben eine Berufsunfähigkeitsversicherung

Beim Versicherungsschutz sind die Prioritäten der Deutschen ganz klar abgesteckt: Auto und Hausrat. 36 Prozent haben eine Vollkasko abgeschlossen, 77 Prozent eine Hausratversicherung. Das ist lobenswert. Die eigene Arbeitskraft, mit der Fahrzeug und Flachbildfernseher erst finanziert werden können, sichern hingegen nur wenige ab und verzichten auf eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU-Versicherung) – oder wissen gar nicht, dass es sie gibt.

Obwohl die Versicherung als enorm wichtig eingestuft wird, haben nur 24 Prozent der Bundesbürger eine BU-Police. In der Summe machte das Ende 2008 zwar immerhin 17 Millionen Verträge. Ein Blick auf die Details verrät allerdings, dass die meisten Policen nicht einmal ansatzweise einen ausreichenden Versicherungsschutz bieten. 540 Euro monatliche Rente wurden im Schnitt vereinbart. Herzlich wenig für den Fall, dass man im angestammten Beruf nicht mehr oder nur noch sehr eingeschränkt arbeiten kann. Thorsten Rudnik vom Bund der Versicherten, sieht hier die Krux: „Viel zu wenige haben sich abgesichert, und wenn doch, haben sie oft nur einen begrenzten Schutz vereinbart.“

Hinzu kommt, dass viele Kunden sich für eine Berufsunfähigkeitsversicherung entscheiden haben, die an ein Ansparprodukt gekoppelt ist. Das macht sich, so die Experten, selten bezahlt. Sie raten von dieser Variante ab. Von den bestehenden Verträgen sind gerade einmal 2,4 Millionen reine BU-Absicherungen mit einem Versicherungsschutz von durchschnittlich 964 Euro im Monat. Dieser Wert ist in den vergangenen acht Jahren zwar um rund 32 Prozent gestiegen. Die Zahl der Policen an sich stagniert jedoch seit mehreren Jahren. Mehr als 350.000 Neuverträge pro Jahr werden selten abgeschlossen.

Das mag daran liegen, dass viele Berater nicht von sich aus auf die Berufsunfähigkeitsversicherung hinweisen. Sie ist beratungsintensiv und das Risiko, dass der Kunde abgelehnt wird, enorm hoch. Um eine Chance zu haben, sollte man beim Vertragsabschluss kein Blatt vor den Mund nehmen, was den eigenen Gesundheitszustand angeht. Hinweise von Vermittlern, dass dieses oder jenes Zipperlein nicht von Belang sei, sollte man besser überhören. Etwas zu verschweigen oder schönzureden kann später zu Problemen und Ärger führen. Wenn die Versicherung den Vertrag ablehnt, rät der Bund der Versicherten, sich zumindest um eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung zu bemühen. Sie ist günstiger, zahlt aber nur, wenn man gar nicht mehr in der Lage ist, zu arbeiten.

Posted by Andre on 10/12 at 04:57 AM
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